Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2007/Hammerwurf der Männer

11. Leichtathletik-Weltmeisterschaften
DisziplinHammerwurf
GeschlechtMänner
Teilnehmer29 Athleten aus 23 Ländern
AustragungsortJapan Osaka
WettkampfortNagai-Stadion Osaka
Wettkampfphase25. August (Qualifikation)
27. August (Finale)
Medaillengewinner
GoldmedailleIwan Zichan (Belarus BLR)
SilbermedaillePrimož Kozmus (Slowenien SLO)
BronzemedailleLibor Charfreitag (Slowakei SVK)
Das Nagai-Stadion in Osaka im Jahr 2004

Der Hammerwurf der Männer bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2007 wurde am 25. und 27. August 2007 im Nagai-Stadion der japanischen Stadt Osaka ausgetragen.

Es siegte der belarussische Weltmeister von 2003 Iwan Zichan, dem sein 2005 zunächst errungener WM-Titel wegen Verstoßes gegen die Antidopingbestimmungen aberkannt worden war.[1] Silber ging an den Slowenen Primož Kozmus. Der Slowake Libor Charfreitag errang die Bronzemedaille.

Bestehende Rekorde

Weltrekord86,74 mSowjetunion Jurij SjedychEM 1986 in Stuttgart, Bundesrepublik Deutschland30. August 1986[2]
WM-Rekord83,38 mPolen Szymon ZiółkowskiWM 2001 in Edmonton, Kanada5. August 2001

Der bestehende WM-Rekord wurde bei diesen Weltmeisterschaften nicht eingestellt und nicht verbessert.

Der belarussische Weltmeister Iwan Zichan stellte im Finale am 27. August mit 83,63 m eine neue Weltjahresbestleistung auf.

Legende

Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet:

verzichtet
xungültig

Qualifikation

29 Teilnehmer traten in zwei Gruppen zur Qualifikationsrunde an. Die Qualifikationsweite für den direkten Finaleinzug betrug 77,00 m. Acht Athleten übertrafen diese Marke (hellblau unterlegt). Das Finalfeld wurde mit den vier nächstplatzierten Sportlern auf zwölf Werfer aufgefüllt (hellgrün unterlegt). So mussten schließlich 75,27 m für die Finalteilnahme erbracht werden.

Gruppe A

Nicola Vizzoni schied mit 73,64 m in der Qualifikation aus
Dilschod Nasarow – 71,70 m und damit nicht im Finale

25. August 2007, 19:30 Uhr

PlatzNameNationResultat (m)1. Versuch (m)2. Versuch (m)3. Versuch (m)
1Libor CharfreitagSlowakei Slowakei80,6180,61
2Wadsim DsewjatouskiBelarus Belarus79,3076,8579,30
3Krisztián ParsUngarn Ungarn79,1179,11
4Kōji MurofushiJapan Japan77,2573,1177,25
5Eşref ApakTurkei Türkei75,2775,2775,3474,04
6James SteacyKanada Kanada74,1174,11x73,07
7Yevhen VynohradovUkraine Ukraine73,8771,1573,87x
8Nicola VizzoniItalien Italien73,6471,5873,6471,79
9András HaklitsKroatien Kroatien73,0471,75x73,04
10Mohsen AnaniAgypten Ägypten72,9372,93x69,67
11David SöderbergFinnland Finnland72,45x71,2572,45
12Dilschod NasarowTadschikistan Tadschikistan71,7071,7070,71x
13Dorian ÇollakuAlbanien Albanien68,3066,6368,3063,86
NMKibwe JohnsonVereinigte Staaten USAogVxxx

Gruppe B

Igors Sokolovs – seine 73,92 m reichten nicht zur Finalteilnahme

25. August 2007, 21:00 Uhr

PlatzNameNationResultat (m)1. Versuch (m)2. Versuch (m)3. Versuch (m)
1Miloslav KonopkaSlowakei Slowakei79,83x79,83
2Szymon ZiółkowskiPolen Polen78,9073,8778,90
3Primož KozmusSlowenien Slowenien77,9377,93
4Iwan ZichanBelarus Belarus77,75x77,75
5Ali Mohamed al-ZankawiKuwait Kuwait76,49x76,49x
6Markus EsserDeutschland Deutschland76,3676,3674,12x
7Olli-Pekka KarjalainenFinnland Finnland76,1275,04x76,12
8Igors SokolovsLettland Lettland73,92x72,9573,92
9A. G. KrugerVereinigte Staaten USA73,1973,1969,39x
10Alexandros PapadimitriouGriechenland Griechenland71,5871,58xx
11Cosmin SorescuRumänien Rumänien71,4970,4371,4969,42
12Chris HarmseSudafrika Südafrika71,0771,07xx
13Alexei SagornyRussland Russland70,94xx70,94
14Hiroaki DoiJapan Japan69,8957,5769,89x
15Fatih EryildirimTurkei Türkei67,8767,8767,6266,09

Finale

27. August 2007, 19:30 Uhr

Iwan Zichan, der Weltmeister von 2003, dem der 2005 zunächst erneut verliehene Weltmeistertitel wegen Dopings nachträglich aberkannt wurde[3] und der auch 2006 gedopt war[4], lag im Finale lange Zeit außerhalb der Medaillenränge. Mit seinem sechsten und gleichzeitig letzten Versuch sicherte er sich die Goldmedaille und verwies seinen Konkurrenten Primož Kozmus auf den zweiten Rang. Nicht weniger umkämpft war der dritte Platz: Libor Charfreitag gewann Bronze, nachdem er mit seinem sechsten Wurf die Weite des Vizeweltmeisters von 2005 Wadsim Dsewjatouski knapp übertroffen hatte.

PlatzNameNationResultat (m)1. Versuch (m)2. Versuch (m)3. Versuch (m)4. Versuch (m)5. Versuch (m)6. Versuch (m)
1Iwan ZichanBelarus Belarus83,63 WLxx79,35x80,7783,63
2Primož KozmusSlowenien Slowenien82,2980.6879,6282,12xx82,29
3Libor CharfreitagSlowakei Slowakei81,60x80,9379,1076,8881,6080,48
4Wadsim DsewjatouskiBelarus Belarus81,5776,2880,95x81,2281,5781,20
5Krisztián ParsUngarn Ungarn80,9378,2979,4979,5579,6377,2980,93
6Kōji MurofushiJapan Japan80,4676,9479,4680,3879,5680,1380,46
7Szymon ZiółkowskiPolen Polen80,0979,8180,0978,5879,87x77,53
8Markus EsserDeutschland Deutschland79,6678,6779,6678,37x79,1979,46
9Olli-Pekka KarjalainenFinnland Finnland78,3578,1578,2778,35nicht im Finale der
besten acht Werfer
10Miloslav KonopkaSlowakei Slowakei78,09x78,09x
11Eşref ApakTurkei Türkei76,5975,67x76,59
12Ali Mohamed al-ZankawiKuwait Kuwait76,04x72,8876,04

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. a b Revision of results following sanctions of Tsikhan and Ostapchuk, iaaf.org (englisch). abgerufen am 29. Oktober 2020
  2. Athletics – Progression of outdoor world records, Hammer throw – Men, sport-record.de, abgerufen am 13. Februar 2022
  3. Revision of results following sanctions of Tsikhan and Ostapchuk, iaaf.org. abgerufen am 25. Juni 2015
  4. Doping-Betrüger Tsikhan holt Hammer-Silber. sport.de, 20. August 2016; abgerufen am 25. August 2016