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„Wikipedia:Auskunft“ – Versionsunterschied

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::::Rente ist ja nicht nur Altersvorsorge, siehe unsere BKS [[Rente]]. --[[user:Rotkaeppchen68|R<span style="color:red">ô</span>tkæppchen₆₈]] 23:52, 18. Jun. 2024 (CEST)
::::Rente ist ja nicht nur Altersvorsorge, siehe unsere BKS [[Rente]]. --[[user:Rotkaeppchen68|R<span style="color:red">ô</span>tkæppchen₆₈]] 23:52, 18. Jun. 2024 (CEST)
:::::Zu "Private Rentenversicherungen sind im Sozialrecht nur dann als Altersvorsorge geschützt, wenn die Verwertung vor dem Renteneintrittsalter ausdrücklich ausgeschlossen ist" - es gibt wohl noch eine weitere Ausnahme: wenn die Verwertung eine unbillige Härte darstellt, siehe hier (ohne URL, Spam-Blacklist sei dank): <code>https:// www.gegen-hartz.de/urteile/hartz-iv-private-altersvorsorge-ist-verwertbares-vermoegen</code>. Grüße, [[Benutzer:Grand-Duc|Grand-Duc]]<small> ist kein Großherzog</small> ([[Benutzer Diskussion:Grand-Duc|Diskussion]]) 00:03, 19. Jun. 2024 (CEST)
:::::Zu "Private Rentenversicherungen sind im Sozialrecht nur dann als Altersvorsorge geschützt, wenn die Verwertung vor dem Renteneintrittsalter ausdrücklich ausgeschlossen ist" - es gibt wohl noch eine weitere Ausnahme: wenn die Verwertung eine unbillige Härte darstellt, siehe hier (ohne URL, Spam-Blacklist sei dank): <code>https:// www.gegen-hartz.de/urteile/hartz-iv-private-altersvorsorge-ist-verwertbares-vermoegen</code>. Grüße, [[Benutzer:Grand-Duc|Grand-Duc]]<small> ist kein Großherzog</small> ([[Benutzer Diskussion:Grand-Duc|Diskussion]]) 00:03, 19. Jun. 2024 (CEST)
::::::<small>Schreib Deinen Spamblacklist-URL einfach in <code><nowiki><nowiki>…&lt;/nowiki></nowiki></code>: <nowiki>https://www.gegen-hartz.de/urteile/hartz-iv-private-altersvorsorge-ist-verwertbares-vermoegen</nowiki> . --[[user:Rotkaeppchen68|R<span style="color:red">ô</span>tkæppchen₆₈]] 00:12, 19. Jun. 2024 (CEST)</small>


== Absichern gegen Passwortklau des Passwort-Managers ==
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Version vom 19. Juni 2024, 00:12 Uhr

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8. Juni

was ist ein Gleichstrom-Grilliergerät und Darf der Arbeitgeber eine Kaffeemaschine verbieten

Heißgetränke sind ausschließlich über die am Werksgelände aufgestellten Verkaufsautomaten oder in der Kantine zu beziehen. Die Aufstellung von privaten Kaffeemaschinen, Wasserkochern, Kochvorrichtungen, Öfen, Gleichstrom-Grilliergeräten, Heizdecken oder ähnlichen Wärmegeräten ist untersagt. Die Mitnahme von externen zubereiteten oder erworbenen Speisen oder Getränken ist nur zentral beauftragen Catering-Anbietern gestattet.

--213.142.97.175 17:20, 8. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Ja, darf er, wahrscheinlich aus feuerschutztechnischen Gründen, oder weil seine Versichung den Schutz sonst ausschließt. Mein Arbeitgeber hat solche mitgebrachten Geräte auch untersagt. Dafür hat er Automaten zur Verfügung gestellt, die extern gewartet wurden. --2003:E7:BF3C:BF92:391F:6FCD:1E92:9472 17:30, 8. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Dein AG macht das übrigens nicht, um dich zu ärgern. Es ist einfach so, dass von privat mitgebrachten (und daher ungeprüften) Elektrogeräten eine potenzielle Gefahr ausgeht, da niemand weiß, in welchem Zustand die sind und wann die letzte Sicherheitsprüfung erfolgte, wenn überhaupt. Dein Arbeitgeber ist aber für deine Sicherheit am Arbeitsplatz verantwortlich. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, möchte er keine unbekannten Gefahrenquellen zulassen. Wenn du private Geräte aufstellen willst, kann er zumindest verlangen, dass du auf eigene Kosten eine Sicherheitsprüfung vornehmen lässt. Er kann Auflagen erteilen, z.B. den genauen Aufstellort oder eine Stahlplatte unter einem Wärmegerät auf dem Holzregal. Und denk dran, dass du mit einem defekten Elektrogerät nicht nur dich selbst gefährdest, sondern auch andere. Gilt auch für Radios, Weihnachtsbeleuchtung etcetera … nur wird das meist nicht so genau genommen. (Unfälle sind damit schon reichlich passiert.) --Kreuzschnabel 17:54, 8. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Nicht ohne Grund wird bei bestimmten Haushaltsgeräten (bei uns zuletzt bei einer elektrischen Orangenpresse) darauf hingewiesen, dass sie ausschließlich im Privathaushalt benutzt werden dürfen. Im Dauergebrauch würde sie wahrscheinlich schnell schlappmachen. --2003:E7:BF3C:BF92:391F:6FCD:1E92:9472 18:11, 8. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das macht z. B. auch der Brandenburgische Landtag, die Politiker dürfen keine eigenen Maschinen in den Küchen aufstellen. --Ralf Roletschek (Diskussion) 18:11, 8. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Siehe neben dem Artikel Gleichstrom das in der Schweiz gebräuchliche grillieren. Zum Stromdiebstahl: Das Betriebsgelände ist in der Regel Eigentum des Arbeitsgebers und der darf darüber (im Rahmen der Gesetze und der Vereinbarungen mit den vielleicht noch bestehenden Arbeitsnehmer*innenvertretungen) verfügen, wie er möchte und er muss das auch nicht begründen. Dazu gehört auch, dass er den unentgeltlichen Stromverbrauch für private Zwecke untersagt. Das fängt in Deutschland beim Laden des Smartphones an. [1] Obwohl es dabei um ein Vermögensdelikt bei einer geringwertige Sache geht sieht auch das Bundesarbeitsgericht hier Grenzen, vgl. das Urteil vom 11.12.2003, BAG – 2 AZR 36/03 - über Fristlose Kündigung – Diebstahl geringwertiger Sachen [2]. Im übrigen sieht § 4 Arbeitszeitgesetz (ArbZG) zwar Ruhepausen vor [3], die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) [4] regelt in § 4.2 aber nur das Einrichten von Pausenräumen ab einer bestimmten Zahl von Beschäftigten, nicht jedoch eine Ausstattung mit frei verfügbaren kostenlosen Steckdosen. Zu den versicherungstechnischen Fragen wurde oben bereits beigetragen. --88.72.111.207 18:20, 8. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Stromdiebstahl: Arbeitgeber schneiden sich ins eigene Fleisch, wenn sie das Telefonaufladen untersagen. Als Arbeitnehmer wäre ich ab sofort auf dem Smartphone dienstlich nicht erreichbar. Es sei denn, der Arbeitgeber stellt mir eins. --2003:E7:BF3C:BF92:391F:6FCD:1E92:9472 18:25, 8. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Die gehst fälschlicherweise davon aus, dass alle anderen Arbeitsplätze deinem Arbeitsplatz ähneln. --88.72.111.207 18:28, 8. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Wohl wahr. Zu Hause wäre ich auch noch per Festnetz erreichbar. Viele Leute haben keinen Festnetzanschluss mehr. Dann nähme ich den Arbeitgeberanruf mobil nicht entgegen, wenn ich aus zwingenden Gründen kommen müsste. --2003:E7:BF3C:BF92:391F:6FCD:1E92:9472 18:34, 8. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Selbst bei einer arbeitsvertraglich vereinbarten Nutzung eines Diensthandys kann im Vertrag geregelt sein, dass du für die Betriebsbereitschaft während der Arbeitszeit (oder Bereitschaftszeit) selbst verantwortlich bist und die Ladekosten im Ausgleich mit einer entsprechenden Erhöhung des Arbeitslohns zu deinen Lasten gehen. --88.72.111.207 18:37, 8. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Wie jetzt? Ich lade ein Dienstmobilgerät zu Hause auf und nicht im Betrieb? --2003:E7:BF3C:BF92:391F:6FCD:1E92:9472 18:41, 8. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Abgesehen davon: Eine solche Zusatzvereinbarung kann nicht einseitig sein. --2003:E7:BF3C:BF92:391F:6FCD:1E92:9472 18:43, 8. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ich schrub von Vereinbarungen und in der Regel kannst du Zusatzvereinbarungen verhandeln (oder das versuchen :-) oder ablehnen und woanders eine Beschäftigung suchen. Faktisch sind in der Praxis jede Menge Zusatzvereinbarungen einseitig und bisweilen nichteinmal verschriftlicht. Es genügt nicht nur, seine Rechte zu kennen. Man muss sie auch einfordern und wahren können. Wenn dein Arbeitsgeber mit dir vereinbart, dass du für die Betriebsbereitschaft deines Dienstmobils verantwortlich bist (was bei technischer Funktionsunfähigkeit den Austausch gegen ein funktionierendes Gerät einschließt), dann lädtst du das Gerät auf, wo auch immer du willst - möglicherweise aber nur nicht im Betrieb. Du kannst deinem Arbeitsgeber nur Vorschriften auf der Basis von Gesetzen machen oder wenn du dich organisiert hast und deine Arbeitsnehmer*innenvertetung entsprechend verhandeln kann. Mit Gerechtigkeit oder Vernunft hat das alles nichts zu tun. Eine Betriebsleitung ist dem Eigentümer verantwortlich und dem Gesetz, aber nicht dir. Da macht sie höchstens vielleicht irgendwas freiwillig, um dich bei Laune zu halten. (Besonders, wenn du sehr produktiv bist und nur wenig ersetzbar.) Warum sollte sie dir was schenken? Im Gegenteil. Viele Arbeitnehmer*innen schenken ihren Betrieben etwas, weil sie sich nicht organisieren wollen. Es besteht also kein Grund zum Jammern. Oder? --88.72.111.207 19:29, 8. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Der erste Teil der Frage interessiert mich. Ja, ich weiß, was Gleichstrom ist, und auf die Bedeutung von grillieren wäre ich als Nicht-Schweizer auch noch gekommen. Aber wo bekommt man Gleichstrom her? Aus der 12-Volt-Auto-/Camping-Steckdose? Ist das ein Ding? Und warum würde man sowas an den Arbeitsplatz bringen? 93.130.237.51 19:11, 8. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
[5] --88.72.111.207 19:38, 8. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Dieser bescheuerte Link führt auf auf eine Google-Suche nach "12 volt grill". Sowas gibt es also anscheinend, warum auch immer. Vielleicht ist das sogar tatsächlich die Antwort auf die Frage, die mich auch interessiert hätte, was das denn sein soll, ein "Gleichstrom-Grilliergerät". Freilich ist es nicht die Antwort auf die Frage, woher man den Gleichstrom bekommt und warum man sowas an den Arbeitsplatz bringen würde. Und damit ist dann auch nicht klar, warum es verboten ist. (Wobei mir schon massenweise Gründe für ein Grillverbot am Arbeitsplatz einfallen würden, nicht nur solche der Elektrosicherheit.) --77.6.147.100 22:21, 8. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Bestimmt sind nicht nur gleichstrombetriebene Grilliergeräte verboten, sondern auch wechselstrom- oder drehstrombetriebene und solche mit Holzkohle- oder Gasbetrieb. --Rôtkæppchen₆₈ 22:58, 8. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Was ich jetzt neben der Frage nach den privaten elektrischen Geräten viel komischer finde: warum darf der Fragesteller sich kein Essen von außerhalb oder von zuhause mitnehmen (Zitat "Die Mitnahme von externen zubereiteten oder erworbenen Speisen oder Getränken ist nur zentral beauftragen Catering-Anbietern gestattet.")? Eine Option, die ich mir als Erklärung vorstellen kann, ist eine Tätigkeit in einem Lebensmittel verarbeitenden Betrieb, bei der mit dieser Vorschrift potentielle Allergenkontaminationen ausgeschlossen werden sollen. Plausibel oder nicht? Grüße, Grand-Duc ist kein Großherzog (Diskussion) 23:35, 8. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das hat auch etwas mit Hygiene zu tun. Der Arbeitgeber kann nicht jedem Arbeitnehmer einen Kühlschrank zur Verwahrung seines Vespers bereitstellen und außerhalb des Kühlschranks können die unter unbekannten hygienischen Bedingungen zubereiteten selbstmitgebrachten Lebensmittel verderben und Lebensmittelvergiftung beim Arbeitnehmer hervorrufen. Das möchte der Arbeitgeber natürlich vermeiden. --Rôtkæppchen₆₈ 23:52, 8. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das Verbot, jegliche Art von Lebensmitteln oder Getränken mitzubringen habe ich auch schon mal erlebt (IT-Firma, die aus der EDV-Abteilung einer Versicherung hervorging). Erlaubt waren nur die in einem vom Pförtner betreuten Laden gekauften Produkte, wobei es dort aber nur Softdrinks in 0.5l-Flaschen, Knabbergebäck und Süßwaren gab, die noch dazu recht teuer waren (2,50€ für eine Flasche Cola 2015). Das Unternehmen wurde damals von einem indischen Konzern übernommen, weswegen man glaubte, die an ausländischen Standorten üblichen Richtlinien auch hierzulande einführen zu müssen. Inoffiziell hieß es, die Firma bzw. das Management bekommt Provisionen vom Großhändler bzw. Automatenaufsteller, wenn sie nur deren Produkte zulässt. In der Praxis hielt sich kaum jemand daran. Auch das Leitungswasser wurde getrunken, obwohl das offiziell "aus hygienischen Gründen" verboten war. --188.23.206.194 01:05, 9. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Kaffeemaschinenverbot: Aus Sicherheitsgründen vielleicht nachvollziehbar und berechtigt. Aber wer will mir bitte verbieten, Kaffee in einer Thermosflasche von zu Hause mitzubringen? Und das sollten nicht nur "die Tarifpartner" miteinander klären können, sondern im Zweifelsfall auch Arbeitsgerichte entscheiden. (Solche Drecksläden gehören einfach verboten, aber der Gesetzgeber kann sich auch nun nicht um jeden Scheiß im Detail kümmern.) --77.6.147.100 01:49, 9. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Nimm mal das Deutschland-Engagerment der US-amerikanischen Supermarktkette Walmart als Beispiel: Deutschländische Arbeitsgerichte haben dem US-Konzern so deulich gezeigt, wo der Hammer hängt, dass Walmart das Deutschland-Geschäft freiwillig aufgegben hat. --Rôtkæppchen₆₈ 02:26, 9. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Udiags. --77.6.180.36 05:18, 9. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Lebensmittel am Arbeitsplatz sind gesetzlich nicht geregelt und daher eine Angelegenheit der innerbetrieblichen Regelungen, wie Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung oder besonderen Weisungen des AG. Sie sind abhängig von Aspekten der Arbeitsschutz- und Hygienevorschriften. Es ist auch zu berücksichtigen, ob es um Produktions- und Fertigungsbereiche (und z.B. Unfallrisiko oder den Umgang mit Gefahrstoffen) oder Büro- und Verwaltungsbereiche (und Arbeitsmittelschutz, Geruchsbelästigung oder z.B. Kundenverkehr, vgl. LAG Hamm, 23.01.2007 --AZ 8 Sa 68/06-- [6]) oder nur um die Benutzung der Pausenräume geht. Der AG kann also z.B. in der Betriebsordnung Regelungen treffen und sollte nachvollziehbare Gründe anführen. Erlaubtes Essen am Arbeitsplatz begründet kein Gewohnheitsrecht, ein Essensverbot ist allerdings mitbestimmungspflichtig (vgl. LAG Berlin-Brandenburg (AZ 7 TaBVGa 520/16 [7]). Es hängt bei einem juritischen Streit daher sehr viel vom Einzelfall ab.
Grundsätzlich sollst du an einem Arbeitsplatz arbeiten und nicht essen. Das kannst und darfst du aber in den Arbeitspausen im Pausenraum (der den Anforderungen in der Technischen Regel für Arbeitsstätten (ASR) A4.2 [8] entsprechen muss) und der AG darf dir nicht verbieten, dafür eigene Nahrungsmittel mitzubringen. Wenn dafür keine Hygiene- oder Sicherheitsgründe bestehen könnte ein generelles Verbot oder die oben beschriebene Einschränkung, wenn der AN dem nicht vertraglich zugestimmt hat, eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte des AN bedeuten. Trinken am Arbeitsplatz ist m.E.allerdings aus Gründen des Gesundheitsschutzes erlaubt. Eine Einschränkung durch den AG dürfte nur auf alkoholhaltige Getränke wirksam sein, nicht aber, welches Kaltgetränk du wo gekauft hast. --88.72.111.207 04:05, 9. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das Verbot von Heizgeräten jeder Art, aber auch von Kühlmöbeln etc. lässt sich (auch) über den Brandschutz begründen. Stromverbrauch oder -diebstahl Mal ganz außen vor. Dass nur bestimmte Lieferanten liefern dürften, muss wohl besonders begründet werden, aber so ganz einfach dürfte das nicht sein. Ggf. über Hausrecht und Betreten des Geländes. --Elrond (Diskussion) 10:17, 9. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Was den Nahrungsmittelteil der Frage betrifft: Ihr redet alle von "Mitbringen", aber der Fragesteller hat von "Mitnahme" geredet. Ich gehe zwar davon aus, dass er ein paar Tippfehler gemacht hat, aber vermutlich nicht bei diesem Wort. --Xocolatl (Diskussion) 12:41, 9. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Es geht um die Mitnahme „von externen zubereiteten oder erworbenen Speisen oder Getränken”. Wenn diese extern (von was wohl?) zubereitet oder erworben werden, wohin würden sie dann mitgenommen werden wenn nicht (quasi intern) in den Betrieb? Die Alleinstellung eines „zentral beauftragen” Catering-Anbieters lässt eine Absprache zwischen Betrieb und Catering-Anbieter vermuten, möglicherweise verbunden mit einer Gewinnerzielungsabsicht der Betriebsleitung zum Nachteil der Beschäftigten. Selbst wenn der AG vermeiden will, dass viele verschiedene Catering-Anbieter die AN beliefern und das Betriebsgelände betreten kann die Übergabe und Bezahlung der gelieferten Ware ja auf den Eingang zum Betrieb beschränkt werden. Denn das generelle Verbot auf eigene „extern zubereitet oder erworben Speisen oder Getränken” beschneidet - imho rechtswidrig - die Freiheit der Beschäftigten, in der Pause im Pausenraum das zu essen, was sie wollen und dafür mitgebracht haben. Ich kann mir hier auch keine nachvollziehbaren Gründe für das Interesse des AG vorstellen. Selbst Hygienevorschriften für das Betriebsgelände können imho nicht einfach auch auf den Pausenraum übertragen werden, insbesondere, wenn die Option des Erwerbs von Nahrungsmitteln durch einen Catering-Anbieter besteht. Ich sehe hier (nach ergebnislosen Versuchen der obligatorisch voranzustellenden einvernehmlichen Klärung) die Möglichkeit eines juristischen Vorgehens als gegeben an. --88.72.111.207 15:00, 9. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Gruselig für mich als EoE-Erkrankter, irgendwas essen zu müssen oder gleich bei der Einstellung bekennen zu müssen, dass ich vieles nicht essen kann, ohne mir zu schaden. Oder nichts zu essen. --2003:E7:BF3C:BF52:F0F6:9505:FEC1:AE4F 15:08, 9. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Wie bereits geschrieben ist hier gesetzlich zwar nichts unmittelbar geregelt, aber es gibt dennoch Gesetze, die wirken und wenn der AG kein berechtigtes nachvollziehbares Interesse darlegen kann darf er in die Pausengestaltung nur sehr begrenzt eingreifen. Er kann z.B. Elektrogeräte nicht zulassen oder das Erholungsinteresse anderer AN schützen (Beispiel Radiogeräte), aber er darf nicht das Essen vorschreiben und dabei müssen auch gesundheitliche Einschränkungen garnicht zur Sprache kommen, weil bereits vorher das Grundrecht deiner Persönlichkeitsrechte - imho rechtswidrig - eingeschränkt wird.
Eine chronische Krankheit muss bei der Einstellung ungefragt nur angegeben werden, wenn sie bereits zu Beginn an der Ausübung der Tätigkeit hindern würde, wenn es sich um eine ansteckende Krankheit handelt oder wenn die Erkrankung zu dauerhaft fehlender Eignung führen würde. Weitergehende Fragen nach Erkrankungen sind unzulässig. Man sollte aber während der Probezeit möglichst alle Gespräche über eigene Krankheiten vermeiden. --88.72.111.207 15:37, 9. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das mit dem zentralen Caterer ist möglicherweise gar nicht dem Gewinnstreben eines Arbeitnehmers geschuldet, sondern der Möglichkeit, überhaupt einen Caterer zu finden, der das macht. So einfach ist das gar nicht, wenn dann auch noch viele ihr Essen mitbringen oder von der Imbiss-Bude draussen holen. Und: Es ist ja wohl auch nur verboten, die Speisen zum Arbeitsplatz zu bringen. Das hat schon was für sich, wenn nicht alle ihre fettigen Speisen am Schreibtisch auspacken. Dann muss man halt rausgehen und dort essen. Das kann ja wohl keiner verbieten in der Pause. Von daher ist das vielleicht doch alles in Ordnung.--Hachinger62 (Diskussion) 16:23, 9. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Nein, aus meiner Sicht ist es das nicht. Ein Gewinnstreben der Arbeitnehmer kann ich in dieser Konstellation ohnehin nicht erkennen. Wenn die Betriebsleitung einem Caterer das Monopol für die Lieferung auf das Betriebsgelände verschafft will sie vielleicht dafür auch etwas von dem Caterer haben. Dass sie nur einem einzigen Caterer Zugang gewährt ist rechtmäßig. Caterer haben generell nicht das Recht, das Betriebsgelände zu betreten und den Beschäftigten ihre Bestellungen zu bringen, wenn die Betriebsleitung das nicht will. Sie kann das also steuern. Nicht rechtmäßig ist m.E. wie bereits beschrieben, den Arbeitsnehmern Nahrungsmittel vorzuschreiben. Rechtmäßig ist es, wenn die Betriebsleitung das Essen am Arbeitsplatz untersagt. Unrechmäßig ist es jedoch, Arbeitnehmern zu untersagen, sich in ihrer Pause außerhalb des Betriebs Lebensmittel zu kaufen und diese im Pausenraum des Betriebs zu verzehren. Insofern ist irgendwas nicht in Ordnung, es sei denn, die Betriebsleitung hat einen triftigen nachvollziehbaren Grund, den wir nicht kennen. Selbstverständlich können Beschäftigte in der Pause auch außerhalb des Betriebsgeländes essen. Bei mindestens 10 Beschäftigten hat aber der Betrieb die Pflicht, einen Pausenraum einzurichten und die Pflicht, den Beschäftigten in diesem Raum das Essen von Nahrungsmitteln ihrer Wahl zu gestatten. Hier können nur Drogen wie Alkohol untersagt werden. --88.72.111.207 01:48, 10. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Bitte auch beachten: wenn man zum Zwecke der Essensversorgung in der Pause das Firmengelände verlässt, dann erlischt für diese Zeit der Versicherungsschutz der Berufsgenossenschaft. --GeorgDerReisende (Diskussion) 15:59, 10. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ja. Nicht nur. Die R+V Versicherung behauptet unter anderem: „Auch der Weg in die Mittagspause untersteht in der Regel dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung – außer wenn der Arbeitnehmer privat etwas erledigen möchte. Der Versicherungsschutz endet mit dem Betreten von Kantine, Restaurant oder Aufenthaltsraum. Die Pausenzeit selbst ist nicht mehr versichert. Bei einem Unfall kommt dann die eigene Krankenkasse für die Behandlung auf. Maßnahmen, die die Krankenkasse nicht abdeckt, trägt der Verletzte selbst. [...] An Ihrem Arbeitsplatz sind Sie durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Allerdings nur dann, wenn die Tätigkeit, bei der ein Unfall passiert, im Zusammenhang mit der Arbeit steht. Das ist versichert: Der Weg zur Kantine und zurück. Wege zum Essen, die aus dem Betrieb hinausführen, zum Beispiel in eine Fremdkantine, nach Hause oder in ein Restaurant. Der Weg zum Supermarkt, um für das Essen am Arbeitsplatz einzukaufen. Das ist nicht versichert: Der Aufenthalt in der Kantine, in Gaststätten, im Supermarkt. Verlassen des Betriebsgeländes für private Erledigungen, zum Beispiel für den Wocheneinkauf. Spaziergänge während der Pause.” [9] Möglicherweise spielt also auch der Versicherungsaspekt eine Rolle bei der Beschränkung von Elektrogeräten im Pausenraum.
Ergänzend: Auch für den Arbeitsweg gibt es Regeln. Die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW) behauptet unter anderem: „Wer sich auf den Weg zur Arbeit begibt oder auf dem Heimweg ist, ist bei einem Unfall über die Berufsgenossenschaft versichert. [...] Kinderbetreuung: Wer sein Kind zur Kindertagesstätte oder anderen Betreuungseinrichtungen bringen oder von dort abholen muss und dafür vom direkten Weg zur bzw. von der Arbeit abweichen muss, ist versichert. Umwege: Grundsätzlich ist der kürzeste Weg versichert. Der Versicherungsschutz bleibt aber bei Abweichungen bestehen, zum Beispiel aufgrund besonderer Verkehrssituationen (Stau, bessere Verkehrsverbindung, Witterungsverhältnisse). Verlassen des Weges: Unterbricht eine versicherte Person den Weg von oder zur Arbeit aus privaten Gründen, lebt der Versicherungsschutz mit dem Erreichen des direkten Weges wieder auf. Ausnahme: Die Unterbrechung hat länger als zwei Stunden gedauert. Beginn und Ende des Versicherungsschutzes: Der Versicherungsschutz beginnt und endet an der Außentür des Wohngebäudes.” [10] --88.72.111.207 16:49, 10. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das gilt grundsätzlich für Deutschland Deutschland. Der Fragesteller hingegegen ist aus Osterreich Österreich, wo ganz andere Regeln gelten, wobei es schon vorgekommen sein soll, dass österreichische Höchstgerichte Urteile deutschländischer Gerichte für Österreich angenommen haben. --Rôtkæppchen₆₈ 01:08, 11. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ich habe es selber erlebt, dass der Arbeitgeber Privatgeräte ohne Sicherheitsprüfung verboten hat, aber zugleich erlaubte bei der Sicherheitsprüfung ALLE Geräte zu überprüfen, egal wer der Besitzer ist. Der Elektriker kam dann in die Arbeitsräume, hat alles durchgemessen und einen Sticker angebracht. Für so ein dummes Ladegerät war das in 5 Minuten erledigt und alles war gut. Ich schätze mal der AG hat das pauschal bezahlt (oder es war jemand aus dem eigenen Haus) und solche Dinge machen dann keinen Unterschied in der Endrechnung. Egal was da im Kleingedruckten steht, irgendein Trottel bringt immer sein eigenes Ladegerät mit und steckt es hinter dem Schreibtisch ein. Das Verbot von Getränken kann ich gut nachvollziehen. Beispielsweise haben die Beschäftigten in einem Autohaus überall ihre Pappbecher mit Kaffeeresten stehen lassen und alle Appelle doch die eigenen Becher sauber zu entsorgen wurden nicht befolgt. Schließlich musste jeder seinen eigenen Becher mitbringen und durfte ihn nur noch im Pausenraum benutzen und der Automat spuckte keine Becher mehr aus. Für die Verkäufer war das ein Ding, weil sie für Kunden für einen Kaffe immer ihre eigenen Becher vorhalten mussten. Selber schuld kann ich da nur sagen. Genauso nervig waren diese Nespressokapseln, die regelmäßig in die Papierkörbe geworfen wurden und dann das Papierrecycling torpedierten. Idioten, die Kaffee über Computer und Tastaturen leeren etc. Viele von diesen Regelungen haben sich die Arbeitnehmer durch ihre eigne Dummheit selbst zuzuschreiben.--Giftzwerg 88 (Diskussion) 19:13, 12. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ich hab vor mittlerweile 28 Jahren mal eine PATA-Festplatte unter den Wasserhahn gehalten, weil der schusselige Kollege gezuckerten Kaffee in ein Messeausstellungsobjekt (Hannover-Messe 1996) gekippt hatte. Dann war alles gut und das Messeausstellungsobjekt konnte wie geplant vorgeführt werden. --Rôtkæppchen₆₈ 01:47, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Als Besichtigungs- oder als funktionales Objekt? --77.0.7.191 03:36, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Funktional. --Rôtkæppchen₆₈ 22:14, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Apropos Gleichstromgeräte: Natürlich gibts die und man braucht sie in Fahrzeugen, Campinganhängern oder Berghütten, wenn man nur die Fahrzeugbatterie und Solarpanels hat.--Giftzwerg 88 (Diskussion) 19:18, 12. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Mir erschienen nicht-elektrische Geräte in solchen Situationen doch erheblich günstiger. --77.0.7.191 21:14, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Es gibt wohl Nischenmärkte für Gleichstromgrilliergeräte, z.B. LKW-Fahrer oder Automobiltouristen, die sich nicht mit Gasflasche und/oder Holzkohlesack abgeben möchten. --Rôtkæppchen₆₈ 18:31, 14. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Und was fahren die so im Tank oder im Reservekanister spazieren? (Als ein Bekannter von mir sich in sein Auto eine Standheizung einbauen ließ, hatte er sich ernsthaft überlegt, für die einen kleinen Zusatzbehälter für Heizöl einzubauen, weil er es natürlich nicht einsah, für den von der verbrauchten Brennstoff auch noch Mineralölsteuer zu bezahlen.) --77.0.30.70 02:28, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Weder Propan noch Holzkohle. --Rôtkæppchen₆₈ 13:05, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

11. Juni

Ominöser Sendemast

Dieser Mast ist seit einiger Zeit (mehrere Jahre) gibt mir Rätsel auf. An dieser Stelle wird seit längerem die Autobahn und eine Anschlussstelle neu gebaut. Dieser Mast ist mobil und lässt sich als Anhänger verfrachten. Im Container befindet sich die Technik, womöglich auch ein Generator. Was könnte es sein? --Giftzwerg 88 (Diskussion) 17:23, 11. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Vom Aufbau her sieht er aus wie der Mobilfunkmast, der hier im Ort aufgestellt wurde, nachdem das Hochwasser den alten geflutet hat (war es wirklich sinnvoll, sie Base Station 20m neben dem Gewässer zu setzen?). Die Antenne scheint aber von der Größe und Form her eher zu einem WLAN zu passsen, Mobilfunk hat ja gerichtete Segmente. Die Antenne hier ist ein omnidirektionaler Strahler, die Reichweite also begrenzt. Vielleicht der Betriebsfunk/WLAN für die Baustelle?
Wenn die WLAN nutzen und eine SSID aussenden, kannst Du das ja leicht überprüfen mit dem Handy.
Wahrscheinlich steuern SIE damit Eure Gedanken!!! *scnr* Flossenträger 17:48, 11. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ich hab keine Ahnung. Mobilfunk ist es schonmal nicht. Vielleicht ist es Bündelfunk oder BOS-Funk. Wenn es hier niemand weiß, könntest Du bei der Deges anfragen. Das ist ja schließlichen deren Stau- und Baustelle. --Rôtkæppchen₆₈ 18:21, 11. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Die Antenne obendrauf sieht sehr nach BOS- bzw. Digitalfunk aus. --Chianti (Diskussion) 20:05, 11. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
BOS bei einer privaten Baufirma? Kann ich mir nicht so wirklich vorstellen. Flossenträger 20:22, 11. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Theoretisch könnte es Betriebsfunk sein. Allerdings ist ein Mast dieser Größe eher unüblich, solange man nicht über weite Strecken kommunizieren will und ein sehr großes Funknetz betreibt (teilweise bei Stadtwerken oder Verkehrsbetrieben üblich). --188.23.230.195 20:44, 11. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Naja, die Baustelle erstreckt sich zzt. von der Anschlussstelle Sindelfingen-Ost bis zur Anschlussstelle Böblingen-Hulb. Das sind 5,3 km Luftlinie. Ich halte es für möglich, dass dieser Mast stehenbleibt wenn der aktuelle Ausbauabschnitt beendet ist und der nächste Abschnitt Sindelfingen-Ost bis Kreuz Stuttgart 3,5 km Luftlinie in Angriff genommen wird. Der Mast ist auf einem Anhänger mit niederländischem Anhängerkennzeichen montiert. --Rôtkæppchen₆₈ 20:52, 11. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Was mich stutzig macht, ist die Tarnfarbe und die Aufstellung auf einem eingezäunten Gelände an einer schwer einsehbaren Stelle. 48.70354781503884, 9.034918509870145. Das ist kein Polizeigrün und lässt mich eher was Militärisches vermuten. Ein Baustellenfunk scheint es nicht zu geben, habe jedenfalls noch nie jemand damit gesehen. Es sind auch Dutzende von verschiedenen Unternehmen, dazu kommt, dass nicht die vorhandenen Logistikflächen benutzt werden. Das ist ein Privatgelände und sicherlich wird irgendeine Form von Miete dafür bezahlt. --Giftzwerg 88 (Diskussion) 09:31, 12. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Dafür fallen mir aber etliche Gründe ein: "getarnt" damit die Aluhutträger in der Umgebung nicht anfangen zu hyperventilieren, eingezäuntes Gelände als Schutz vor Vandalismus/Diebstahl. Evtl. kriegen sie auch Strom vom Grundstückseigner, da ist eine Linie auf dem Sat.-Bild zu erkennen, die nach unten links verläuft, ein Kabel evtl.? Aber das ist mangels besserer Informationen halt alles Spekulatius. Flossenträger 10:48, 12. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das eingezäunte Gelände ist das Betriebsgelände eines Recyclingunternehmens, das praktischerweise genau neben der Autobahnbaustelle liegt. --Rôtkæppchen₆₈ 13:01, 12. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Es scheint sich um eine mobile Richtfunkantenne für schnelles Internet zu handeln. Hier und hier je ein Bericht bei Verwendung von vermutlich baugleichen Antennen. --Mhunk (Diskussion) 11:03, 12. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Die Form der Antenne passt nicht zu Richtfunk, sondern eher zu BOS-Funk oder Bündelfunk/Betriebsfunk. Wenn ich demnächst da mal in der Nähe bin (beim Elektronikhändler auf der anderen Straßenseite), werde ich versuchen, ein besseres Foto von der Antenne zu machen. --Rôtkæppchen₆₈ 13:08, 12. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Der erste Link von Dir hat die typische "Bratpfanne" für Richtfunk an der Spitze und beim zweiten fehlt der obere Teil mit der Antenne. Antennen in Stabfornm sind Rundstrahler, also das genaue Gegenteil von Richtfunk. Das würde ich ausschließen wollen. Flossenträger 14:25, 12. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ich halte das für einen Lambda/4 Strahler mit drei Reflektoren, was von den Abmessungen zu einer UKW-Antenne passt. Ist das vielleicht ein DAB-Sender? Der Technikcontainer legt jedenfalls nahe, dass da irgendwas mit etwas mehr Elektronikaufwand abgestrahlt wird. Das würde zur Situation passen. Vom Standort ist es jedenfalls möglich in den Lärmschutzdeckel in der Bauphase einzustrahlen. Die Anlage ist temporär und würde bei Fertigstellung dann durch entsprechende dauerhafte Anlagen ersetzt. Was hättest du denn gerne genauer fotografiert? Ich komme ohnehin ab und zu vorbei für die Baustellenfotos.--Giftzwerg 88 (Diskussion) 16:22, 12. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Wenn überhaupt die Antenne (ohne Tele vermutlich nicht machbar), aber anhand eines weißen Stabes mit nicht ermittelbarer Länge (Maßstab fehlt dann ja) bleibt das alles stark im Bereich der Spekulation. Das auszutüfteln macht zwar Spaß, wenn alle etwas beitragen, aber so richtig "Auskunft" ist das jetzt auch nicht. :) Immerhin können wir schon mal Richtfunk und BOS ausschließen. Bleiben nur noch gefühlt eine Mio. Möglichkeiten. ^^ Flossenträger 16:50, 12. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Wenn jemand dort vorbeikommt, dann könnte man auch schauen, ob am Container oder Zaun ein Schild mit Daten des Betreibers angebracht ist. Bei Mobilfunkanlagen ist das oft der Fall. Die Aufschrift 677 lässt vermuten, dass der Betreiber über eine größere Zahl von Sendeanlagen verfügt. --188.23.230.195 17:44, 12. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Die Antenne ist auch bei Google Street View zu erkennen. Es ist eine Groundplane-Antenne ähnlich der in unserem Artikel. Die drei Antennen auf ca. zwei Drittel der Masthöhe könnten aber Mobilfunkantennen sein. --Rôtkæppchen₆₈ 22:52, 12. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Für einen Monopol braucht es aber eine entsprechende Groundplane. Der Mast reicht dafür nicht aus. Flossenträger 23:04, 12. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das sind die drei schräg nach unten zeigenden Radials. --Rôtkæppchen₆₈ 23:22, 12. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Okay... Ich habe zwar keine Ahnung wie du das auf dem Bild erkennen kannst, aber dann ja. Flossenträger 06:03, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ich hab die zwei Fotos von Benutzer:Giftzwerg 88 und die Aufnahme bei Google Street View angeschaut und verglichen. --Rôtkæppchen₆₈ 10:42, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Okay, dann brauche ich wohl eine neue Brille oder müsste die oder den Bildschirm putzen. ^^ Ist aber auch nicht zielführend. Monopol oder Dipol (an der Spitze) ist ja schon recht klar. Flossenträger 13:59, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ich müsste meinen Schlepptop mit SDR# und Welle.io sowie RTL2832U-Stick ausstatten und da mal vorbeischauen. --Rôtkæppchen₆₈ 19:46, 12. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Selbstantwort: SDR# crasht auf dem Laptop, Welle.io funzt. Es liegt also nicht am Treiber. Auf zwei meiner Androiden (Samsung Galaxy Tab A7 10.4 2020 und Samsung Galaxy XCover 7) läuft SDR++ mit beiden meiner zwei RTL2832U-Sticks. Ich werde also nur einen RTLSDR-Stick, einen USB-C-auf-USB-A-Adapter und eine Stabantenne im Gepäck haben. Das Handy ist so oder so am Mann. --Rôtkæppchen₆₈ 00:51, 14. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Auch wenn Vermessung heute weitgehend über GPS geschieht, sind Genauigkeitsanforderungen von Großbaustellungen damit nicht erfüllbar. Es ist denkbar, daß das ein trigonometrischer Punkt ist. --Ralf Roletschek (Diskussion) 20:39, 12. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Siehe Differential Global Positioning System. --BlackEyedLion (Diskussion) 20:52, 12. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Mit einem großen Technikcontainer daneben? Und auf einem Mast, der im Wind vermutlich um ein paar Dezimeter schwankt? Eher unwahrscheinlich. --217.149.165.44 08:19, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das nächste Differential Global Positioning System nach meinem Wissen befindet sich in Böblingen am Ufer des Unteren Sees, 2,8 km entfernt. Das ist eins von den weißem runden Teilen und ist betoniert. Mobiler Mast verträgt sich nicht mit diesem Einsatzzweck nach meiner Ansicht, falls das irgendwie zur Frage was beiträgt.--Giftzwerg 88 (Diskussion) 09:32, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Apropos ich habe natürlich auch nach irgendwelchen Hinweisen auf dem Container gesucht, aber Nada, dazu wird erschwert, dass dort viel Gestrüpp die Sicht verdeckt. Die Fotos dazu sind in c:Category:Tilsiter Straße (Sindelfingen) zu finden.--Giftzwerg 88 (Diskussion) 11:22, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Neuer, aber erfolgloser Ansatz...
in der EMF-Karte (Tilsiter Str. Sindelfingen) sind mehrere Standorte verzeichnet, aber just an dem Punkt ist nichts (also keine von der BNEtzA genehmigte Anlage, soweit ich das verstehe). Damit würde ich Mobilfunk erst mal ausschließen, da es offenbar keine entsprechende Lizenz gibt. Bleiben noch Anwendungen mit Allgemeinzuteilung (WLAN & Co.). Flossenträger 14:05, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das KFZ-Kennzeichen am Anhänger ist vom Kreis Wiedenbrück, welches schon seit 1972 nicht mehr ausgegeben wird. TV im Kennzeichen könnte für den WDR als Eigentümer stehen? --188.23.230.195 14:13, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das sieht nicht nach einem deutschen Kennzeichen aus. --Magnus (Diskussion) 14:41, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Es dürfte sich nach einiger Recherche um ein niederländisches Anhängerkennzeichen ab 2000 handeln. --188.23.230.195 15:38, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das ist offensichtlich (2 Trennungen!) kein deutsches Kennzeichen, sondern wie oben geschrieben ein niederländisches Anhängerkennzeichen. --Rôtkæppchen₆₈ 16:23, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

{{Nicht archivieren|1=Rôtkæppchen₆₈ hat es geschafft, SDR++ auf seinem Handy zu installieren und wird am Wochenende dem Mast mal einen Besuch abstatten. --Rôtkæppchen₆₈ 23:53, 13. Jun. 2024 (CEST)}}Beantworten

Ich habe leider nichts weiteres herausfinden können. SDR++ auf dem winzigen Handybildschirm ist eine Qual, weil ein Teil der Bedienelemente nur im Hochformat zugänglich ist, ein anderer Teil nur im Querformat. Dann hab ich noch das Anschlusskabel meines RTLSDR-Sticks geschrottet. Der Parkplatz F2 des Einkaufszentrums und die nördliche Fahrbahn der im Umbau befindlichen Anschlussstelle Böblingen Ost sind mit Baumaterial, -maschinen und -container vollgestellt. --Rôtkæppchen₆₈ 22:02, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ja, ich kenne das Problem. Inzwischen kenne ich auch die ganzen Schlupflöcher, wie man um die Zäune herumkommt und sich "zufällig" auf die Baustelle verirrt. Ich gehe meistens am Wochenende auf die Fotopirsch, solange kein Betrieb ist, dann kommt auch kein Bauleiter etc. um mit mir den Sinn oder Unsinn von Fotos und Genehmigungen zu diskutieren. Außerdem kommt man dann auch nicht mit dem ganzen Baustellenbetrieb in Konflikt. Es dürften inzwischen so circa 3000 Fotos von den Baustellen sein. Die Filmgenehmigung zu bekommen ist ungefähr so einfach wie der Bauantrag für ein Kernkraftwerk. Dann bleibt mir eigentlich nur noch mich zu Bedanken für alle die Bemühungen mehr herauszufinden. Vielleicht gehe ich auch noch zu dem genannten Recycling-Betrieb und frage die mal, ob sie was über den Masten herauslassen können. --Giftzwerg 88 (Diskussion) 19:41, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Solange Du über oder durch den Zaun fotografierst, können die Dir nichts, wg. Panoramafreiheit. Ich empfand den Zaun aber als lückenhaft, sodass unklar ist, ob die Baustelle wirklich eingefriedet ist. --Rôtkæppchen₆₈ 22:23, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

12. Juni

Richtlinie für Stadtratsgröße

Mir fiel das exemplarisch zwischen Leipzig und K´lautern auf. Der Leipziger Stadtrat hat 70 Sitze, der Lautrer 58. Leipzig hat sechs mal soviel Einwohner wie Lautern.... Da hinkt so bissl mein Demokratieverständnis, wenn andererseits ständig Landtagswahlkreise im Zuschnitt geändert werden, damit pro Wahlkreis eine halbwegs vergleichbare Zahl an Wahlberechtigten erreicht wird. Der Kostenfaktor ist natürlich nicht zu bestreiten, aber gibt es tatsächlich Größenbeschränkungen von Kommunalparlamenten? --scif (Diskussion) 19:18, 12. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Das Kommunalrecht ist Ländersache. Die Regelung in NRW findet sich beispielsweise hier: Kommunalwahlrecht (Nordrhein-Westfalen). Antwort: Ja, das ist geregelt.--Vertigo Man-iac (Diskussion) 19:29, 12. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Weder Leipzig, noch K-Town liegen in DE-NW. Vielleicht ist hier das sächsische und rheinland-pfälzische Kommunalwahlrecht maßgebend, wo es aber bestimmt ähnliche Regelungen gibt. --Rôtkæppchen₆₈ 01:27, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das regelt tatsächlich jedes Bundesland selbst. Das meines Wissens größte Stadtparlament (ohne die Stadtstaaten) ist die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung mit 93 Sitzen. Gäbe es im Land Hessen eine Millionenstadt, hätte diese hypothetische Stadt übrigens eine Stadtverordnetenversammlung mit 105 Sitzen, dieser Fall ist aber bislang in der Geschichte noch nie eingetreten. --2A02:908:122:55C0:468A:5BFF:FECC:62BA 02:08, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Der Zuschnitt der Landtagswahlkreise ist damit nicht vergleichbar. Dort geht es darum, dass (anders als im EU-Parlament) jede Wählerstimme etwa gleich viel zählt. (Und je nach Wahlrecht auch darum, dass die Listenkandidaten gleiche Chancen haben, wenn landesweit Sitze über die absolute Anzahl der Stimmen im Wahlkreis vergeben werden.) Die bloße Anzahl der Abgeordneten ist hingegen mehr eine Kostenfrage und hat mit der Chancengleichheit der Wähler oder Kandidaten nichts zu tun. --37.49.31.151 08:45, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Abgesehen von den Unterschieden zwischen den Ländern macht für die Größe der Stadt- und Gemeinderäte ein grob logarithmisches Verhältnis (zu welcher Basis auch immer) zur Bevölkerungszahl deutlich mehr Sinn als ein direkt proportionales. Ansonsten hätten, gemessen an Leipzig, Gemeinden mit weniger als 10000 Einwohnern Anspruch auf weniger als ein Stadtratsmitglied (oder der Leipziger Stadtrat müsste in monströse Größenordnungen aufgebläht werden). Mein Demokratieverständnis sagt eher, dass die Hürde für eine Liste, im Ortsparlament vertreten zu sein, nicht allzu hoch liegen sollte, als beispielsweise nicht über 5%, außer bei recht kleinen Gemeinden (und natülich dörflichen Ortsbeiräten). Fürs untere Ende der Skala hier mal zwei Faktenstücke - in manchen Bundesländern gibt noch noch sehr kleine Gemeinden. Die kleinste Gemeinde in Bayern ist Chiemsee (Gemeinde) und hat acht Gemeinderatsmitglieder bei 220 Einwohnern. Was die Kostenberechnung anbetrifft, so wird diese auch unabhängig von der Stadt/Gemeinderatsgröße variieren, da der Stadt- und Gemeinderat ja üblicherweise ehrenamtlich arbeitet und lediglich regional oder lokal unterschiedliche Kostenpauschalen erhält. -- 79.91.113.116 12:49, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Auch wenn bei der Kommunalwahl für Listen gestimmt werden kann oder wahlweise auch für die einzelnen Kandidaten(m/w/d) der Listen, werden die Stimmen immer personenbezogen ausgewertet. Wenn der Wähler(m/w/d) für eine bestimmte Liste stimmt, bekommt jeder Kandidat(m/w/d) auf der Liste 1 Stimme. Die Anzahl Sitze im Ortschaftsrat/Gemeinderat/Kreistag/Regionalparlament ist vorher festgelegt und so sind diejenigen Kandidaten(m/w/d) gewählt, die die meisten Stimmen bekommen haben, ohne Quorum oder Fünfprozenthürde. --Rôtkæppchen₆₈ 13:51, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das ist aber nicht in jedem Bundesland so. Im Süden Deutschlands eher. Und oft ist es ein zweistufiger Prozess, in dem erst einer Liste die Anzahl der Mandate zugeordnet wird und dann erst innerhalb der Liste die Kandidaten nach Stimmenanzahl geordnet werden. -- 79.91.113.116 13:56, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Gern nochmal: Mir geht es auch nicht um Chancengleichheit der Wähler. Statistisch gesehen kommen auf einen Stadtrat in L wesentlich mehr Wähler als in KL, ist da eine überall ähnliche Interessenvertretung gewährleistet? Oder ist das zu naiv gedacht? --scif (Diskussion) 17:39, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das ist dir doch jetzt mehrfach geschrieben worden. L und K ist Äpfel und Birnen, da zwei Bundesländer. Es geht aber im Prinzip drum, dass einerseits genügend Leute drin sind, um sinnvoll arbeiten zu können (Vertreter aller größeren Wählerineressen) und nicht zu viele, damit es nicht unübersichtlichm wird. Deshalb bei kleinen Orten im Verhältnis viel mehr Vertreter. Das sind alles immer Kompromisse, ansonsten halt direkte Demokratie, aber die Hunderttausend (oder mehr bei Berlin) auf einem Festplatz garantieren auch keine gute Interessenvertretung. --Hachinger62 (Diskussion) 18:26, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das Bundesland ist doch vollkommen wurscht, wenn es um rein mathematische Verhältnisse geht. aber die Hunderttausend (oder mehr bei Berlin) auf einem Festplatz garantieren auch keine gute Interessenvertretung. Den Satz verstehe ich erstmal nicht und zweitens sollten es doch letztlich mehr Stadträte sein. In L vertritt ein Stadtrat über 8.000 Einwohner, in Lautern 1.700... --scif (Diskussion) 19:07, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ein Problem wird es erst, wenn innerhalb der gleichen Gemeinde der Vertreter eines Wahlbezirks deutlich mehr Wähler vertritt als ein anderer Vertreter. Ob das überhaupt der Fall ist, hängt aber davon ab, ob das Ratsmitglied "allgemein" gewählt ist oder für einen bestimmten Wahlbezirk. In NRW gibt es doppelt so viele Ratsmitglieder wie Wahlbezirke. Wie bei der Bundestagswahl wird die Hälfte über den Wahlbezirk gewählt, die andere Hälfte über die Liste. Da ist es wichtig, dass die Wahlbezirke vergleichbar groß sind, damit jeder Bezirk angemessen vertreten ist. Dass in L ein Ratsmitglied mehr Bürger vertritt als in KL ist dagegen komplett irrelevant, weil in L keine Entscheidungen für KL getroffen werden oder umgekehrt.--Vertigo Man-iac (Diskussion) 19:22, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Dass in L ein Ratsmitglied mehr Bürger vertritt als in KL ist dagegen komplett irrelevant, weil in L keine Entscheidungen für KL getroffen werden oder umgekehrt Das sind Schlußfolgerungen, die mir zeigen, dass du meine Frage gar nicht verstanden hast. --scif (Diskussion) 12:39, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Solche Parlamente müssen eine gewisse Grösse haben, will man auch Minderheiten ausreichend vertreten drin haben. Ausschlaggebend dafür sind aber immer Prozente, und sie hängen nicht an der Gesamtbevölkerungszahl. Eine Kleinstadt muss vielleicht weniger Rücksicht auf die Quartiere nehmen, ansonsten unterscheidet sich die Städte nicht wirklich. Denn für Abbildung des Bevölkerungsmischung ist es viel wichtiger, wie viele Stimmprozente es pro Sitz braucht. Und dafür ist ausschlaggebend wie gewählt wird. Werden alle Sitze durch alle Stimmbürger besetzt, oder gibt es Wahlkreise -das heisst der Einzelne kann nur eine Teil des Parlaments wählen-, im ersten Fall kann es kleiner sein als im zweiten. Aber eben auch da es kommt auf die Anzahl Wahlkreise und deren Grösse (Sitz bezogen) an. Denn der schlechteste Fall bei Wahlkreisen wäre ja, wenn es in einem auf ein „der Gewinner kriegt alles“ hinaus läuft, weil im einem Wahlkreis zu wenig Sitz vergeben werden. Lesetipp hierzu Gerrymandering. Aber grundsätzlich muss da auch beachtet werden nach welchem Modus (Mehrheit- vs Verhältniswahl) und auch wie die Wahllisten aufgebaut sind. Und da Kommunalrecht in Deutschland Landessache ist muss, man aufpassen, dass man nicht einen Apfel-Birnenvergleich zustande bringt. --Bobo11 (Diskussion) 19:05, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
In deutschen Parlamenten gibt es aber auf keiner Ebene eine Mehrheitswahl (abgesehen von dem Phänomen der Erst- und Zweitstimme auf Bundes- und teilweise Landesebene, das aber effektiv auch eine proportionale Mandatsverteilung beinhaltet). -- 79.91.113.116 (ohne (gültigen) Zeitstempel signierter Beitrag von 79.91.113.116 (Diskussion) 19:16, 13. Jun. 2024 (CEST))Beantworten
In rheinland-pfälzischen Kommunalparlamenten gibt es eine Mehrheitswahl, wenn keine oder nur eine einzige Partei sich zur Wahl stellt. --2A02:908:122:55C0:468A:5BFF:FECC:62BA 13:17, 14. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

13. Juni

Wie kann man Float-Glas von vorgespanntem TVG/ESG-Glas unterscheiden?

Die Prüfung soll zerstörungsfrei erfolgen. Ein optisches Merkmal ist die grüne Schnittkante, sie ist aber wohl nicht eindeutig. Es soll eine dunkle Karte/Folie geben, von denen man zwei Karten ("ESG-Tester") irgendwie an die Glas-Ecke hält und dann irgendwie erkennen kann, ob das Glas vorgespannt ist oder nicht. Wie nennt man dieses Karten? Wie funktionieren sie?
Hintergrund: Im Glascontainer auf dem Wertstoffhof gibt es viele noch gut brauchbare Reststücke. Je nach Anwendung braucht man aber Float-Glas oder TVG/ESG-Glas und müsste das vor Ort entscheiden können. Die meisten Gläser waren ursprünglich an den Kanten gestempelt, aber dieser Stempel wurde vor der Verwendung natürlich entfernt. Gruss, --Markus (Diskussion) 17:34, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Die Spannungen im Glas erkennt man mit einem Polarisationsfilter. Ob als Folie oder aus Glas ist egal. --2.175.229.68 17:50, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Jup - Polarisationsfilter ist die Lösung! Danke für den Link zum ersten Abschnitt, dort ein Hinweis auf Spannungsoptik (ist aber für Laien nicht verständlich, und schon gar nicht so, dass man daraus die Funktionsweise ableiten könnte). Hier ist ein teures Gerät beschrieben, incl. vier Bildern zur Anwendung. Ich vermute, das geht auch deutlich kostengünstiger...
  • Wie müssen die beiden Polarisationsfilter zueinander ausgerichtet sein, damit sie die gewünschte Wirkung zeigen?
    (oder braucht man nur einen? un die Ausrichtung ist dann egal?)
  • Im Web finde ich preiswerte (10€) Folien als Bildschirm-Filter, aber die sind nur 0,2 bis 0,4mm dick. Wie könnte man diese "verstärken"? oder gibt es preiswerte dickere? Gruss, --Markus (Diskussion) 19:14, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ich weiß, dass man Spannungen z.B. in einer PKW-Scheibe auch mit einem einzelnen Polfilter erkennt. Die Methode mit zwei Filtern ist vermutlich deutlicher, habe ich selbst aber nie gemacht. Die Ausrichtung musst Du ausprobieren oder Seiten suchen, die das genau erklären. Die günstigen, dünnen Folien dürften reichen. Falls Du Polfilter für Kameras kaufst: achte darauf, das Du keine Zirkular-Polfilter erwischt. Andere wird man aber kaum noch bekommen, denn für Digitalkameras braucht man die. Vielleicht findet man die noch auf Flohmärkten. Zirkular-Polfilter müssten zwar auch funktionieren, aber nur wenn Du richtig herum durchschaust. Mit zwei Filtern hintereinander gäbe es von vier Möglichkeiten nur eine, die auch funktioniert. ;-) --2.175.229.68 20:01, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Bei manchen LCD-Displays lassen sich die Polfilterfolien ausbauen. Wenn Du dann eine vor, die andere hinter das Glas legst, solltest Du bei der richtigen Drehung zueinander (ausprobieren) die Spannungsmuster sehen. Wenn Dein Display nur eine Folie spendet (z.B. ältere Casio-Taschenrechner), kannst Du die auch in zwei Teile schneiden. --Rôtkæppchen₆₈ 22:03, 13. Jun. 2024 (CEST) Evtl funktioniert es auch mit einem Spiegel statt zweiter Polfilterfolie. --Rôtkæppchen₆₈ 22:42, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Jup - die Displayfolien werde ich mal ausprobieren, werde mal welche suchen. Schade, dass man hier das Ergebnis berichten kann, da der Thread nach einigen Tagen im Archiv landet... Gruss, --Markus (Diskussion) 12:03, 14. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Mach halt einen {{Nicht archivieren}}-Baustein in Deinen Abschnitt, so wie ich es beim Funkmast gemacht habe. --Rôtkæppchen₆₈ 18:24, 14. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Manchmal erlaube ich mir - wenn ich zulange brauche - auch eine nachträgliche Ergänzung im Archiv... ("Nicht archivieren" würde ich peinlicherweise vermutlich zu oft übersehen) Gruss, --Markus (Diskussion) 10:30, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Es sollte imho mit einer zweiten ESG-Scheibe funtionieren, man sollte dann ein Interferenzmuster sehen. --Hareinhardt (Diskussion) 21:41, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Du meinst: Wenn man eine (1!) ESG-Scheibe vor ein vorgespanntes Glas hält, sieht man Interferenzmuster? Und eine ESG-Scheibe vor einem Float-Glas ergibt kein Interferenzmuster? Jetzt müsste ich nur noch eine Scheibe haben, von der ich sicher weiss, dass sie ESG ist... Woran erkennt man ESG? Gruss, --Markus (Diskussion) 12:05, 14. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
ESG ist durch die Spannungen zwar optisch aktiv, aber mangels Vorzugsrichtung polarisiert es das Licht nicht. Deswegen erwarte ich keinen sichbaren Effekt. --Rôtkæppchen₆₈ 18:22, 14. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Urbi et orbi

In welchem liturgischem Buch findet sich der Text des Urbi et orbi? Oder ist das in Anbetracht der Tatsache, dass dieser Segen ohnehin nur vom Papst gespendet wird, ein Spezialfall, der gar nicht in liturgischen Büchern abgedruckt ist? --132.230.196.144 20:06, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Ich würde im Caeremoniale Episcoporum nachlesen. Das scheint es aber online nicht zu geben. Siehe auch https://www.herder.de/gd/lexikon/apostolischer-segen/ und https://www.kathpedia.de/index.php?title=Caeremoniale_episcoporum. Der Segen gehört zu den Apostolischen Segen. --BlackEyedLion (Diskussion) 22:25, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Hier zum Beispiel. --Heletz (Diskussion) 06:20, 14. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Laut Caeremoniale Episcoporum enthält das Buch nur Rubriken, kann also nicht die Quelle sein. Und tatsächlich finde ich in der englische Übersetzung auch nichts dergleichen. (Und ja, den Text findet man natürlich problemlos, um den geht es mir aber nicht, es geht um die Quelle.) --132.230.196.147 20:05, 14. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Urbi et orbi hat weniger mit Liturgie zu tun, es stammt aus dem Kirchenrecht. Es ist eine Art der Kundmachung von päpstlichen Anordnungen, siehe "Promulgation or Publication" in der "en:Cyclopædia of Biblical, Theological and Ecclesiastical Literature" (enwiki-Links sind mal wieder kaputt): ... Afterwards the custom prevailed of publishing the general prescriptions of the papal see only at Rome, in acie campi Florae, and of posting them at the door of the Vatican. Thus the principle was adopted, publicatio Urbi et Orbi, which was acknowledged without contest until the 17th century. Die Catholic Encyclopedia ist diesbezüglich etwas knapp: "Urbi et Orbi". --El Cazangero (Diskussion) 01:26, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ich vermute inzwischen, dass das maßgebliche liturgische Buch schlicht und ergreifend noch immer das alte Pontificale Romanum von vor der Liturgiereform ist. --132.230.196.147 19:40, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Es gibt auf der ganzen Welt nur einen Liturgen, der diese Worte spricht, ist sozusagen Teil der Arbeitsplatzbeschreibung. Nicht mal eine Urlaubsvertretung gibts. Es macht wenig Sinn, das neu zu drucken, zumal sich nichts geändert hat. Der Liturg liest diese Worte nicht vor, sondern kennt sie auswendig, nimmt aber bei der Verlesung der Ostergrüße dann eine vorformulierte Liste, die auch nicht im Buch zu finden ist.--Giftzwerg 88 (Diskussion) 21:01, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Metalle bei Zimmertemperatur verdampfen

Oben hat eine 77er IP unwidersprochen geschrieben: Von einer sauberen Metalloberfläche im Vakuum dampfen ständig einzelne Atome ab.

Stimmt das tatsaechlich, und zwar auch dann, wenn man von der Schmelz- oder gar Verdampfungstemperatur weit entfernt ist, wie etwa bei Eisen und Zimmertemperatur ?

Ich haette erwartet, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein einzelnes Atom zufaellig so viel Energie erhaelt, dass es sich aus der Bindung im Metallgitter loesen kann, exponentiell mit dem Abstand zur Schmelztemperatur sinkt und deshalb auch fuer alle Oberflaechenatome eines grossen Eisenstuecks zusammengenommen insgesamt vernachlaessigbar klein wird, so dass auch ueber lange Zeitraeume statistisch kein einziges Eisenatom verdampfen kann. -- Juergen 87.122.235.144 22:19, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Unser Artikel Dampfdruck geht zwar von einer flüssigen Phase aus, Feststoffe können jedoch auch ohne vorheriges Schmelzen durch Sublimation in den gasförmigen Zustand übergehen und mit dem Feststoff ein temperaturabhängiges Gleichgewicht eingehen, wobei sich ein Sättigungspartialdruck einstellt. Praktisch wird dieser Effekt z.B. bei der Herstellung von Rettungsdecken oder Taschenlampenreflektoren ausgenutzt. --Rôtkæppchen₆₈ 23:04, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Beim Thermischen Verdampfen und bei der physikalischen Gasphasenabscheidung wird das aufzutragende Material aber erwärmt. Die Frage ist für mich, wie groß die Gitterenergie von Eisen ist im Vergleich zur kinetischen Energie bei Zimmertemperatur. --BlackEyedLion (Diskussion) 23:12, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Oben steht auch: "unwägbar wenig". Du schreibst erst "vernachlaessigbar klein", das ist nicht dasselbe wie Deine Folgerung "statistisch kein einziges Eisenatom". Beachte auch, daß bei sehr geringem Druck die Schmelztemperatur sinkt, s. Datei:Pure iron phase diagram (DE).svg. Selbst die von Dir postulierte exponentiell sinkende Wahrscheinlichkeit wird also nicht unendlich klein, Null wird sie bei der Exponentialfunktion überhaupt nicht. Bei der Menge an Atomen, die z.B. in 1 g Eisen sind, kann es auch bei sehr, sehr geringer Wahrscheinlichkeit immer einzelne geben, die aus der Reihe tanzen. 62.157.8.35 23:09, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Es kommt natürlich auch auf das betrachtete Metall an. Bei Caesium werden bei Zimmertemperatur und Normaldruck, aber unter Schutzgas, wahrscheinlich mehr Atome absublimieren als bei Wolfram. --Rôtkæppchen₆₈ 23:48, 13. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das ganze ist vor allem auch stark temperaturabhängig. Am absoluten Nullpunkt verschwindet der Dampfdruck komplett, da sublimiert nichts mehr. Inwieweit Beleuchtung eine Rolle spielt, weiß ich nicht so recht: An sich müßte die Quantenenergie eines Photons größer als die Bindungsenergie eines Atoms an der Kristalloberfläche sein, um es "in die Umlaufbahn zu schießen". Nur könnte ein bestimmtes Atom durch eine zufällige statistische Überlagerung von Phononen schon "angezählt" sein und ihm so ein kleines "rotes" Photon dann doch den Rest geben. (Die Bindungsenergie sollte sich eigentlich aus den Schmelz- bzw. Siedetemperaturen abschätzen lassen. Bei höherschmelzenden Stoffen braucht man aber wahrscheinlich ziemlich harte Strahlung von über 100 eV für merkliche Photoerosion. Das ist übrigens etwas anderes, als die Oberfläche einfach mit Licht thermisch aufzuheizen.) Manche Sachen stehen auch einfach so unwidersprochen in den Büchern, z. B. daß es an Kontaktstellen von Metallen bei Stromdurchfluß nicht zu Werkstoffwanderungen kommt. Ist das wirklich so? --77.0.7.191 03:15, 14. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Mit "vernachlaessigbar klein" meinte ich, dass die die Zahl der Nullen hinter dem Komma (fuer die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmtes Atom in einer Sekunde abdampft), wahrscheinlich sehr viel groesser ist als die Stellenzahl der Anzahl der Atome und der Anzahl der Sekunden zusammengenommen (also multipliziert). Aber die konkrete Funktion fuer die statistische Energieverteilung der thermischen Schwingungen einzelner Teilchen fehlt mir, so dass ich es nicht nachrechnen kann. -- Juergen 185.205.124.236 15:10, 14. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Quecksilber hat einen Dampfdruck von 0,163 Pa bei 293 K, verdampft also merklich. Allerdings ist das eine Ausnahme, die meisten Metalle haben einen Dampfdruck der bei Raumtemperatur nicht, messbar ist. (nicht signierter Beitrag von Elrond (Diskussion | Beiträge) 00:34, 14. Jun. 2024 (CEST))Beantworten

Ich habe Quecksilber bei meiner Antwort ausgenommen, da es bekanntermaßen schon bei Raumtemperatur einen merklichen Dampfdruck hat, also sehr viel schneller verdampft, als Caesium sublimiert. --Rôtkæppchen₆₈ 00:40, 14. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Gibt es keine theoretischen Modelle für die Temperaturabhängigkeit von Dampfdrücken? --77.0.30.70 03:18, 14. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Unser Artikel Sättigungsdampfdruck behandelt hauptsächlich empirische Formeln und Näherungslösungen. --Rôtkæppchen₆₈ 09:16, 14. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Da gäbe es die Lee-Kesler-Methode und die Ambrose-Walton-Methode. Allerdings bin ich weder Physiker noch Physikichemiker und habe mich mit diesen Gleichungen nie probiert. Selbst für Wolfram sind die Kritischen Daten zumindest grob bekannt (Tc = (13400 ± 1400) K, pc = (3370 ± 850) bar, vc = (43 ± 4) cm3/mol) --Elrond (Diskussion) 10:36, 14. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Nach meinem Gefuehl geht es hier aber gar nicht um den Dampfdruck, weil dessen Erreichen (unabhaengig von dessen Groesse) vermutlich eben dadurch unendlich lange dauern wuerde, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Metallatom weit unterhalb der Schmelztemperatur die Bindungsenergie des Metallgitters ueberwinden kann, astronomisch gering ist: Auch dann, wenn freie Metallatome vielleicht sehr lange frei im Vakuum neben einem Metallstueck herumschweben koennten, so dass ein einmal entstandener Metalldampf vielleicht tatsaechlich in einem stabilen Gleichgewicht mit der festen Phase stehen koennte, bleibt die Frage, ob er in der Praxis ueberhaupt erst entstehen kann oder eben nicht, jedenfalls nicht in menschlichen Zeitraeumen. -- Juergen 185.205.124.236 15:25, 14. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Dass Verdampfen von Metallen, auch von hochschmelzenden, ein Thema ist, sieht man daran, dass Glühlampen durchbrennen. Aus diesem Grund war in einem Lampenkolben auch kein Vakuum, sondern eine Argonatmosphäre, die dieses Verdampfen verlangsamen sollte. Dummerweise kam es so aber zu einer größeren Wärmeabfuhr durch Konvektion und entsprechender Senkung der Effizienz. In speziellen Glühlampen wurde daher auch Krypton oder Xenon als Schutzgas verwendet, was aber nicht mit Xenonlicht zu verwechseln ist. --Elrond (Diskussion) 16:27, 14. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Aber bei Gluehbirnen ist die Temperatur gerade nicht mehr, wie in dieser Frage, weit von der Schmelztemperatur entfernt - mir scheint der Einwand daher unpassend. -- Juergen 185.205.124.236 00:07, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Als im Unterricht der Technischen Chemie vor über 36 Jahren der auch bei tiefsten Temperaturen nicht verschwindende Dampfdruck behandelt wurde, hab ich mir immer verdampftes Holz vorzustellen versucht, leider erfolglos. --Rôtkæppchen₆₈ 01:06, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

14. Juni

Heizöl andicken?

Ich denke gerade über kostengünstige Alternativen zu Brennpastekochern nach. Feuerdosen sind nicht schlecht (und ich verstehe wirklich nicht, warum das Militär die nicht an die Truppe ausgibt: die sind leichter und billiger als Brennpaste), aber noch billiger als Paraffin wäre Heizöl, bei annähernd gleichem Brennwert. Wäre eine Alternative zu Brennpaste nicht, einen Teig aus Sägemehl und Heizöl zu verwenden? Gegenüber ungebundenen Flüssigbrennstoffen hätte das auch den Vorteil, daß die Schweinerei nicht ausläuft, wenn der Brenner mal umkippt. Oder funktioniert das aus irgendeinem Grund nicht? Wie sehr das rußt, ist dann noch die Frage. An sich könnte man die Brennerdosen auch doppelwandig als TLUDs herstellen, dann sollte das Holz-Heizöl-Zeugs sauber und rauch- und rußarm verbrennen. (Für "kompliziertere" Kocher könnte es Nachfülleinheiten, bestehend aus in Plastik eingeschweißten Sägemehl-Heizöl-"Tabletten", geben.) Gut, die Dosen werden dann schwerer und nehmen mehr Platz weg, was beim Militär ein KO-Kriterium sein könnte. - Ich glaube, ich werde das mal mit meinem Holzvergaser-Campingkocher ausprobieren. --77.0.30.70 04:00, 14. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Wenn Holz oder andere poröse Feststoffe genutzt würden, käme es zu einem Dochteffekt und einer damit verbundenen größeren Verdunstung. Das wiederum erhöht die Brandgefahr und die Gefahr, dass die Masse an Brennstoff verliert und im Einsatzfall nicht funktioniert. Lässt sich übrigens gut mit Hausmitteln nachstellen. Nimm ein offenes Gefäß und fülle Diesel oder Heizöl ein. Versuche das, mit einem Streichholz, einem Feuerzeug oder einer Lötlampe zu entzünden. Mit der Lötlampe geht es dann, aber erst, wenn man den Brennstoff ordentlich erhitz hat. Dann lass es wieder abkühlen, gib Katzenstreu dazu, rühre es gut um. Das lässt sich sofort mit einem Streichholz anzünden, weil auch bei Raumtemperatur durch besagtem Dochteffekt genug Brennstoff verdampft.
Wenn es denn verdickt werden soll, wäre wohl ein Verdickungsmittel oder Geliermittel besser geeignet. Allerdings vermute ich dass, wenn es denn praktikabel wäre, es von anderen längst erfunden worden wäre. Napalm wäre ein Beispiel --Elrond (Diskussion) 09:08, 14. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Äh, das ist das Funktionsprinzip der Feuerdose, daß die Pappe als Dochtmaterial wirkt. Das funktioniert mit Wachs bzw. Paraffin genauso wie mit Öl. Der Unterschied ist halt, daß sich das Wachs im kalten Zustand verfestigt, während Öl flüssig bleibt. (Zugegeben, wenn man nach einiger Betriebszeit ein Teelicht oder eine Feuerdose mit Paraffin umschmeißt, läuft der dann flüssige Brennstoff auch aus, was auch mit einer ziemlichen Brandgefahr einhergeht. Insofern ist ein "Verdicker" gar nicht so entscheidend. Die Dose muß eben bei Nichtbenutzung luftdicht verschlossen werden, oder besser wird das restliche Öl nach Benutzung in einen Vorratsbehälter zurückgefüllt.) Was ist der Unterschied zwischen Brennpaste und Öl- bzw. Paraffinkochern? Brennpaste braucht keinen Docht, weil der Alkohol ein leichtflüchtiger Brennstoff ist. Wahrscheinlich wird die Dose auch nicht heiß, weil der Alkoholdampf nur oberhalb der höheren Konzentration brennt, nicht aber direkt an der Oberfläche. Bleibt Brennpaste auch bei erhöhten Temperaturen hochviskos bzw. rheopex oder verflüssigt sich die auch? Meine Vorstellung war jedenfalls, daß das Sägemehl einen einigermaßen stabilen porösen Preßling bildet, der die Flüssigkeit auch gekippt und bei höheren Temperaturen festhält (was Wellpappe nicht tut) und dadurch ein Auslaufen auch beim Umkippen verhindert. Gelbildner: Der ist wahrscheinlich teuer und "Ballast", während Sägemehl selbst ein billiger Brennstoff ist. (Der Nachteil von Sägemehl ist die niedrigere gravimetrische Energiedichte. Andererseits macht das Sägemehl aber auch nur den kleineren Anteil an der Füllung aus.) Und ja, man muß die Dose mit der öligen Füllung bei Nichtgebrauch luftdicht verschließen. --77.0.30.70 10:51, 14. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Gelbildner werden in recht geringer Konzentration verwendet und wenn es organische sind, verbrennen die auch. Sägemehl kriegst Du auch nicht kostenlos. --Elrond (Diskussion) 11:02, 14. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Hm. Man muß wohl zwischen industriellen und DIY-Verfahren unterscheiden. Gelbildner gibt es weder in der Drogerie noch im Supermarkt, aber Sägemehl praktisch "an jeder Ecke" - richtig teuer ist das vermutlich nicht. Ich sah mal ein Video von einem Brennpastendosennachfüller, der Spiritus mit selbstgeschabten Seifenflocken kochte - so richtig hat sich mir der Sinn nicht erschlossen, weil man Brennpaste schließlich auch einfach in Plastikflaschen kaufen kann - aber das wäre dann ein "selbstgemachter Gelbildner". Ob das auch mit Heizöl funktioniert, weiß ich nicht, glaube ich aber nicht. (Napalm kann man als Zivilist wahrscheinlich nicht fertig kaufen, es wäre wohl auch ziemlich teuer. Aber das ginge ohnehin in Richtung industrielles Produkt. Und wenn etwas neuentwickelt werden müßte, würde man wohl nicht von "Bastellösungen" ausgehen, sondern gleich eine optimale Gesamtlösung anstreben. Wobei: Soldat erhält vom Versorgungs-Uffz ein relativ kleines Döschen Heizöl-Gel-Brennpaste sowie als Verbrauchsmaterial ohne Nachweis ein Tütchen Zauberpulver, und im Feld kann man einen Schluck Dieselkraftstoff nachfüllen, der mit dem Pulver verrührt wird, doch gar nicht so blöd wäre. Und beides - außer dem Heizöl, das kann man aus der Heizung abzapfen oder an der Tanke kaufen - könnte es auch beim Discounter geben.) --77.0.54.75 22:07, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Bei einer Heizöl-Holzmehl-Mischung käme es zu unvollständiger Verennung und starker Verkokung. Vor dem Nachfüllen des Brenners müsste erst einmal die Holzkohle entfernt werden. Als „Kompo-Öllicht“ verkaufte Grablichter enthalten als Brennstoff eine Mischung aus festen und flüssigen Kohlenwasserstoffen, also so etwas wie eingedicktes Heizöl. --Rôtkæppchen₆₈ 10:38, 14. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Sind die pro kWh teurer oder billiger als Heizöl mit Sägemehl oder Gelbildner? --77.0.30.70 15:26, 14. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ich habe gerade mal geschaut: Die kosten ungefähr 30 Euro für ca. 10 kg Brennstoff. Das ist nicht sehr teuer, aber auch nicht wirklich billig im Vergleich zu Heizöl mit ca. € 1,20 pro Kilogramm, aber pro Kilowattstunde wohl deutlich billiger als Brennpaste. (Die Brennstoffmenge von 10 kg reicht bei den Grablichten für ca. 100 Tage oder knapp 2500 h Brenndauer. Damit müßten die ungefähr 4 g Brennstoff pro Stunde verbrauchen, in etwa so viel wie ein Teelicht, was größenordnungsmäßig hinkommen kann. Man verheizt also am Grab damit ca. 30 Cent täglich. --77.0.30.70 02:14, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Übrigens habe ich heute beim Discounter Speiseöl (Rapsöl) für € 1,39 pro Liter gesehen. Es liegt preislich also zwischen Heizöl und (versteuertem) Dieselkraftstoff. Da es nicht stinkt und auch einen potentiellen Zweitnutzen als Lebensmittel hat, wäre es eine Überlegung wert, einige Flaschen als Notfallbrennstoff für Kochzwecke einzulagern. (Wer ohnehin einen Heizöltank im Haus hat, braucht das natürlich nicht. Und wenn sein Kfz einen Selbstzünder als Antriebsmaschine nutzt, ist er bei ausgefallener Kraftstoffversorgung - mal abgesehen von möglichen Verboten: Die Tanke funktioniert bei Stromausfall auch nicht - auch noch fein raus. - Man darf Heizöl "nach dem Krieg" übrigens auch nachversteuern. Falls das dann noch jemanden interessieren sollte...) --2.241.79.188 01:13, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
--Rôtkæppchen₆₈ 01:37, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Bibliothekarische Auskunftsservices im UK

Könnt Ihr herausfinden, ob es im UK einen bibliothekarischen Auskunftsservice gibt, der wie "Poser un question" (https://archivalia.hypotheses.org/204442) offen für alle ist?

--Historiograf (Diskussion) 17:21, 14. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Es gibt so etwas zum Beispiel bei der British Library (https://bl.libanswers.com/form?queue_id=2304), bei der National Library of Scotland (https://auth.nls.uk/contact/ask-a-question/), bei den Welsh Libraries (https://libraries.wales/ask-a-librarian/) – nur per Email – , beim Lancashire County Council (https://www.lancashire.gov.uk/libraries-and-archives/libraries/ask-a-librarian/), beim Kent County Council (https://www.kent.gov.uk/leisure-and-community/libraries/free-computers-and-wifi/ask-a-kent-librarian) und bei der University of Northampton (https://askus.northampton.ac.uk/faq/227714) – wobei hier für mich nicht ersichtlich ist, ob der Service für jedermann oder nur für angemeldete Bibliotheksnutzer ist. --Jossi (Diskussion) 22:54, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

15. Juni

150 EUR fuer NFC-Chip und Schwimmbadeintritt

Handelt es sich um Wucher, wenn das oeffentliche Penzberger Schwimmbad 150 EUR fuer einen verlorenen Eintrittschip kassiert, obwohl der Eintritt maximal 17 EUR kostet und der Chip vermutlich weniger als einen Euro ? (Die letzte Sendung von Extra 3 hatte ebendieses Bad bereits fuer seine uebertriebenen Preise fuer die Hallenmiete kritisiert [750 EUR fuer 1.5 h bei 35 Personen auf 5 Bahnen], wobei ich aber nicht verstehe, warum die nicht einfach den normalen Eintritt zahlen, der mit dem auf der verlinkten Seite angebotenen Rabatt fuer dieselbe Zeit nur 190 EUR betragen haette, sondern statt dessen fuer 200 EUR mit einem Bus fahren, um woanders die Halle fuer nur 90 EUR zu mieten. Aber das nur am Rande.) -- Juergen 185.205.124.236 00:43, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Könnte sein, daß es für die Hallenmiete die Anlage exklusiv gibt und man sich dann nicht mit den sonstigen Proleten herumärgern muß. --77.0.30.70 02:18, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Es geht zusätzlich darum, dass bei privatem Eintritt kein Schwimmunterricht erteilt werden darf: https://www.merkur.de/lokales/weilheim/penzberg-ort29272/penzberg-schwimmer-streit-im-piorama-eskaliert-92893781.html. --BlackEyedLion (Diskussion) 09:34, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Vielleicht gehört das Penzberger Schwimmbad einem privaten Betreiber und in der Verwaltung sind Leute, die BWL können. Denn die Kosten für das Schwimmbad bei einem verlorenen Chip sind viel höher als der Materialwert. Das ist der Verwaltungsaufwand, den man bezahlen muss. Wucher kann es deswegen nicht sein, weil es kein Geschäft mit einem eigenen Vertrag ist. Das ist so ähnlich wie bei dem erhöhten Beförderungsentgelt. --2001:16B8:B8AE:3E00:1E67:BA57:5C18:BE39 09:03, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Es sollte beachtet werden, warum das Entgelt viel höher ist ohne zugehörigen Kassenbon als mit Kassenbon und auch höher als bei einem unbefugten Eintritt. --BlackEyedLion (Diskussion) 09:34, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Und zwar warum ? Mir faellt kein Grund ein. Insgesamt erscheinen mir maximal 20 EUR angemessen, egal ob mit oder ohne Bon: Wenn mit, dann nimmt man die Zeit vom Bon und zieht von 3 EUR Chipgebuehr und eventueller Zeitnachzahlung den nachweislich bereits bezahlten Betrag ab, und wenn ohne, dann nimmt man entweder an, der Gast haette das Minimum von 6 EUR bezahlt, und kassiert noch 14, oder man nimmt an, er haette gar nichts bezahlt, und kassiert 20. Wesentlich mehr erscheint mir nicht nachvollziehbar. -- Juergen 86.111.154.81 12:56, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ich vermute, dass mit Kassenbon der Chip identifizierbar ist und überprüft werden kann, ob Du Deine ganze Reisegruppe im Schwimmbad-Restaurant zu Filetsteak und Cocktails eingeladen und das auf den Chip gebucht hast. Dass bei einem nichtidentifizierten verlorenen Chip die maximal erwartbare Schadenssumme erhoben wird, ist für mich nachvollziehbar - obwohl es natürlich kundenfreundlicher wäre, ein niedrigeres "Kreditlimit" und damit eine geringere Ersatzsumme einzurichten. --Rudolph Buch (Diskussion) 14:41, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Willst Du damit sagen, dass man mit dem Chip auf Kredit konsumieren kann, also ohne vorab Geld aufzuladen ? -- Juergen 86.111.154.81 16:16, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
So erinnere ich das von anderen Bädern - da lässt Dich das Drehkreuz am Ausgang erst raus, wenn Du die diversen Sonderleistungen bezahlt hast, die Deinem Chip belastet wurden. Ich weiß nicht, wie das in Penzberg ist, aber es wäre IMHO eine naheliegende Erklärung. --Rudolph Buch (Diskussion) 17:17, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
"Wer ins „Piorama“ geht, erhält im Foyer, wo es ebenso einen Shop mit Badekleidung gibt, kein Ticket, sondern ein Armband mit Chip. Über ihn läuft auch die Bezahlung in der Gaststätte." https://www.merkur.de/lokales/weilheim/penzberg-ort29272/familienbad-piorama-in-penzberg-oeffnet-die-tueren-test-auf-der-reifenrutsche-es-war-super-92676283.html --BlackEyedLion (Diskussion) 18:06, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das klingt erst mal plausibel.
Allerdings muesste man sich in diesem Falle fragen, warum dann nicht gleich alles nachtraeglich kassiert wird, sondern zumindest die ersten 6 EUR vorab verlangt werden. Und jedes Argument, das fuer diese Praxis spricht (Draussenhalten mittelloser Gaeste), wuerde dann zugleich auch gegen den Kredit sprechen.
Wer von der Stuetze lebt, koennte also tatsaechlich sich und seine Freunde einladen, beim Gehen erklaeren, dass er kein Geld hat und dem sich bei Nichtzahlung automatisch ergebenden Verdacht des Betruges dadurch entgehen, dass er den Chip verschwinden laesst. Aber so ein Verhalten ist vielleicht nur ausserhalb Bayerns ueblich. Hoffentlich liest das jetzt dort keiner ... -- Juergen 86.111.154.81 18:10, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Meinungsdiskussion und offtopic-Beiträge bitte ins Café verlagern. --Chianti (Diskussion) 18:11, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Was bedeutet kein Geschäft mit einem eigenen Vertrag ? Laut Impressum uebrigens kein privater Betreiber, sondern Kommunalunternehmen Stadtwerke Penzberg. -- Juergen 86.111.154.81 12:56, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Bitte das Seitenintro beachten: Spekulationen und Vermutungen über den Chip oder den Betrieber gehören nicht hierher.
Die Frage war, ob die verlangte Pauschale bei Chip-Verlust juristisch als Wucher gewertet werden kann. Gesichertes Wissen zu dieser Frage ist nur zu erlangen, indem man eine entsprechende Strafanzeige stellt. Alles andere sind selbst wieder nur Vermutungen und Meinungen und daher hier ebenfalls fehl am Platz. --Chianti (Diskussion) 18:10, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Nein, durch eine Strafanzeige bekommt man nicht unbedingt gesichertes Wissen, weil der Staatsanwalt die Sache wohl einfach mangels oeffentlichen Interesses einstellen wird.
Aber die gesuchte Antwort ist ja gegeben: Der Chip gibt (ungefragt) Kredit und damit ist klar, dass die Kosten weit hoeher als die von mir vermuteten 20 EUR sein koennen. -- Juergen 86.111.154.81 18:27, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Kerzenrauch

Erzeugen Kerzenflammen eigentlich nennenswerte Kohlenmonoxidmengen? So, wie die rußen, kann die Verbrennung so besonders vollständig ja eigentlich nicht sein. (Dieser Beitrag von Deutschlandfunknova unterstützt diese Bedenken.) --2.241.79.188 12:05, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Unter Umständen JA. Kohlenmonoxid einsteht ja dann, wenn der Flamme zu wenig Sauerstoff zur Verfügung steht. In einem gut abgedichteten, geschlossen Raum kann das Kohlenmonoxid tatsächlich zum Problem werden. Zugleich entsteht aber wegen der Abnehmenden Sauerstoffmenge im Raum auch ein Hypoxie (Sauerstoffmangel im Lebewesen), und die ist in der Regel das grössere Problem. Und beides verstärkt sich aber gegenseitig. Den vereinfacht gesagt, lässt sich aufgenommenes Kohlenmonoxid bei Sauerstoffüberschuss leichter abatmen.--Bobo11 (Diskussion) 12:22, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ja, ohne Umstände. Der Ruß, der für das Leuchten der Flamme sorgt, und das bei der Verbrennung entstehende Kohlenstoffdioxid stehen mit Kohlenstoffmonoxid im Boudouard-Gleichgewicht. --Rôtkæppchen₆₈ 12:48, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Weil das hier nunmal Wikipedia ist, stellt sich als erstes mal die Frage, warum davon (noch) nichts im Artikel "Kerze" steht. Zweitens wundert man sich, warum diese Erkenntnis anscheinend kein Allgemeingut ist. Und drittens ist nach Konsequenzen zu fragen. Schlimmstenfalls könnte es ein Verbot von Kerzen geben, ein Mittelweg wäre vielleicht ein Warnhinweis, der Kerzen vom Inverkehrbringer beizugeben ist. (Bei ausreichender Lüftung sind Rauchgase von Kerzen wahrscheinlich unbedenklich.) Man könnte Kerzen natürlich auch so gestalten, daß sie nicht rußen, was zum Teil auch dadurch geschieht, daß Dochte verwendet werden, die sich krümmen, wodurch die Dochtspitze in den Randbereich und damit den nichtreduzierenden Bereich der Flamme gerät und verglimmt. Da gibt es aber vermutlich einen Zielkonflikt: Kerzenflammen sollen bestimmungsgemäß Licht emittieren. Was da leuchtet, sind aber glühende Rußpartikel, und wenn man deren Erzeugung limitiert, sinkt auch die Energieeffizienz der Kerzenflamme. (Man könnte sicher auch Kerzenleuchter mit Abgasnachverbrennung konstruieren, die die Schadstoffemission reduzieren. Wegen der schlechten Energieeffizienz von Kerzen steht Wärme im Überfluß zur Verfügung. Die könnte genutzt werden, um ein oberhalb der Flamme angebrachte Röhrchen bzw. einen Trichter zu erhitzen, der dann Ruß und CO mit sauerstoffreicher erwärmter Sekundärluft nachverbrennt. Vermutlich würden die aber am Markt auf kein großes Käuferinteresse stoßen. "Technische" Kerzenleuchter gibt es: Der Stearinkerzenhalter der Bundeswehr-Einheitslaterne war ein Metallrohr mit einer Schraubenfeder im Fuß, der die Kerze entsprechend ihrem Abbrand soweit anhob, daß die Flamme im Fokus der Spiegeloptik verblieb.) Mich interessiert das Thema auch aus einem anderen Grund: Meine heißgeliebten Feuerdosen sind dann wohl üble Schadstoffschleudern, denn deren Rauchgasproduktion entspricht der Emission von 20-30 Kerzen auf einmal. Das hat dann wohl auch zur Folge, daß die nicht gewerblich angeboten werden, weil Inverkehrbringer mit Schadenersatzforderungen zu rechnen hätten. --2.241.79.188 16:48, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Sie werden schon gewerblich angeboten[11] und genutzt, allerdings nur für draußen. Drinnen hätte man ein Kohlenstoffmonoxid-, Sauerstoffmangel-, Feinstaub- und Stickoxidproblem nebst unnötiger Verrußung des schönen Weißanstrichs. --Rôtkæppchen₆₈ 00:01, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das ist nicht ganz dasselbe: Die Produkte sind zur Beleuchtung und nicht als Wärmequelle gedacht, insbesondere also nicht als Notkocher. Das unterscheidet sie fundamental von Teelichten und Brennpastedosen. (Teelichte leuchten zwar auch, und es gibt auch Leuchter dafür, aber vorwiegend ist ihre Bestimmung die als Wärmequelle.) Diese "Feuerdosen" fallen beim Hersteller/Anbieter offensichtlich auch in die Kategorie "Fackeln", also Lichtquellen. Wegen der zentralen Dochtkonstruktion erzeugen sie wohl auch eine zentrale Flamme mit begrenzter Leistung. Demgegenüber verbrennt die Brennstoffüllung bei Buddyburnern an der gesamten Oberfläche und dementsprechend mit höherer Leistung von vielleicht 1-2 kW. Das ist zwar für Kochzwecke nützlich, verschärft aber das Abgasproblem. (Regelbar wäre die Leistung wahrscheinlich durch Auflegen von Deckeln oder Scheiben mit unterschiedlich großen zentralen Löchern, die mehr oder weniger flüssigen Brennstoff aus dem Dochtmaterial in die Flammenzone passieren lassen.) Und ja, die Paraffinkocher haben in geschlossenen Räumen gewiß die aufgeführten Nachteile. Wobei die Überlegung noch wäre, ob man das in Katastrophenfällen nicht auch in Kauf nehmen kann, wenn sich wirklich keine Möglichkeit der Benutzung im Freien oder auf Freisitzen ergibt. (Ich hätte beispielsweise einen überdachten Balkon, der hoch genug liegt, daß er auch dann benutzbar ist, wenn die unteren Etagen überschwemmt sind. Warm anziehen muß man sich in typischen Katastrophenwetterlagen sowieso. Als Windschutz für Kocher habe ich mir das metallene Außenteil eines kaputten Tretabfalleimers ausgeguckt, aber gewöhnliche Haushalts-(blech-)eimer tun es natürlich auch. Als Topfständer verwendet man ein Backofenrost, das oben auf den Windschutz aufgelegt wird.) --2.241.79.188 00:48, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ich hab wahrscheinlich nicht gründlich genug recherchiert. Es gibt in Deutschland Feuerdosen, die im Frühjahr bei Frostgefahr in Wein- und/oder Obstpflanzungen abgebrannt werden, um die Blüten vor Frost zu schützen. Der Googlebegriff ist google:frostkerze. --Rôtkæppchen₆₈ 01:02, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das sind jetzt allerdings auch nicht so direkt "Notkocher", oder, wie das in ukrainehilfeengagierten Kirchenkreisen heißt, "Licht- und Wärmedosen". (Die fleißigen engagierten nächstenliebenden Gemeindechristen sind immer ganz traurig, wenn ich ihnen diese Früchte von Kerzenwachsrestesammelaktionen mit einleuchtenden Argumenten ausrede. Hierzugemeinde wird Wachs immerhin zu basarverkäuflichen DIY-Kerzen recycelt. Wobei die Aktiven inzwischen sogar auch ohne mein Zutun erkannt haben, daß sich das ökonomisch nicht lohnt, vor allem, wenn man den nicht geringen Energieaufwand für das Schmelzen mitberücksichtigt.) Aber das ukrainische Volk wird wohl auch berücksichtigen, daß die Geste vielleicht sogar mehr zählt als der praktische Nutzen, auch, wenn sie von Patriot-Raketen und anderem Kriegszeugs mehr als von Feuerdosen hätten. "Bei der heutigen Kollekte sammeln wir für eine Luftabwehrrakete/Artilleriemunition etc." geht bei christens natürlich nicht... --2.241.79.188 01:39, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Zusatzfrage: Warum muß das Geleucht eigentlich mittels thermischer Strahlung von Brennstoffkomponenten Licht emittieren? Es sollte doch technisch nicht allzu aufwendig sein, den Kerzen bunsenbrennerflammenähnliche Brenneigenschaften anzuzüchten und mit der sehr viel heißeren Flamme dann einen Kalkzylinder oder sowas zur Weißglut zu bringen, mit ein bißchen verbesserter Energieeffizienz. Ok, das sieht auf dem Adventskranz natürlich sch... nicht so gut aus... Wobei: Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen // auch elektrisch lieb und mild... --2.241.79.188 01:56, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Herzlichen Glühstrumpf *scnr* --Rôtkæppchen₆₈ 02:20, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Bzw. Limelight. Apropos "Harzigen Glühstrumpf": Neulich sah ich ein Video von einem, der sich auch Gedanken darüber machte, wie er denn Brennpastedosen kostengünstig nachfüllen könnte. Er griff zu einem Naturstoff und kratzte Harz von Nadelbäumen ab, nicht ohne darauf hinzuweisen, daß das ein natürlicher Wundverschluß von Rindenverletzungen wäre und man deswegen die verletzten Stellen intakt lassen und nur Harz von Totholz bzw. an der gesunden Rinde herabgelaufenes verwenden sollte. (Harz hat als akademisches Leuchtzeugs eine lange Tradition: Kienspäne sind auch nichts anderes als harzgetränktes Holz.) --77.0.54.75 03:48, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Nun, bei den Temperaturen, die in einer Kerzenflamme herrschen, ist es die effizienteste Methode der Lichtgewinnung. Die zitierten Lichtstümpfe bzw. Limelight arbeiten bei weit höheren Temperaturen und da die Lichtausbeute (theoretisch) mit der vierten Potenz der absoluten Temperatur steigt, bringt jedes Kelvin etwas. --Elrond (Diskussion) 10:43, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Wenn man das Prinzip Kerze als gegeben hinnimmt, stimmt das. Wenn man Ingenieure drauf losläßt, verschwindet die Kerze komplett, und es ergeben sich folgende Überlegungen: Wegen der Energieeffizienz müssen wir sowieso LED nehmen. Und woher kommt der Strom? 1. Alternative: Wenn irgendwo brennbares, fettiges Zeug anfällt, mit dem man nichts Besseres anzufangen weiß, kann das auch in die Kesselfeuerung. Oder als Kraftstoff in einen Motor, da ist der Wirkungsgrad besser. 2. Alternative: Machen wir den Strom lieber aus etwas anderem (Wind, Sonne, Uran...). Aber selbst wenn man bei Licht-Feuer bleibt, kommt man schnell darauf, daß die Flammentemperatur nicht in Stein gemeißelt ist, sondern sich erheblich steigern läßt. Der Trick ist, ggf. mehrfach kaskadierte, Luftvorwärmung. Jetzt kommt ein bißchen Milchmädchenrechnung, es geht nur ums Prinzip: Nehmen wir an, die "normale" Flamme käme auf 2000 Grad. Wenn man mit der nun Luft erhitzt und die Heißluft für die Verbrennung an einem "zweiten Docht" benutzt, bin ich schon bei 4000 Grad, und einigermaßen intelligent gemacht kommt man auf die Art zu einem "Schweißbrenner", der dann das Drummond-Licht betreiben kann. (Bloß sieht der Apparat dann nicht mehr nach Kerze aus, sondern mehr nach Autowerkstatt.) Besonders energieintensiv braucht das alles auch gar nicht zu sein, weil man das immer noch sehr heiße Abgas des Rampenlichts über Gegenstromwärmetauscher rekuperativ rückkühlen kann. Hat aber noch keiner gebaut? Ja klar, weil Licht aus der Steckdose natürlich deutlich bequemer ist. (Und als es den Strom aus der Leitung noch nicht gab, sind die Leute halt nicht auf die Idee gekommen, daß man Kerzenwachs energetisch auch intelligenter einsetzen kann als nach dem alttestamentlichen Öllampenprinzip.) --77.0.54.75 12:50, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das wird eine zimliche Herausforderung. Zum Ersten brauchst Du einen hochtemperaturfesten Werkstoff, der auch noch lichtdurchlässig ist. Zum Zweiten musst Du verhindern, dass der Brennstoff nicht schon im Vorwärmer pyrolysiert. Zum Dritten solltest Du als Oxidator reinen Sauerstoff nehmen oder zumindest eine Abgasreinigung nachschalten, denn das ist im Prinzip das Birkeland-Eyde-Verfahren auf nichtelektrischer Basis. --Rôtkæppchen₆₈ 15:11, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Den ersten Punkt verstehe ich nicht: Das Drummondsche Licht hat einen solchen Wunderwerkstoff auch nicht, sondern einfach nur einen Schweißbrenner und den von dem erhitzten intransparenten Emitter. Pyrolyse wäre nicht weiter schlimm. Reiner Sauerstoff käme natürlich der Energieeffizienz entgegen, läßt sich aber relativ schlecht "mit Bordmitteln" erzeugen. Was NOx betrifft, müßte man einfach mal schauen, ob die Produktion mit zunehmender Temperatur stärker oder weniger stark als die Lichtausbeute zunimmt. - Aber andererseits: Realistischerweise wird niemand eine solche "kerzengetriebene" Chemiefabrik bauen - sowohl Licht als auch Wärme lassen sich effizienter erzeugen. --77.0.54.75 21:45, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Sind Personalpronomina immer "bestimmt"/"spezifisch"?

Die Personalpronomina der ersten und zweiten Person, die Reflexivpronomina und funktionell auch die Generalpronomina sind ja ohnehin die einzigen Wörter, die ihre jeweils ganz spezielle Bedeutung ausdrücken können, und folglich irgendwie immer definit und spezifisch. (Das Reziprokpronomen "einander" eigentlich auch, aber ich habe es nicht in die vorherige Aufzählung aufgenommen, weil es sich im Satzbau nicht wie ein Personalpronomen verhält.)

In der dritten Person kann dagegen vieles mit einem einzelnen konkreten Pronomen bezeichnet werden, womit ein Pronomen eine Vielzahl von Bedeutungen ausdrücken kann. Darunter gibt es substantivische Verwendungen ohne Bezugswort mit rein inhaltlichem/außersprachlichem Bezug (wobei es sich auch um den Inhalt einer Aussage handeln kann), attributive Verwendungen als Artikel oder anderweitiger Begleiter eines Substantivs (bei den Personalpronomina der dritten Person ausgeschlossen) und verweisende pronominale oder elliptische Verwendungen als Vertreter des Bezugswortes oder einer Nominalphrase mit diesem, wobei das Bezugswort auch ein anderes Pronomen sein kann. Ein Personalpronomen kann sich dabei aber meines Wissens nur auf einen spezifischen bereits genannten Gegenstand (oder eine konkrete Person etc.) beziehen (wobei dasselbe Personalpronomen durchaus wechselnde Bezüge innerhalb desselben Textes aufweisen kann, solange dieser nicht unverständlich wird), während andere Pronomina und Adjektivphrasen bei gleichbleibendem Substantiv auch ohne dessen Wiederholung neue "Gegenstände" bezeichnen können, teilweise auch mit Numeruswechsel (wobei ich Plural zu Singular für einfacher halte als Singular zu Plural, wo ich dann doch eine Wiederholung vorzöge), was dann vielleicht doch für die Deutung als "Ellipse" spräche (aber solche Fälle sind nicht bloße Weglassungen, alleinstehend zeigen die Pronomen teilweise andere Formen und syntaktische Positionen als mit einem Substantiv oder Adjektiv). Ist das so richtig beschrieben? Warum ist es so?

Und um ganz konkret zu einem Beispiel zu kommen, das den Anlass zu meiner Frage darstellte: Kann man folgenden Satz 2 in richtigem und gebildetem Deutsch sagen, und ist er dann gleichbedeutend mit Satz 1?

  1. Wenn ihr Spargel wollt, dann holt welchen!
  2. Wenn ihr Spargel wollt, dann holt ihn!

Da es sich nicht um konkreten Spargel handelt, sondern es nur um die Art geht, würde ich spontan den ersten Satz für richtig halten. Aber geht der zweite auch, und wäre er gleichbedeutend?

Man vergleiche:

  1. Wenn ihr schon Spargel holt, dann esst ihn auch! (den Spargel, den ihr holt/geholt habt; tendenziell vollständig)
  2. Wenn ihr schon Spargel holt, dann esst auch welchen! (irgendwelchen Spargel, möglicherweise auch partitiv "einen Teil des Spargels, den ihr holt/geholt habt")

Hier wären es meines Erachtens definitiv zwei unterschiedliche Bedeutungen. --2A0A:A540:91E2:0:143A:96CA:99ED:F0CB 13:10, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Die Beantwortung deiner Frage hängt davon ab, was du unter „richtig“ und „gebildet“ verstehst. Wenn du das rein deskriptiv meinst, kann man sicherlich Korpusbeispiele finden, wo beide Verwendungen gleichbedeutend sind. Normativ gibt es bestimmt Grammatiken, die eine Unterscheidung treffen.
Wichtig hierbei ist, dass Personalpronomina der dritten Person eine gewisse Sonderrolle spielen. Soweit wir es wissen, existierten sie im Urindogermanischen nicht, was eine durchaus plausible Annahme ist, da diese auch in den alten Sprachen (Latein, Griechisch etc.) nicht existieren, sondern aus Demonstrativpronomina entstanden sind. Insofern würde ich es nicht für überraschend halten, wenn Personalpronomen der dritten Person Rollen einnehmen können, die Personalpronomen normalerweise nicht haben. --Bildungskind (Diskussion) 13:16, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Frage: Einerseits lese ich oft, dass es im Lateinischen keine nicht-reflexiven Personalpronomen der dritten Person gebe, andererseits finde ich ebenso oft "is, ea, id" als solche bezeichnet (und als deutsche Übersetzungen von "Er, sie es", beispielsweise wurde das "es" bei Freud als "id" ins Englische übersetzt, während das "ich" zum "ego" wurde), und ich wüsste auch nicht, wie man ohne solche Pronomen auskommen könnte oder was an dem einfachen Gebrauch von "is, ea, id" im Lateinischen demonstrativ sein soll. Andererseits ist es vielleicht auch tatsächlich ein einfaches Demonstrativpronomen, und meine "deutsche Brille" lässt mich es anders deuten.
Die Personalpronomen der dritten Person (und ihr syntaktisches Verhalten entspricht eindeutig dem der ersten und zweiten Person und des Reflexivs der dritten Person) im Deutschen unterscheiden sich von denen der ersten und zweiten Person hauptsächlich in der Form ihrer Deklination, welche jener der anderen Pronomen, Artikelwörter und Adjektive in der dritten Person entspricht oder ähnelt und nicht derjenigen der Personalpronomen der ersten und zweiten Person, mit Ausnahme des Reflexivs der dritten Person (sich) und des Genitivs/Possessivs der dritten Person Singular Maskulinum und Neutrum (sein, auch ursprünglich reflexiv gewesen und zu "sich" gehörend, dieselbe Deklination wie "dein/dich" und "mein/mich" zeigend).
Ansonsten würde ich vor allem Besonderheiten der Personalpronomen der dritten Person im Vergleich mit anderen Pronomen der dritten Person und Gemeinsamkeiten mit den Personalpronomen der ersten und zweiten Person wahrnehmen. Eine wesentliche Besonderheit der Personalpronomen der dritten Person verglichen mit den anderen dürfte sein, dass sie nicht einfach durch zusätzliche Adjektive oder Substantive ergänzt werden können (wie "du Schöne", "du Mächtiger", "ich Armer", "wir Menschen"). --2A0A:A540:91E2:0:143A:96CA:99ED:F0CB 17:36, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Da hängt es wohl davon ab, was für Erwartungen du an "Personalpronomen" und "Demonstrativpronomen" hast (sprich: Was du genau darunter verstehst). Die traditionelle Grammatik unterscheidet es, auch wenn der Gebrauch von Personalpronomen im Deutschen und Lateinischen sich offensichtlich unterscheiden.
Persönliches Interesse meinerseits ist der Befund, dass Pronomina gar keine so homogene Kategorie ist, sondern alle möglichen Wortarten stecken. Possessivpronomen funktionieren eindeutig anders als Demonstrativpronomen etc.
Worüber wir hier im spezifischen reden, wird in neueren Grammatiken als Determinative bezeichnet, worunter man aber auch Artikel etc. zählen würde. --Bildungskind (Diskussion) 17:58, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
In welchen Sprachen und in welcher Hinsicht funktionieren Possessivpronomen grundsätzlich anders als Demonstrativpronomen? (Das tun sie in Teilen wohl tatsächlich, auch im Deutschen) In den germanischen Sprachen sind die Possessivartikel und/oder Possessivpronomen vereinfacht gesagt (vorangestellte) Genitivattribute, die zusätzlich wie Adjektive oder Determinative deklinieren und jeweils mit dem attribuierten Substantiv kongruieren, sich aber ansonsten so verhalten wie jene Genitivattribute. Beide Gruppen haben eine definite Wirkung und verdrängen andere Artikelwörter. --2A0A:A540:91E2:0:143A:96CA:99ED:F0CB 18:27, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Deutsche Wehrmacht 1942 Kfz. Staffel F.P. 28200

Wo kann ich etwas zu dieser Einheit und deren Einsatzgebiet finden?

--Kfz.-Staffel (Diskussion) 17:07, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Ich tippe mal das die 28200 die Feldpostnummer ist. Dafür mal hier schauen: [12] In 1942 gehörte diese zum Stab der Heeresgruppe A. --Lidius (Diskussion) 17:37, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Jungblattsalat

Was ist genau ein Jungblattsalat und dann wird noch dazu geschrieben dass er Rot ist. Gibt's noch weitere Jungblattsalate.--Sanandros (Diskussion) 20:32, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Ich tippe mal auf einen Blattsalat aus jungen Blättern, vermutlich Lollo Rosso. --Magnus (Diskussion) 20:44, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Nein die Blätter sehen aus wie der Nüsslersalat, nur die Stile sind rot.--Sanandros (Diskussion) 21:51, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Wenn der Salat jung ist, sieht jeder Salat so aus. --Rôtkæppchen₆₈ 22:33, 15. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
So sieht doch kein Salat aus der Junge Blätter hat. Kann mir jetzt jemand sagen was das genau für eine Pflanze ist?--Sanandros (Diskussion) 09:07, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Doch, doch, so sieht das aus, wenn man die jungen Blätter pflückt, bevor sich ein richtiger Kopf von Lactuca sativa ausbildet. Früher deshalb Pflücksalat geheißen, heute sagt man cooler Baby Leaf - wovon Jungblattsalat wahrscheinlich eine Eindeutschung ist. 77.12.18.110 09:22, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Die rot-grünen Blätter sind vermutlich junger Mangold. --Magnus (Diskussion) 09:27, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

16. Juni

Modem iPad

Hallö!


ich habe einen (alten) Laptop, dessen Wlan-Karte kaputt ist, brauche aber für diesen Laptop einen Internetzugang für ein Systemupdate.

ist es möglich mein iPad via USB an den Laptop anzuschließen, das iPad sozusagen als Modem zu nutzen? Ein entspr3chendes Kabel habe ich.


was denkt ihr?

--2A02:810D:4AC0:20B4:8D28:D872:22B7:7F6D 11:36, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Das halte ich für ausgeschlossen (und Modem ist hier auch die falsche Bezeichnung). Kauf dir für kleines Geld, um 10 Euro, einen USB-WLAN-Adapter. Wenn der Laptop ein Systemupdate erhalten soll, wird er ja offensichtlich noch gebraucht und der USB-Stick wäre dann auch in Zukunft nützlich. --Magnus (Diskussion) 11:55, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Der Laptop wird noch gebraucht, ich bin aber recht zufrieden damit, dass der keinen Internetzugang hat.
tethering geht auf diese Weise nicht? --2A02:810D:4AC0:20B4:8D28:D872:22B7:7F6D 12:46, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Was ist tethering?
Gruß --2003:C6:1739:4580:4436:2078:1448:476B 12:56, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Tethering (Netzwerkfreigabe)--2A02:810D:4AC0:20B4:8D28:D872:22B7:7F6D 12:58, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Dafür müsste ja WLAN funktionieren. --Magnus (Diskussion) 13:18, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Nein. Tethering funktioniert auch über USB oder Bluetooth, zumindest bei Windows an Android. --Rôtkæppchen₆₈ 13:22, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Auch beim iPad. -- Juergen 185.205.127.191 15:15, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Es gibt LAN-USB-Adapter, damit kannst du den Laptop über USB ans LAN anschliessen. Wenn es kein LAN gibt, brauchst du noch einen Access Point, der WLAN zu LAN macht. --2001:16B8:B899:FE00:17C0:A368:32B6:F236 11:22, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Was du brauchst, heißt WLAN-Stick, kostet ca. 10 Euro (wie Magnus oben schon geschrieben hat). Das Teil wird in die USB-Buchse gesteckt, und wenn du keinen Internetzugang mehr willst, ziehst du es wieder ab. Ich hatte das gleiche Problem wie du, mit dem WLAN-Stick funktioniert es tadellos. --2001:16B8:BA14:5600:104D:CAED:CFA:8C60 15:08, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Manchmal hilft ves bei älteren Geräten, wenn WPA3 beim AP/Router deaktivert wird. Ich hab das so gelöst, dass ich beim hauptsächlich genutzten WLAN WPA3 aktiv habe und das Gäste-WLAN für die nicht ganz so modernen Geräte mit maximal WPA2 konfiguriert habe. --Rôtkæppchen₆₈ 16:10, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Vielleicht denke ich hier zu pragmatisch oder ich übersehe etwas, aber mir ist in den letzten 20 Jahren eigentlich kein Laptop untergekommen, der keinen LAN-Anschluss hat. Auch kenne ich eigentlich nur WLAN-Router, die einen LAN-Anschluss haben und auf diesem die Internetverbindung zur Verfügung stellen. Kann man den Laptop nicht einfach mit einem LAN-Kabel an den Router stöpseln, das Update ziehen und danach wieder das Kabel trennen? --2A02:2454:9B5F:6300:3531:14:D9CE:BE8E 21:00, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Tuer offen oder geschlossen halten

Gibt einen Mechanismus, der eine (Zimmer-)Tuer immer in eine der beiden Endlagen drueckt, der also Tueren sowohl geoeffnet als auch geschlossen halten kann ?

Ich suche also ein Teil mit einer Hysterese, das eine Tuer, die mehr als halb offen ist, weiter in Richtung Oeffnen drueckt, und eine Tuer, die weniger als halb offen ist, zudrueckt, und zwar ohne dass man dabei das Teil selbst beruehren muss, wie etwa bei einem Unterlegkeil: Das Teil soll an der Tuer oder dem Scharnier dran sein und mit der Tuer bewegt werden, etwa so wie die Feder in einem Mikroschalter. Dabei ist nicht so viel Kraft erforderlich, wie sie ein Tuerschliesser aufbringt, um am Ende auch das Schloss zuzudruecken, sondern mir wuerde es schon reichen, wenn trotz Zugluft die offene Tuer offen bleibt und die (nicht ganz) geschlossene Tuer geschlossen bleibt.

Auch fuer Fenster (normale, keine Kippfenster) waere solch ein Mechanismus hilfreich. Gibt es so etwas ? -- Juergen 185.205.127.191 14:04, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Ich finde dazu nichts und denke, dass so ein Teil auch nicht gerade preiswert wäre. Ich habe ein paar von den Teilen, die eine Tür schließen (und auch dafür gedacht sind), aber - bei umgekehrter Montage - wohl auch öffnen könnte (solange die Tür nur angelehnt, also nicht ins Schloss gefallen ist; probiert hab ich's mangels Bedarf allerdings nicht). --2A02:3100:7508:FE00:CE0C:DA44:FC18:1DAD 14:40, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Nimm einen Türantrieb, wie er bei per Knopfdruck betätigten Krankenhaustüren verwendet wird, dazu eine Sensorik mit Mikroschalter, der umspringt, wenn die Türe halb offen ist. Und dann sollte das ganze leicht abschaltbar sein, damit der Türbenutzer die Tür nicht gegen die Motorkraft öffnen und schließen muss. --Rôtkæppchen₆₈ 15:04, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Diese grosse Loesung waere nicht nur gross, laut, haesslich und teuer, sondern braeuchte auch Strom. Ich suche eine einfache rein mechanische Loesung, die durch die Kraft der Tuerbetaetigung angetrieben wird. -- Juergen 185.205.127.191 15:32, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Nimm die Schwerkraftlösung. Kontruiere einen Türheber, dessen höchster Punkt in der Mitte des Türwegs ist und sorge dafür, dass sich dort kein Gleichgewicht einstellen kann, sondern die Schwerkraft die Tür in Mittelstellung immer in eine der beiden möglichen richtungen drückt. --Rôtkæppchen₆₈ 15:51, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Bei einer mechanischen Lösung wird es an irgendeiner Stelle zwischen ganz auf und ganz zu ein Gleichgewicht geben. 62.157.8.35 16:07, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Deswegen schlug der TO Hysterese vor. --Rôtkæppchen₆₈ 16:54, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Zum Beispiel eine (Gasdruck-)Feder, die im richtigen Winkel montiert ist, würde das leisten. Sie wird so angebracht, dass sie bei halb offener Tür maximal unter Druck ist. Rechts oder links davon wird sie die Tür weiter öffnen oder schließen. Die Mittelstellung ist labil. Sowas könnte man auch mit Seilzug und Gewicht o.ä. machen. --2.175.130.67 15:45, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ja, der richtige Winkel ist etwa die Winkelhalbierende zwischen offener und geschlossener Tür. Dort muß das eine Ende der Feder an einem Fixpunkt befestigt werden, das andere oben auf dem Türflügel, damit die Tür in beide Richtungen der Winkelhalbierenden schwingen kann. 62.157.8.35 16:04, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Bei solchen Fragestellungen wäre meine Lösung, in ein gutes Fachgeschäft (≠ Baumarkt) zu gehen und mit den Leuten dort zu diskutieren. --Elrond (Diskussion) 16:06, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Es gibt Türbremsen, also Türfesteller mit regulierbarer Bremswirkung. Die sorgen dafür, dass die Tür in ihrer jeweiligen Position verbleibt, haben aber kein aktives Element, in die jeweilige gewünschte Position muss sie gebracht werden. Neuere Türen sind über den Türgriff in ihrer Position arretierbar zu bekommen, was zumeist bei Terassentüren angewandt wird. --RAL1028 (Diskussion) 16:09, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Wenn eine Tür sich verzögert öffnet oder schließt sollte der Klapperatismus vielleicht berücksichtigen, ob gerade irgendwelche Menschen die Tür passieren wollen und darauf Rücksicht nehmen können. Das betrifft auch die Geschwindigkeit, mit der die Tür bewegt wird. Eine entsprechende Sensorik wäre also wünschenswert. Und es wäre auch zu lösen, wie mit Situationen umgegangen wird, die ein Öffnen oder Schließen der Tür verhindern (wie z.B. eine abgestellte Tasche). Bei einem so hohen Maß an Serviceleistung sollten die Türen dann vielleicht auch wie in Per Anhalter durch die Galaxis sprechen können. („Vielen Dank! Sie haben eine einfache Tür sehr glücklich gemacht.“) Wenn sie ihr Öffnen und Schließen freundlich ankündigen („Ich werde mich nun ganz Öffnen und Sie können eintreten.“) wären sie sicher sogar in Japan marktfähig. [13] --88.72.111.207 17:54, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Sowas gibts, mein Arbeitgeber hat sowas. Sieht aus wie ein normaler Türschliesser: öffnet man die Tür mehr als etwa 75 Grad, macht es leise "knack" und der Schliesser schiebt die Tür ganz auf und hält sie dort. Um sie dann wieder zu schliessen muss man die Tür noch ein Stück weiter aufdrücken (macht nochmal "knack!"), dann schiebt sie der Schliesser wieder zu. Wie schon gesagt, such dir ein gutes Fachgeschäft, und nimm wohl etwas Kleingeld mit. --Hareinhardt (Diskussion) 00:01, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Was mir so einfiele, wäre ein "Verkehrtherum-Pendel": Ein Pendel hat frei hängend eine stabile Gleichgewichtslage. Machen wir es andersherum: eine Pendelstange mit dem Gewicht oben und dem Gelenk unten hat senkrecht eine labile Gleichgewichtslage und wird zu einer Seite kippen. Über ein Getriebe könnte es dabei die Tür ganz auf- oder zuklappen bzw. durch die Türbetätigung wieder angehoben und in die entgegengesetzte Lage gekippt werden. Das ganze dann noch auf ein brauchbares Format miniaturisiert, würde das Gewünschte leisten. Und man braucht auch nicht die Gravitation zu bemühen, das ginge auch mit einer Feder, die in der Mittellage ge- und in den Endlagen entspannt ist. Irgendeinen Apparat, der das Gewünschte leistet, wird man natürlich brauchen. Das können an der Tür zwei Seilzüge sein, die durch Löcher in der Wand zu einem dahinter versteckten Wundertechnikgerät führen, oder einfacher so ein Kasten wie ein konventioneller Türschließer, der oben am Türrahmen sitzt, aber eben nicht die Tür schließt, sondern stattdessen das Gewünschte macht. Und bevor ich jetzt groß etwas erfinden und mich ans Basteln mache, würde ich einfach mal das halbe Dutzend Türschließerhersteller abklappern und die fragen, ob es das nicht längst schon gibt. --95.116.58.175 09:34, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Dieser Ansatz ist leicht nachvollziehbar und schlüssig. Und man erkennt sofort dass die Mittelstellung nicht stabil ist. --2001:16B8:B899:FE00:17C0:A368:32B6:F236 11:17, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Eine Druckfeder müsste an der Decke montiert werden, dort wo die Tür halb offen und halb zu ist. Das andere Ende der Druckfeder kommt oben auf den Türflügel. Wenn dann die Tür halb offen und halb zu ist, dann ist die Druckfeder maximal eingedrückt und die Tür wird diese Stellung immer verlassen. --2001:16B8:B899:FE00:17C0:A368:32B6:F236 11:20, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Die Feder kann in das Käschtle, das über der Tür an den Türrahmen geschraubt wird. Und da drückt gar nichts auf die Tür, sondern es guckt nur ein Arm heraus, dessen Ende an die Tür angeschraubt ist und auf sie Momente ausübt. --95.116.58.175 18:52, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Man stellt 2 handelsübliche Türschliesser so ein, dass sie erst die letzten 45° merklich arbeiten. Den einen montiert man herkömmlich mit dem Arm am Türblatt. Den anderen montiert man mit dem Arm an der Wand, die 90° zur Türrahmen steht. Diese beiden Türschliesser ergänzen sich dann. Der eine schliesst, der andere öffnet. Sowohl von der 0° Stellung als auch von der 90° Stellung braucht man Kraft, um die Tür in die 45° Stellung zu bekommen. --2001:16B8:B899:FE00:17C0:A368:32B6:F236 20:44, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Reflexiver Possessiv beim Subjekt eines Satzes

Im Lateinischen habe ich dies schon einmal gesehen, und mindestens im Isländischen existiert ebenfalls ein Nominativ des reflexiven Possessivpronomens/Possessivartikels. Wie kann das sein und welche Bedeutung haben solche Wortverbindungen? Denn eigentlich müsste "Reflexiv und zugleich Subjekt" doch eine unmögliche Kombination sein, weil ein Reflexiv ja auf das Subjekt des Satzes (oder mitunter auch auf ein anderes, übergeordnetes Wort/Satzglied) referiert. Bezieht sich ein solcher Reflexiv auf das Subjekt des vorherigen Satzes? Oder ist er überhaupt nicht reflexiv? Warum gibt es einen solchen Nominativreflexiv nur beim Possessiv, aber nicht als einzelnes Pronomen im Nominativ, das bei Kasuskongruenz innerhalb eines Satzes oder beim Aufgreifen desselben Subjektes in einem neuen Satz vorkommen könnte? --2A0A:A540:91E2:0:CD0E:C808:3C9F:AB80 14:39, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Reflexivität im Nominativ braucht man, um beispielsweise Kopula sinnvoll auszudrücken, denn in den meisten Sprachen muss das Prädikativum in Kongruenz zum Subjekt stehen. --Bildungskind (Diskussion) 15:07, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Gerade die Möglichkeit fehlt aber im Lateinischen oder im Nordgermanischen. Einen Nominativ des Refelxivpronomens gibt es nicht. Und den Nominativ des reflexiven Possessivs verwendet man nur dafür? Gerade habe ich beispielweise folgendes Beispiel aus einem Lateinlehrbuch finden können: "Bestiis, quae in silva vivunt, copilia sua sunt." Was ist der Bezug von "sua" (reflexiver Possessiv im Nominativ Neutrum Plural)? --2A0A:A540:91E2:0:CD0E:C808:3C9F:AB80 16:16, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ich glaube, da steckt ein Verständnisproblem – wobei das die alten Grammatiken zugegebenermaßen auch nicht gut machen. Reflexivität muss sich nicht auf das beziehen, was syntakiktisch das Subjekt wäre, sondern ist etwas semantisches; der Agens des Satzes ist damit gemeint. In dem Fall also bestiis. --Bildungskind (Diskussion) 16:51, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
hm. Gilt das nur für den Possessiv oder allgemein für Reflexive? (Wenn ich darüber nachdenke, kann ich Vergleichbares sogar im Deutschen finden: "Den Tieren gehören ihre "eigenen" Vorräte", aber nicht "den Tieren gehören deren Vorräte", das wären andere Besitzer der Vorräte.)
Aber bei Personalpronomen würde ich schon sehen, dass sich die Reflexivpronomina nach dem grammatischen Subjekt und nicht nach dem semantischen Bezug richten. Beim Siezen beispielsweise wird die grammatische dritte Person (Plural) für die semantische zweite Person verwendet, aber das Reflexivpronomen in Dativ und Akkusativ bleibt "sich". Generalisierendes "ich" und generalisierendes "du" behält die Reflexivpronomina "mir/dir" (Dativ) und "mich/dich" (Akkusativ), obwohl semantisch eher "man" als "ich" oder "du" gemeint ist. --84.44.175.157 19:39, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Eherne Abdampfschale ...?

Was ist eine eherne Abdampfschale der Alchimisten ?

--80.136.87.51 17:57, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Überschrift als Service für IP ergänzt. --G-41614 (Diskussion) 18:41, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Siehe eherne Abdampfschale: Eine Abdampfschale aus Metall. -- Juergen 185.205.127.191 18:59, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Abdampfschalen aus Nickel
Commons hat nur normale Abdampfschalen und welche aus Nickel. Es ist aber durchaus möglich, dass bis zur Erfindung des heute vorherrschenden Abdampfschalenmaterials durch den Alchimisten Johann Friedrich Böttger Abdampfschalen aus Bronze, Eisen oder anderen Erzen hergestellt wurden. --Rôtkæppchen₆₈ 21:35, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

(BK) Eine aus Erz (= aus Eisen) gefertigte Schale? --Elrond (Diskussion) 19:00, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

„ehern“ = „erzen“ = „bronzen“. Also eine Schale aus Bronze. Bronze oxidiert nicht so, dass die Schale unbrauchbar wird. Aus Eisen kann man praktisch nichts fertigen. Zu weich, zu oxidanfällig. Eisen wäre zunächst zu Stahl zu verarbeiten, um überhaupt brauchbar zu sein und wäre dann immer noch der starken Oxidation ausgesetzt. Nicht umsonst sind Mörser oft aus Bronze. Ein eherner Panzer ist aus Bronze, eherne Grundsätze sind in Bronze gefertigte Gesetze (siehe Zwölftafelgesetz). --Heletz (Diskussion) 06:09, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
de:wikt:ehern kennt noch zwei andere Bedeutungen. --Rôtkæppchen₆₈ 06:32, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Die Lutherbibel (1912) übersetzt "χαλκὸς ἠχῶν ἢ κύμβαλον ἀλαλάζον" (1. Kor 13:1) mit "tönend Erz oder eine klingende Schelle". (Die "Einheitsübersetzung" hat "dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke".) Was jetzt nicht soviel über die Bedeutung von "Erz" (bzw. "ehern") im Deutschen aussagt... Für die Übersetzer erkennbar war das griechische Krachdingsbums etwas Buntmetallisches (χαλκὸς), also mit Kupfer. (Darüber, was eine Zimbel - κύμβαλον - ist, will ich mich nicht auslassen.) Ich hätte spontan "ehern" als "aus Eisen" interpretiert, aber anscheinend gibt es auch einen anderen (deutschen) Sprachgebrauch. --95.116.58.175 09:53, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Die Bibelstellen hier zum nachlesen: (1 Kor 13,1 NA) und (1 Kor 13,1 LUT). --Rôtkæppchen₆₈ 21:32, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Partei identifizieren

File:Hagen Party Members - DPLA - 6e81e33f5bac415c874ff7f26f58f2c1 (page 1).jpg

Bitte um Hilfe bei Zuordnung dieses Bildes, ich konnte nichts finden. --GeorgHH (Diskussion) 21:48, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Was suchst Du denn? Deutlich sichtbar sind das SA und SS und NSDAP Angehörige nach November 1936 (Eine Quelle nennt als Stiftungsdatum des auf dem Foto getragenen Abzeichen vom SA - Treffen in Braunschweig 1931 den 6. November 1936 an, wohl ein Irrtum der Quelle.), einige oder alle der Standarte 132 aus Hagen. --RAL1028 (Diskussion) 23:20, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Die Partei dürfte angesichts der Fülle der Hakenkreuze auf Anstecknadeln und Armbinden klar sein, oder? --Grüße vom Sänger ♫ (Reden) 23:36, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das Stadtarchiv Hagen scheint da rührig zu sein. Vielleicht magst Du dort mal anfragen. --RAL1028 (Diskussion) 23:39, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Die Hauptplatte der vier Bilder (https://catalog.archives.gov/id/162123420, https://catalog.archives.gov/id/162123423, https://catalog.archives.gov/id/162123426, https://catalog.archives.gov/id/162123429) ist vollständig beschriftet: "Hagener Gruppe an der Feldherrnhalle 9. XI 33", also der zehnte Jahrestag des Hitlerputsches, darunter Name und Adresse des Kunden: "David Keller, Hagen i. W., Frankfurterstraße 37a". --79.238.78.96 09:48, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Dann sind die Nazis aus Hagen i.W. extra nach München gefahren, um dem gescheiterten Hitlerputsch von 1923 zu gedenken. --Rôtkæppchen₆₈ 09:58, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
<klugscheiß> des gescheiterten Hitlerputschs zu gedenken </klugscheiß> --Jossi (Diskussion) 10:13, 17. Jun. 2024 (CEST) Beantworten
Originalbeischrift: (https://catalog.archives.gov/id/162123429?objectPage=2) "Hagener Parteigenossen von 1922-23 – München 9. Nov. 1933" --79.238.78.96 10:11, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Dieser Abschnitt kann archiviert werden. GeorgHH (Diskussion) 15:57, 17. Jun. 2024 (CEST)

Was ist eigentlich im 19. Jahrhundert / um 1800 mit der deutschen Sprache passiert?

Wenn ich Texte aus dem 18. Jahrhundert lese, beispielsweise noch von 1789, dann finde ich es teilweise schwer, ihnen zu folgen, und habe regelmäßig den Verdacht, dass es einen semantischen Wandel bei bestimmten Wörtern gegeben haben muss. Wenn ich Texte aus dem 19. Jahrhundert lese, interessanterweise teilweise schon bei solchen aus der Zeit um 1820 oder 1840, dann finde ich sie völlig verständlich und bemerke kaum Unterschiede zu jüngerem oder heutigem Deutsch. --2A0A:A540:91E2:0:1923:ADCF:FB32:BA04 22:51, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Aufkommende Rechtschreibregeln sagt mein Bauch. Früher hat der Mönch möglichst genau abgeschriebenen. Aber Urkunden wo man nichts abschreiben konnten, wurden nach Gefühl geschrieben. Das ergab dann ganz lustige Schreibweisen des selben Ortsnahmen. Mit Luther mit der deutschsprachigen Bibel und zusammen mit dem Buchdruck begannen nicht nur das Zeitalter viel mehr Leute lesen konnte, sondern es auch ganz viele gleiche Werke gab. Vereinfacht, die Leute konnten begreifen was mit dem Spruch „schrieb doch wie Luther, dann versteh ich es“ gemeint war. Wann begann das mit der Schulpflicht? So ziemlich genau in dem Zeitraum, wo der Fragesteller die Änderung feststellt. --Bobo11 (Diskussion) 22:58, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Kommt vermutlich auch darauf an, aus welchem Raum du Texte vor 1800 liest. Die Weimarer Klassik hat viel zur Normierung der deutschen Sprache beigetragen. Grüße Dumbox (Diskussion) 23:14, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Es geht mir nicht um die Orthographie, derartige Unregelmäßigkeiten kann ich leicht erkennen, überbrücken und ausgleichen. Die Paulskirchenverfassung beispielsweise zeigt deutliche orthographische Abweichungen von heutigem Deutsch, aber sprachlich ist sie völlig verständlich und weist wenige heute ungewöhnliche Wörter auf. Jener Text dort (Jg.1789. (1789) (8) - Digitale Sammlungen der Universitätsbibliothek Bielefeld (uni-bielefeld.de)) - lest ihn bitte ganz, wenn ihr könnt - ist zeitlich viel näher an der Paulskirchenverfassung als diese an der Gegenwart, kommt mir aber viel fremder und weniger leicht lesbar und verständlich vor und enthält einiges, worüber ich zunächst stolpere oder dessen Bedeutung mir erst einmal rätselhaft bleibt. --2A0A:A540:91E2:0:DDD3:A3FD:1E82:890E 23:20, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Dass man Texte, die zeitlich früher geschrieben wurden, besser verstehen kann, als ältere, dürfte klar sein. Ansonsten kommt noch der o.g. Punkt hinzu, dass die Weimarer Klassik eine normiernede Wirkung zeigte und durch die Entstehung eines Nationalbewusstseins auch das Bedürfnis einer einheitlichen Sprache entstand. Dazu kommt noch das Wirken der Brüder Grimm, Adelung etc. und gegen Ende des Jahrhunderts auch der Einfluss von Konrad Duden, die ebenso normierend wirkten. --Bildungskind (Diskussion) 23:25, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ich denke, das hat auch etwas mit der Textsorte zu tun. Die Paulskirchenverfassung regelt dieselben Dinge wie eine heutige Verfassung und tut das zum Teil mit denselben Begriffen, die auch heute noch im Recht, speziell im Verfassungsrecht, in Gebrauch sind. Der von dir verlinkte Text von 1789 ist eine satirische Betrachtung, bei der der Autor sich Mühe gibt, sprachlich ein paar Extralocken zu drehen, um (nach damaligen Maßstäben) besonders witzig zu erscheinen (zum Beispiel die extra langen und verzwirbelten Sätze); er ist zudem tagesaktueller und erfordert daher sehr viel mehr inhaltliches Hintergrundwissen über die damaligen Lebensverhältnisse (Was war ein Barbier, ein Bader, eine Badstube? Was war der Unterschied zwischen einem Bader und einem Chirurgen? usw.) Das macht ihn zwangsläufig schwerer verständlich. Wenn du einen satirischen Text aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nimmst (zum Beispiel aus dem Kladderadatsch oder den Fliegenden Blättern), wirst du vermutlich auf ähnliche Verständnisprobleme stoßen. --Jossi (Diskussion) 23:33, 16. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Kann den Text ehrlich gesagt ganz gut verstehen. Es geht darum, was mit den Barbieren passieren soll, jetzt wo sie doch nicht mehr du Aufgaben des Chirurgen wahrnehmen. Früher wars für sie leichter, insbesondere auch, weil durch ein Konzil das Tragen von Bärten verpönt war.
Sonst gibt es eben einige Wendungen, die unserem Standarddeutschen verloren gegangen sind. Wie z. B. "außere Schäden zu besorgen". Besorgen bedeutet hier "behandeln", sich darum kümmern. --2A02:8071:60A0:92E0:3562:9428:B31:B40C 19:29, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das ist auch nicht schwieriger zu lesen als z.B. die Anekdote aus dem letzten preußischen Kriege. --Chianti (Diskussion) 20:43, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Was du beobachtet hast, lässt sich nicht auf einige wenige Jahre um 1800 reduzieren. Sprache erlebte einen ständigen Wandel. Manche Autoren beharren bewusst auf althergebrachten Formulierungen, sei es aus Respekt vor der Tradition, sei es, weil ihre Worte so gewichtiger wirken. Andere brechen bewusst mit alten Traditionen, um schon durch den Sprachgebrauch zu zeigen, dass sie sich von althergebrachten Ansichten gelöst haben. Du hast aber nicht ganz Unrecht: Besonders auffällig wird das in der Zeit der Aufklärung. Ein konkretes Beispiel dafür ist ein und dieselbe Bibelpassage, ins Deutsche übersetzt von zwei verschiedenen Personen: der eine, ein kirchenkritischer protestantischer Rationalist, verwendete bereits 1735 eine moderne, aufklärerische Sprache; der andere, ein in der Tradition verhafteter katholischer Ordensgeistlicher, verwendete ein Menschenalter später (1791) immer noch eine vergleichsweise altertümlich wirkende Sprache:
Lorenz Schmidt, 1735: "Gott hatte eine gewisse Gegend in der Landschaft Eden, welche gegen Osten liegt, ganz besonders zugerichtet, weil er sie Adham zur Wohnung einräumen wollte. Er hatte in derselben die schönsten Bäume wachsen lassen, welche die herrlichsten Früchte trugen."
Konstantin Fuchs, 1791: "Gott der Herr aber hatte einen Garten des Wollusts gepflanzet, in welchen er den Menschen, welchen er gebildet hatte, gesezet. Gott der Herr aber brachte auch allerley Bäume von der Erden hervor, welche anmüthig anzusehen, und derer Früchten niedlich und überaus geschmakt zu essen waren." --213.33.64.123 11:41, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Wenn ich die Wortformen (nicht die Wörter!) des zweiten Textes modernisiere, finde ich ihn aber auch heute noch problemlos verständlich. Viel frappierender finde ich die inhaltlichen Detailunterschiede. --2A00:8A60:C000:1:4F:8096:203:EB74 11:53, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Weimarer Klassik ist hier ganz bestimmt nicht die Antwort. Auf dem Gymnasium lasen wir Schiller und Goethe und ich hätte brechen können (Verwunderlich ist, dass damals alle Schüler schimpften, heute aber, wo alle die 40 weit überschritten haben, gehört es zum Guten Ton bei Maria Stuart und Die Räuber ein anerkennendes Oh und Ah anzustimmen und den Faust in die höchsten Höhen zu loben. Ich selbst bleibe mir da Treu und finde diese Literatur weiterhin öd und wie hier ja Thema ist, in einer unverständlichen Sprache geschrieben.). Dieser Wandel hat bestimmt erst sehr viel später eingesetzt. Im Französisch-LK haben wir dagegen Zadig gelesen, ein schlaues kleines Werk und mit genau dem Französisch von heute und das vor 250 Jahren! Le Duc de Deux-Ponts (Diskussion) 12:18, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Wo bitte? Das ist oft super verständlich und Welten schöner als der moderne Schrott, den ich in der Schule ertragen musste. Und wenn ich Goethe lese, finde ich es verständlich und nicht seltsamer als andere Texte, die stark am Versmaß orientiert sind. Wenn wir die Syntax des Faust in eine Prosaform brächten, sähe ich keine gropßen Schwierigkeiten mehr. Ich bin allerdings auch jemand der in der Schule gerne einiges an NDL durch ÄDL ersetzen würde, wenn er könnte.
Und lag es an dem Text, oder an der literaturwissenschaftlichen Analyse, oder anderen Schulinhalten? Ich fand den Deutschunterricht jedenfalls oft auch schrecklich und wir haben fast nur Bücher und andere Texte gelesen, die nach 2000 oder mindestens nach 1950 erschienen waren. --2A00:8A60:C000:1:81F9:A75F:DBC1:92A0 13:05, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Da hättest Du bei uns froh werden können. Unser Deutschlehrer hat uns, total basisdemokratisch, in der ersten Stunde der zehnten Klasse, abstimmen lassen, welche Werke wir lesen werden. Nach 40 Minuten Diskussion hatte er uns dann soweit ... und es wurden genau die Bücher beschlossen, die er, ach was für ein Zufall, gerade so dabei hatte um uns dann noch die ISBN-Nummer zu diktieren. Man hat hat es ja oben gelesen, und ich weiß ja, über Geschmack kann man streiten, nur alter öder Kram! Le Duc de Deux-Ponts (Diskussion) 13:12, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Mein größeres Interesse am Deutschunterricht wurde geweckt, als wir in der Q1 Lessings Nathan lasen. Gut, vielleicht hat Madeleine (äh, darf ich meine Deutschlehrerin in Diskussionen hier ohne ihre ausdrückliche Erlaubnis mit ihrem Vornamen bezeichnen?) auch dazu beigetragen.
Danach habe ich auch anderen Themen eher mitgewirkt. Solche Methoden sollte man an Texten lernen können, die einem selbst zusagen. --2A00:8A60:C000:1:81F9:A75F:DBC1:92A0 13:26, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Schmidt ist sowohl schöner als auch leichter zu verstehen. Fuchs verstehe ich zwar auch, aber "in welchen er gesetzed" usw. ist für mich schwer. --2A02:8071:60A0:92E0:3562:9428:B31:B40C 19:39, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ich werfe mal das Stichwort Sattelzeit in den Ring. --2A02:8071:5810:1400:0:0:0:8190 17:05, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ich habe Bücher aus dem 18. Jahrhundert gelesen und kann den beschriebene Effekt nicht nachfühlen. Beschreib mal mehr. --2A02:8071:60A0:92E0:49E1:E258:94D9:4C7B 19:22, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Es hat, wie oben gesagt, unter anderem mit der Textsorte zu tun. Aber auch mit der Epoche: Texte der Barockzeit (also 17. und Teile des 18. Jahrhunderts) sind gerne sehr umständlich geschrieben – viel umständlicher als solche des Spätmittelalters –, das war der typische Stil der Zeit. Damit hat die Klassik, zum Beispiel Lessing, richtiggehend aufgeräumt. --Freigut (Diskussion) 19:24, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Zu dieser Frage ist es nicht möglich, gesichertes Wissen zu verbreiten. Weder ist die Auskunft dazu da, persönliche Verständnisschwierigkeiten des Fragestellers zu kommentieren, mit eigenen zu verlgeichen oder sonstwie einzuordnen noch dazu, munter und fakten- und belegbefreit über Sprachwandel zu spekulieren. Daher ist es am sinnvollsten, den ganzen Abschnitt ins WP:Café zu verschieben.--Chianti (Diskussion) 20:47, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

17. Juni

Bild ganz herunterladen

Hallo. Ich möchte gern ein Bild von einer Webseite herunterladen, wenn ich das Bild speichern will, bekomme ich aber immer nur den Ausschnitt, der gerade im Fenster sichtbar ist. Und wenn ich herauszoome, dann wird das Bild in schlechter Auflösung gespeichert. Wie kann ich das ganze Bild mit maximaler Auflösung speichern? --80.218.144.56 01:42, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Haste mal n URL, dass man sich das angucken kann? Wenn das Bild in mehreren Teilbildern auf dem Server liegt, bleibt dir nur einzeln runterladen und zusammenpuzzeln. Möglicherweise möchte dann auch jemand nicht, dass du das überhaupt lokal speicherst. --Kreuzschnabel 07:07, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
https://dezoomify.ophir.dev/ o.ä. --Rôtkæppchen₆₈ 07:18, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Cool :) --Kreuzschnabel 07:30, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Danke, aber dezoomify findet keine Datei. Das Bild ist unter [14] zu finden. --80.218.144.56 15:35, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Da erfolgt das Rendering serverseitig. Mit Dezoomify ist da leider nichts zu machen. --Rôtkæppchen₆₈ 16:27, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Henri-Delaunay-Pokal

Antikes griechisches Relief aus dem Nationalmuseum Athen

Hallo liebe Wikipedianer, bei der Präsentation des Henri-Delaunay-Pokals, um den bei der gegenwärtigen Fußball-Europameisterschaft der Herren gekämpft wird, ist mir aufgefallen, dass auf der Rückseite des Vasenkörpers ein Relief eingeprägt ist, das ein antikes griechisches Relief repliziert, das ich mal im Archäologischen Nationalmuseum in Athen fotografiert habe. Bei den Olympischen Spielen wird ja berechtigterweise auf das antike Griechenland Bezug genommen, beim Fußball seltener. Im Text zum Pokal und anderweitig habe ich dazu keine Erläuterungen gefunden. Wisst Ihr etwas? --Rabe! (Diskussion) 09:01, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Trophy idea: "Europe is a word of Greek origin," Pierre Delaunay told UEFA Direct magazine in September 2005. "Europe certainly originated in the Mediterranean Basin, and Greece invented the Olympic Games, so I thought it would be a good idea to find an ancient Greek artefact, depicting a ball if possible – something which was not particularly common – and reproduce this in the form of a trophy. "A Greek journalist who was a friend of Constantin Constantaras, a member of the [UEFA] Executive Committee, found a sculpture of an athlete controlling a ball at the National Archaeological Museum in Athens. The Parisian silversmith Chobillon, who was commissioned to make the trophy, reproduced it on the cup, on the opposite side to the title." https://www.uefa.com/news-media/news/026b-12b68866d10c-3752fb3a31e1-1000--the-henri-delaunay-cup-the-euro-s-cherished-prize/ --BlackEyedLion (Diskussion) 10:02, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das sind eindeutig Apopudobalonten. Vermutlich stammt der Künstler aus dem Umfeld von Rehakles. --Auf Maloche (Diskussion) 10:06, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Danke für die Hilfe! Hier habe ich noch was gefunden: en:Episkyros, en:Football in Greece --Rabe! (Diskussion) 10:40, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Rabattcoupon steuerrechtlich

Ich hatte wegen einer belanglosen Unstimmigkeit von einem Discounter einen Rabattcoupon über einen Euro in die Einkaufsapp gebucht bekommen, der dann beim nächsten Einkauf automatisch vom Zahlbetrag abgezogen werden sollte. Wie ich mir das so vorstellte: n Artikel gekauft macht dann Betrag Z, und irgendwo steht dann noch "-1,00 Euro", in etwa so, wie Pfandbons an der Kasse verbucht werden. So war es aber nicht, sondern unter jedem einzelnen Artikel waren ein paar Cent Rabatt aufgeführt, die, nachgerechnet, sich in der Tat auf einen Euro summierten. Woraufhin ich die Hotline fragte, ob da die Programmierer ihrem Spieltrieb gefrönt hätten... In der Antwort stand dann:

"... wird auf Ihrem Kassenbon anteilig von den gekauften Artikeln abgezogen.

Diese Darstellung führt leider einmalig zu einem verlängerten Kassenbon, ist aber steuerrechtlich notwendig."

Ähm, wie habe ich das denn zu verstehen? --95.116.58.175 12:52, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Umsatzsteuergesetz (Deutschland)#Steuertarif bzw. Steuersatz (statt Hotlines zu belästigen) dürfte weiterhelfen .--213.33.64.123 13:04, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Na ja, es würde ausreichen, den Coupon auf die Summen mit jeweiliger MWSt zu verteilen. Beim Kauf von nur 7%-Lebensmitteln also am Ende abzuziehen. --2003:C1:974F:5400:1865:FE4E:71DA:F596 14:07, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Bahnhof. Der Couponbetrag ist natürlich ein Bruttobetrag inkl. Umsatzsteuer, d. h. dadurch reduziert sich die Steuerlast des Verkäufers ebenfalls. Aber wo ist denn festgelegt, auf welche Produkte er den Rabatt gewährt? Das kann er doch ganz nach Lust und Laune für die Staubsaugerbeutel oder die Hähnchenfilets machen, niemand schreibt ihm vor, daß das proportional auf die gesamten Produkte zu verteilen ist. Und wie auch immer er es macht: Was interessiert das denn den Verbraucher? - Gerade nochmal nachgesehen: Alle Produkte waren Lebensmittel. Unten auf dem Kassenbon stehen unterhalb des Zahlbetrags noch summarisch die Umsatzsteuerbeträge in der Form
Steuersatz Netto + MWSt = Brutto
aufgelistet. Es war aber nicht alles mit 7 % besteuert, es gibt auch Beträge in der 19-%-Zeile, und ich habe keine Ahnung, was das gewesen sein könnte, weil die Steuersätze an den einzelnen Artikelpositionen nicht dranstehen und das auch nicht offensichtlich ist. Wenn nun rein hypothetisch der Käufer teilweise für den privaten und teilweise für gewerblichen Bedarf eingekauft hat und er will die Ausgaben des Geschäftsbedarfs steuerlich geltend machen, dann hat er wohl irgendwie ein Problem... (Zum Glück habe ich das nicht.) --95.116.58.175 14:33, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
" Es war aber nicht alles mit 7 % besteuert, es gibt auch Beträge in der 19-%-Zeile, und ich habe keine Ahnung, was das gewesen sein könnte, weil die Steuersätze an den einzelnen Artikelpositionen nicht dranstehen"
Das bezweifle ich, denn die Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung schreibt vor, dass bei jedem Artikel ausgewiesen sein muss, wie er besteuert wird (bei Bruttopreisangabe). Da steht dann häufig A und B und das wird dann unten in der Summenzeile bei der Mehrwertsteuer wiederholt.
Mein Tankbeleg: "ST:D". In der Summenzeile: "MWSt. 19% (ST:D)"
dm: 1/2. Summenzeile: "1= 19,00 %"
Den Verbraucher interessiert fast nichts, was sich der Fiskus ausdenkt, um arme Buchhalter zu quälen, aber machen darf man deshalb noch lange nicht, was sinnvoll wäre. --Schwäbin 16:01, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Du hast recht, A und B stimmt, und B waren Limonadenflaschen. --95.116.58.175 16:24, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Wenn der Verkäufer auf nur einen bestimmten Artikel seiner Wahl Rabatt gibt, ist deine Gutschrift halt weg, wenn du ausgerechnet diesen Artikel später umtauschst. Wird die Gutschrift als Rabatt über 10, 20, 50 Artikel verteilt, ist der Umtausch eines Artikels von der Summe her wahrscheinlich nicht mehr relevant. Abgesehen davon muss, wenn die Auszahlung der Gutschrift als Rabatt auf Artikel erfolgen soll, die Verteilung auf mehrere Artikel sowieso implementiert werden, für den Fall dass die Gutschrift den Wert des teuersten Artikels übersteigt. Und wird sie nicht als Rabatt auf konkrete Artikel gelöst wird (sondern einfach Gesamteinkaufswert minus Gutschrift kassiert wird), wäre das nicht steuerlich ein Einkommen von dir als Käufer? Was wäre denn wenn die Gutschrift den Einkaufswert übersteigt und du also Geld rauskriegst? (nicht signierter Beitrag von 93.94.65.35 (Diskussion) 15:58, 17. Jun. 2024 (CEST))Beantworten
Das wäre aber nur relevant, wenn die Gutschrift einem oder mehreren bestimmten Artikeln zugeordnet wird. Sie könnte aber auch schlicht artikelunabhängig vom Zahlbetrag abgezogen werden. Und wie das dann der Händler mit dem Finanzamt abrechnet, interessiert eigentlich niemanden. --95.116.58.175 16:28, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Gutschrift ≠ Rechnungskorrektur ≠ Preisnachlass. --Schwäbin 16:45, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Wie der Händler mit dem Finanzamt abrechnet, interessiert sowohl den Händler als auch das Finanzamt – und auch jeden gewerblichen (vorsteuerabzugsberechtigen) Einkäufer beim Händler. Deshalb erfolgt ja die Verteilung. Sie kann auch anders erfolgen, aber irgendwie muss sie vorgenommen werden. Die Verteilung über alle Positionen auf dem Einkaufszettel ist nicht zu beanstanden, wenngleich sie mir etwas schräg erscheint.--Vertigo Man-iac (Diskussion) 17:33, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Der gewerbliche Einkäufer ist hoffentlich so schlau, Rabattcoupons privat zu nutzen, wenn die nicht speziell für das Unternehmen ausgestellt wurden, und ansonsten ist ihm das schlicht egal: Er zieht genau die Vorsteuer ab, die ihm in Rechnung gestellt wurde, egal, in welcher Höhe. --95.116.58.175 19:00, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Jein. Um buchen zu können, weiß er idealerweise, welcher Teil auf 7% und welcher Teil auf 19% Umsatzsteuer entfällt. Ansonsten muss die Buchhaltung Annahmen treffen bzw. nachrechnen.--Vertigo Man-iac (Diskussion) 15:01, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Wieso? Der bucht doch nicht "Limonade, Wurst, Brot, Kuchen", sondern "Lebensmittel für Bewirtung", Betrag x zu 19 % und Betrag y zu 7 %, wie auf dem Beleg ausgewiesen. Und wenn nun x+y um einen Rabattbetrag billiger sind, wen juckt's? Der Verkäufer hat Vorsteuer abgeführt, der Käufer zieht sie wieder ab. Das Finanzamt brauchte theoretisch nicht einmal zu interessieren, ob die korrekt berechnet war, denn Abführung und Abzug gleichen sich plusminus null genau aus. Fiskalisch wirksam wird Umsatzsteuer erst beim Verbraucher: Der muß sie zahlen. --95.116.42.248 21:50, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Belästigen? Statt? Kausalität? WP:KPA? --95.116.58.175 14:11, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Wandgemälde in der Uni Freiburg i. Br.

Ich bin dabei, einen Artikel zum deutsch-amerikanischen Mediziner und Künstler Alfred L. Copley (Alfred Lewin Copley, usprünglich Alfred Lewin, Künstlername Alcopley, 19. Juni 1910 in Gollub - 28. Januar 1992 in New York City) zu schreiben. 1958 erhielt er den Auftrag zu einem Wandgemälde in einem Gebäude der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Er hat es in seinen autobiographischen Notizen recht gut beschrieben: In 1958, when I resided in London, I received a commission from the State Baden-Wurttemberg, Federal Republic of Germany, to paint a mural, 15 meters in length and about 3 meters high/in a science building under construction, at the University of Freiburg im Brezsgau. The challenge which I experienced in painting this mural changed my career as an artist. In this painting, which was the largest I painted up to that time, I was confronted with a very special problem. The wall selected for this mural was on the sixth floor of the science building which was to house several institutes. This wall was placed opposite a window front overlooking a magnificent panorama. On its left side were hills extending to the Black Forest, near the center spread the city with the glorious gothic tower of the Cathedral, and,from the center to the right side, the wide spatial area of the plane of the Upper Rhine river (Oberrheinische Tiefebene) opened up, reaching to the Vosges mountains in Alsace, France. Also: 1958 errichtetes Gebäude für naturwissenschafliche Institute mit einem Panoramafenster und einem monumentalen Wandgemälde (15x3m!) im 5. Stock (wenn er die amerikanische Zählung verwendet hat). Ich wüsste nun gern, um welches Gebäude es sich handelt und ob die Wandmalerei erhalten ist, finde aber keine Informationen. Kann jemand helfen? --Concord (Diskussion) --Concord (Diskussion) 14:18, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Am besten in Willi Grohmann, Kunst an den Freiburger Universitätsbauten: der Staat als Mäzen, https://katalog.bibliothek.kit.edu/bib/749941 nachlesen. --BlackEyedLion (Diskussion) 14:54, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Oder vielleicht in Nicht nur die Wissenschaft ... Ein Kunstführer durch die Universität Freiburg von Veronika Mertens, 1995. --37.201.50.15 17:57, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Herzlichen Dank an beide! Ich versuche mal, ob ich das über WP:BIBA bekommen kann. --Concord (Diskussion) 19:03, 17. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Laut Baedeker Freiburg dürfte es sich um das Gebäude des Physiologischen Instituts handeln. Allerdings sind im Baedeker etliche Ungereimtheiten, könnte also auch falsch sein. Details sind dort nicht angegeben. --2003:E5:B714:56E9:30AC:48C2:C78A:46A2 20:35, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

18. Juni

Lateinkenntnisse in der katholischen Bevölkerung früher

Soweit ich weiß wurde in katholischen Kirchen bis etwa 1975 der Gottesdienst auf Latein gehalten. Wie weit waren damals Lateinkenntnisse in der Bevölkerung in katholischen Gegenden verbreitet? Latein wurde ja nur in höheren Schulen unterrichtet, in die Kirche ging aber fast jeder. Woher hatte das breite Volk die Kenntnisse? --188.23.225.205 01:01, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Gar nicht. Siehe Hokuspokus#Hoc est (enim) corpus meum. --BlackEyedLion (Diskussion) 01:03, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das breite Volk hatte keine Kenntnisse. Das ist ja die Krux an der Sache. --Adtonko 01:03, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Und das ist auch einer der Gründe, wieso schon 400 Jahre zuvor so ein sächsischer Mönch und Theologe (und Antisemit, das darf man auch nicht unterschlagen) ein paar Reformen anstoßen wollte (und damit eher versehentlich eine Kirchenspaltung, mehrere Religionskriege und zahlreiche weitere Dinge verursacht hat, die großen Einfluss auf die folgenden Epochen bis heute nahmen). -- Chaddy · D 01:30, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das ist immer sehr motivierend, wenn eine Frage derart unpräzise schnell einfach mal so formuliert und gepostet wird und bei der Beantwortung darf mensch dann würfeln, was wohl gemeint ist. Also: Von wann bis wann ist „früher”? Wie auch immer, wir haben da was vorbereitet. Der Artikel Lateinunterricht bietet einen recht dünnen Abschnitt „Geschichte des Lateinunterrichts im deutschen Raum” (wobei ich „deutschsprachigen Raum” statt „deutschen Raum”, verbunden mit einer Trennung der historischen Darstellung bis zur Herausbildung der drei deutschsprachigen Staaten, bevorzugen würde).
Zum Glück gibt es woanders noch etwas kundigere Informationen. Der Deutsche Altphilologenverband (DAV) hat ein schönes und lesenswertes Dossier über den Lateinunterricht veröffentlicht: Latein – Das älteste Fach an der deutschen Schule.
Zusammenfassend möchte ich daher dem Kollegen BlackEyedLion zustimmen und ergänzen: Das Erlernen der lateinischen Sprache war seit etwa 720 bis ins 19. Jahrhundert ein Privileg der gesellschaftlichen und überwiegend männlichen Eliten, die Zugang zu den Bildungseinrichtungen hatten und deren Familien über die nötigen Mittel zum Erwerb höherer Bildung verfügten. Das in der Frage angesprochene „breite Volk” erlangte Lateinkenntnisse in sehr seltenen Fällen eigeninitiativ und ansonsten nur durch eine überwiegend nur Männern erlaubte Karriere und Funktion innerhalb der katholischen Kirche. Ohne Beleg (bin zu faul zum Suchen) füge ich hinzu, dass Latein als Herrschaftssprache auch den Wissenschaftsbetrieb dominierte und dies zum Beispiel noch heute für das „breite Volk” schreckliche Auswirkungen in der Sprache von Mediziner*innen hat.
Ebenfalls ergänzend: Hier wird auch auf den sogenannten Latein-Boom nach der Jahrtausendwende eingegangen. 1999/2000 lernten nur 26,4% der bundesdeutschen Gymnasiast*innen Latein. Ich spekuliere mal, dass in der Zeit davor die Zahlen noch niedriger waren und als erste und zweite Fremdsprache an den Gymnasien eher Englisch und Französisch gelernt wurden, sieht man von der geringen Zahl der Humanistischen Gymnasien mal ab. --88.72.111.207 03:04, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Im Text steht etwas von 1975. Da gilt die Antwort "gar nicht" natürlich doch nicht. Wobei damals ein wesentlich kleinerer Anteil der Schüler ein Gymnasium besucht hat, was dem damaligen größeren Anteil der Gymnasien mit Lateinunterricht als heute entgegenwirkt. Die implizierte Prämisse, man müsse die Messe verstanden haben, ist aber falsch. --BlackEyedLion (Diskussion) 06:53, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Es wird schon differenzierter, aber auch noch sehr allgemein. "Lateinkenntnisse" ist halt ein arg vager Begriff und "früher" erst recht. Beschränken wir uns mal auf das liturgische Latein. Es gab immer mal Zeiten, in denen selbst Kleriker nicht recht wussten, was sie da von sich gaben (siehe Mumpsimus ;)), und entsprechende Bemühungen, das zu ändern. Da kann man mit der Bildungsreform Karls des Großen anfangen. Laien hatten über die Jahrhunderte in aller Regel nur eine ganz grobe Vorstellung vom Inhalt der Liturgie, auch wenn sie die Akklamationen auswendig kannten. Das änderte sich allerdings im späten 19. Jahrhundert (Liturgische Bewegung). In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gehörte der zweisprachige Schott zum festen Inventar vieler katholischer Haushalte und wurde (natürlich je nach Interesse) mit zur Messe genommen um der Liturgie inhaltlich folgen zu können: sehr grobe Lateinkenntnisse auch fürs breite Volk. Grüße Dumbox (Diskussion) 07:03, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ich kann berichten, dass wir in den 80ern eine Lateinklasse (ab Klasse 7) hatten und fünf Klassen im Jahrgang waren. Ich habe die Entscheidung für Latein als nicht besonders elitär empfunden. Es gibt und gab auch damals viele Bereiche, wo es nützte (Medizin, Biologie, Fremdwörter, Klassiker, ...), nicht zuletzt bei Französisch, das wir ab der Neunten hatten und wo wir nach drei Jahren diejenigen überholt hatten, die Franz ab der Siebten hatten. --Schwäbin 10:22, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Mir sind immer noch alte Bauern und vor allem Bäuerinnen bekannt, die den Schott komplett auf Latein hersagen können, aber überhaupt keine Ahnung haben, was das alles bedeutet. Es geht eben nix über ein gutes Gedächtnis. Eine Sprache der Magie muss man ja auch nicht unbedingt verstehen, man muss magische Worte nur in der richtigen Reihenfolge aufsagen können, dann wirken sie. --Heletz (Diskussion) 07:11, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Was ist Schott? --95.116.42.248 09:33, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Lies einfach mal knapp darüber statt nur den allerletzten Absatz der Diskussion. -- 09:35, 18. Jun. 2024 (CEST) (unvollständig signierter Beitrag von 79.91.113.116 (Diskussion) )
Hier muss man definitiv unterscheiden, bzw. ich muss nachhaken. Welche Kenntnisse? Passiv oder aktive Lateinkenntnisse? Denn passive Kenntnisse, im Sinne von Wissen was der Priester vorne in der Liturgie als nächstes sagt. Ja, da gab es bestimmt etliche, und darunter auch solche, denen der Sinn hinter diesen Worten/Phrasen/Sätze bekannt war. Nur sind das keine aktiven Lateinkenntnisse. Denn die selben Worte aus verschiedenen liturgischen Sätzen und Gebeten, hätten sie in vielen Fällen in anderer Zusammenstellung, kaum bis nicht verstanden. Geschweige den selber mit den ihnen bekannten Worten einen sinnvollen Satz zusammenstellen, und aussprechen können. Selbst im klerikalen Stand gab es damals gewaltige Unterschiede was die Lateinkenntnisse betrifft. Es finden sich etliche Klagen an den Ortsbischof usw., dass der Leutpriester vor Ort kaum Latein konnte, und nicht mal die Liturgischen Phrasen im Griff hatte (im Sinne von sauber und verständlich ausgesprochen). Bei einem Laienbruder im Kloster war Lateinkenntnisse gar nicht notwendig, die in den seltenes Fällen überhaupt lesen und schrieben konnten (ist natürlich auch abhängig davon von welcher Zeit wir sprechen). Auch mündliche Lateinkenntise war nur rudimentär notwendig, und beschränkten sich durchaus auf die korrekte Aussprache. Der Laienbruder musste nur gute repetieren können, denn Sinn dahinter erfassen, was er jetzt im Gottestdienst zu singen hatte usw. war gar nicht notwendig. Es ist wirklich eine Frage nach dem; „Welche Art von Latein Kenntnisse ist gefragt?“ --Bobo11 (Diskussion) 10:47, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Alles Wesentliche ist eigentlich schon gesagt: Wirkliche Lateinkenntnisse hatten nur diejenigen, die es auf dem Gymnasium lernten, also eine kleine Minderheit. Alle anderen kannten die gängigen Gebete und Antworten in der Messe auswendig und hatten eine ungefähre Ahnung, um was es ging. Bei kurzen Akklamationen (Dominus vobiscum - et cum spiritu tuo usw.) oder beim Vaterunser wusste man auch wortwörtlich, was es bedeutete, bei längeren Gebeten nicht. Wer die lateinische Messe wirklich mitfeiern wollte, benutzte den Schott. Wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht, enthielten aber auch die Diözesan-Gebet- und Gesangbücher zumindest die gleichbleibenden Teile der Messe in Latein und Deutsch. Ich habe 1959 sowohl als Ministrant als auch mit dem altsprachlichen Gymnasium angefangen und weiß noch, dass ich mich gegenüber meinen Messdienerkollegen, die größtenteils keine „Höhere Schule“ besuchten, als privilegiert empfand, weil ich im Gegensatz zu ihnen wusste, was ich da betete. --Jossi (Diskussion) 13:58, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ich hatte übrigens mal vor einiger Zeit in der Auskunft gefragt: [15], ob der Anteil der Lateinkundigen in Deutschland im Mittelalter höher war als heute; vielleicht sind die Antworten dort auch für diese Diskussion hier von Interesse. --Proofreader (Diskussion) 16:55, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Die Ironie der Sache ist übrigens, daß Latein eigentlich nicht die Kirchensprache ist - die war nämlich das Koine-Griechisch, in dem die Septuaginta und NT verfaßt sind. Die Verwendung des Latein war eine Konzession an den Populismus, nachdem das Christentum das "Zentrum der Welt", nämlich das Herz des Imperium Romanum, erobert hatte: Man verwendete jetzt die Sprache des Volkes, damit es das Wort verstünde. (Die Sprache der Oberschicht und Theologen war weiterhin das Griechische. In der Ostkirche hatten sie nicht gemerkt, daß sich etwas getan hatte, weil die Bibelsprache zugleich die Umgangssprache war.) Und ja: Latein reicht dann doch eigentlich auch als Zugeständnis an das Volk der Gläubigen - irgendwelche absurden Barbarensprachen vom Rand der Welt auch noch zu berücksichtigen wäre ja wohl ein bißchen zuviel verlangt. --95.116.42.248 21:17, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Flammengeräusche

Warum machen Schweißbrenner, Benzinkocher u. dgl. eigentlich so einen infernalischen Krach? (Und wie funktioniert die Schalldämpfung bei den Kochern?) --95.116.58.175 01:23, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Es entstehen turbulente Strömungen an der Grenze von heißen Verbrennungsgasen zu kühler Umgebungsluft; genauso wie Strahltriebwerk, ggf. mit einem Nachbrenner an einem Flugzeug (schon mal auf der ILA den Start eines Eurofighters, Tornados oder Phantom mitgehört?), oder Raketentriebwerk Lärm erzeugen (siehe Fluglärm#Fluglärm durch Strahltriebwerke). Grüße, Grand-Duc ist kein Großherzog (Diskussion) 02:23, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Und was kann man dagegen tun? --95.116.42.248 06:16, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Wenig bis nichts. Ab einer bestimmten Reynolds-Zahl wird es turbulent. --Elrond (Diskussion) 08:09, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Also, es gibt lärmärmere Kocher, also kann man offenbar was machen. Ich würde beispielsweise zusehen, den turbulenten Flammenteil einzuhausen und nur die abgebrannte, nicht mehr turbulente Luft bzw. Rauchgase aus Schlitzen rauszulassen, also einen Schalldämpfer. Daß man an ein Strahltriebwerk keinen Schalldämpfer dranbauen kann, ist klar, und bei Schweißbrennern will man es wohl nicht. --95.116.42.248 09:28, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Dann entsteht die Turbulenz an den Schlitzen. Du brauchst einen Diffusor (Strömungsmechanik), in dem die Geschwindigkeit der Flammgase gesenkt wird, bevor sie mit der stehenden Umgebungsluft zusammentreffen. --Rôtkæppchen₆₈ 11:39, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Diskussion:Madelung-Deformität#Selbsthilfegruppe_Madelungdeformität

Hallo,

die Person hat ihre Frage fälschlich auf der Artkeldiskussionsseite gestellt. Aber vielleicht kann ein wissender Benutzer der Person trotzdem helfen. Vermutlich am besten auf die Benutzerdiskussionsseite die Antwort schreiben. --∎ Viele Grüße, Alabasterstein (Diskussion) 09:23, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

VEGANER LEBENSSTIL IM FOKUS

Wie lautet die Adresse an die ich mich zwecks Teilnahme an einer Studie melden kann?

--92.252.77.63 11:18, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Siehe https://www.bfr.bund.de/de/coplant-studie.html . --Rôtkæppchen₆₈ 11:36, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Staaten mit Sezessionsrecht?

In Lichtenstein (ich glaube auch in Luxemburg) gibt es ein Recht, das nach einer Bürgerbefragung einzelen Teile sich abspalten können.
Gibt es andere Staaten, in denen man z. B. eine Volksbefragung machen könnte und anschließend teile des Landes sich abspalten? --2A02:8071:60A0:92E0:0:0:0:2DAC 12:44, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Welches Lichtenstein meinst Du? --Rôtkæppchen₆₈ 13:43, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Zu Liechtenstein siehe hier. Zu Luxemburg finde ich keinen Beleg. Der Artikel Demografie Äthiopiens bemerkt derzeit: „Artikel 39 der äthiopischen Verfassung räumt zumindest theoretisch jeder Region das Recht ein, sich von Äthiopien zu lösen (Sezessionsrecht).” Allerdings konnte sich Eritrea 1993 erst nach einem langen Krieg von Äthiopien trennen. Otfried Höffe diskutiert in der NZZ recht lesenswert die völkerrechtliche Problematik. [16] Ausführlicher, seriös und informativ die Dissertation von Gabriele Dördelmann, siehe hier. Siehe auch die Artikel Selbstbestimmungsrecht der Völker und Territorialautonomie. --88.72.111.207 17:48, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Die Verfassung der Sowjetunion gewährte den Unionsstaaten das Sezessionsrecht. Das war natürlich nur theoretisch gemeint. Ob sich die Unionsstaaten bei der Auflösung der Sowjetunion dann effektiv auf diesen Verfassungsartikel berufen haben, weiss ich nicht. Die baltischen jedenfalls wohl kaum. --Freigut (Diskussion) 19:07, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Eiszeit

Wir haben ja zur Zeit das Känozoisches Eiszeitalter. Wie lange ist es denn her, dass es merklich kälter war als im Moment? Mit merklich meine ich für Normalbürger deutlich feststellbar. Und wann wird die Eiszeit zuende sein und es wieder deutlich wärmer sein? Also wann wird z.B. die Arktis und Grönland wieder befreit sein vom Eis? Wie warm wird es dann in Europa sein? --2001:16B8:B8AF:F000:98B6:7680:8C0E:ADAB 13:33, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Für die letzten 20.000 Jahre siehe https://xkcd.com/1732/. --BlackEyedLion (Diskussion) 14:31, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Die Kleine Eiszeit ist noch gar nicht lange her. Da werden etliche für "Normalbürger" merkliche Folgen geschildert, wie Hungersnöte und Religionskriege, etc. "Deutlich wärmer" kann es schon im Verlauf des jetzigen Jahrhunderts werden (wenn nichts dagegen unternommen wird). --Geoz (Diskussion) 14:41, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Du solltest vor allem nicht das Eiszeitalter mit einer handelsüblichen kleinen Kaltzeit velwechsern. Die Kaltzeiten oder auch „Eiszeiten“, die man in der Schule lernt (also Günzmindelrisswürm oder Elbeelstersaaleweichsel), spielten sich allesamt innerhalb des jüngsten Hundertstels des KE ab. Vor dem Känozoischen Eiszeitalter, also vor schlappen 35 Millionen Jahren, gab es noch keine Normalbürger, die eine Temperatur hätten messen oder sonstwie feststellen können, und die Brontosaurier haben uns keine Aufzeichnungen überliefert. --Kreuzschnabel 14:58, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Waren die da nicht schon längst im Saurierhimmel? --Rainer Z ... 15:26, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Je nachdem, woran die glaubten. --Kreuzschnabel 16:26, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Der Artikel Kreide-Paläogen-Grenze (weitergeleitet von Sauriersterben) sieht den Beginn des Sauriersterbens vor etwa 66 Mio. Jahren. Ich lese dazu ergänzend: „Doch alle Tiere starben nicht auf einmal aus, von heute auf morgen. Man nimmt einen Zeitraum von etwa 300.000 Jahren an, eventuell sogar 800.000 Jahre. Es gibt verstreute Überreste verschiedener Dinosaurier, die sich oberhalb der sogenannten K-P-Grenze (Kreide-Paläogen-Grenze) in der Hell Creek Formation im Nordwesten Montanas befinden. Dies könnte beweisen, dass einzelne Dinosaurierarten bis ins Paläogen überlebten. Weitere Vorkommen von Dinosaurier-Überresten sollen aus dem frühen Paläozän des oberen Ojo Alamo Sandsteins des San Juan Beckens in New Mexiko stammen. Damit zöge sich das Aussterben der Dinosaurier über einen längeren Zeitraum hin als bislang angenommen.” [17] Das Aussterben der Saurier dauerte also wesentlich länger als die Zeit zwischen der sogenannten Neolithisierung vor 10.000 bis 7.000 Jahren bis zu uns heutigen Menschen. --88.72.111.207 16:57, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Achwas. Die wurden alle auf einmal vom selben Meteoriten zermatscht. Kannste überall im Internet nachlesen, also stimmt es. Und heute sind sie alle Erdöl. Das stimmt genauso :) --Kreuzschnabel 17:00, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
<kwätsch> Und das darf ja wohl nicht sein, dass wir durch das Verquietschen des Erdöls unsere Lebensgrundlagen nun schneller zerstören als dieser komische Yucatán-Asteroid mit der Vernichtung der dominanten Vielfraße unserer Evolution in Form den überlebenden Säugetiere den Boden bereiten konnte. --88.72.111.207 18:04, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
"Merklich kälter" ist nicht sehr präzise. Die letzte "echte" Eiszeit wäre die Weichsel-Kaltzeit gewesen. Wir haben einen Artikel drüber. Das Ende des känozoischen Eiszeitalters liegt nicht in einem Zeitbereich, über den sich lebende Menschen Gedanken machen müssten, ob die Menschheit insgesamt, ist unklar.--Meloe (Diskussion) 18:00, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Kann man Russisch und Ukrainisch (und andere slawische Sprachen) nur am Klang unterscheiden und erkennen ...

... ohne diese Sprachen zu beherrschen und beim Hören halbwegs zu verstehen und dann anhand des Vokabulars oder der Lautverschiebungen zwischen ihnen zu identifizieren?


(In geschriebener Sprache wüsste ich um die Unterschiede, aber beim Hören einer weitgehend fremden Sprache ist es schwierig, die einzelnen Wörter zu identifizieren und dann auf diese Details hin zu analysieren.)

--2A00:8A60:C000:1:E926:280D:E8D0:97ED 14:23, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Das hängt davon ab, was du unter „beherrschen“ verstehst. Sicherlich kannst du dir merken, was für typische Phoneme (ob bewusst oder unbewusst) oder was für typische Wörter eine Sprache hat und anhand dessen verschiedene Sprachen voneinander unterscheiden. Auf Ukrainisch und Russisch bezogen ist es möglicherweise etwas schwieriger für Nichtkundige, da beide ostslawische Sprachen sind, aber wenn du in beiden Sprachen einfach nur ein paar Grundvokabeln und etwas Grammatik lernst (A1 dürfte dafür sogar schon reichen), sollte man schon einen Unterschied merken können. --Bildungskind (Diskussion) 14:47, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ja und nein. Wenn Du raten musst, ob jemand russisch, polnisch oder serbokroatisch spricht, das ist mit etwas Übung am Klang machbar, wenn der Sprecher keinen breiten Dialekt spricht.
Eine Sprache sicher erkennen ist so aber nicht möglich. Das liegt auch daran, dass Sprecher slawischer Sprachen die Benennung ihrer Sprache an politischen statt an sprachlichen Kriterien festmachen. So ist z. B. Kroatisch der Überbergriff für drei verschiedene serbokroatische Dialekte, die in Kroatien gesprochen werden, von denen einer aber auch in Bosnien, Montenegro und Teilen Serbiens gesprochen wird. Ähnlich wie Schweizerdeutsch, das ein Übergebriff für drei alemannische Dialekte ist, von denen einer auch in Deutschland gesprochen wird.
Beispielsweise wird Serbokroatisch im Gegensatz zu Russisch eher vorne im Wort betont und jeder Vokal entspricht nur einem Laut, während es im Russischen z. B. zwei verschiedene O gibt, ähnlich wie im Deutschen. -- Aspiriniks (Diskussion) 14:49, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ich kann einigermaßen Tschechisch. Serbokroatisch klingt für mich wie Tschechisch, ich merke nur, daß da immer wieder unbekannte Wörter verwendet werden. Ich finde, Russisch und Ukrainisch sind ähnlich nah. --Ralf Roletschek (Diskussion) 14:51, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ah, das ist natürlich beim Punkt „und andere slawische Sprachen“ wichtig. An die südslawischen Sprachen habe ich gedanklich nicht gedacht. Bzgl. Russisch und Ukrainisch darf man auch nicht vergessen, dass es noch Surschyk gibt und Menschen, die Russisch als Muttersprache hatten, sprechen Ukrainisch anders aus (und andersherum) etc. --Bildungskind (Diskussion) 14:52, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Interessant. Danke für die Informationen. Aber an Südslawisch hatte ich wirklich überhaupt nicht gedacht, sondern vornehmlich daran, Russisch und Ukrainisch in gesprochener Form voneinander und von anderen slawischen Sprachen zu unterscheiden. In geschriebener Form kann ich das recht gut. Aber da ich kaum Slawisch kann (inhaltlich), fällt es mir in einem solchen Redeschwall schwer, einzelne Wörter auszumachen, anhand derer oder anhand deren unterschiedlicher Form ich die Sprachen sicher identifizieren könnte. --2A00:8A60:C000:1:91E7:17C3:C3B1:4D8F 14:55, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ukrainisch und Russisch sind klanglich ziemlich ähnlich. Siehe z. B. [18]. -- Aspiriniks (Diskussion) 15:35, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ich habe mehrmals erlebt, daß sich Ukrainer und Polen verständigen konnten, obwohl beide die andere Sprache nicht beherrschen. --Ralf Roletschek (Diskussion) 15:39, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das funktioniert auch zwischen Serbokroatisch und Russisch, wobei es beim Serbokroatischsprecher etwas auf den Willen ankommt (also darauf ob er ideologisch bedingt die Eigenständigkeit seiner Sprache besonders betonen möchte oder nicht). Übrigens geht das auch zwischen Spanisch und Italienisch, wenn beide etwas langsam sprechen. -- Aspiriniks (Diskussion) 15:45, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ich kann mich auch mit einem Schweizer oder Südbadener verständigen, werde ihn aber trotzdem als solchen identifizieren können. --2A00:8A60:C000:1:91E7:17C3:C3B1:4D8F 15:45, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Für Norddeutsche soll es teils schwierig sein, schwäbisch und bayerisch zu unterscheiden, was für die Muttersprachler nicht ganz nachvollziehbar ist :-) Aspiriniks (Diskussion) 15:47, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
So wie es für uns Fischköppe schwierig ist, die Feinheiten der alemannischen Sprachen (ist das überhaupt noch ein Dialekt oder nicht doch eine ganz andere Sprache?) zu erkennen überhaupt was zu verstehen, dürfte es für die Almöhis schwer sein die Feinheiten der diversen Plattdütscharten, und den eng verwandten Frys, Nederlands etc. zu unterscheiden. Aber generell Norddeutsch oder Süddeutsch ist schon gut zu erkennen.
Ähnliches gilt für die diversen Dialekte der Insel (Cockney, Glaswegian, Yorkshire...) oder der iberischen Halbinsel (wenn wir da mal Baskisch weglassen).
Dürfte mit einiger Gewöhnung auch für slawische Sprachen gehen, und was genau einige bedeutet hängt vom POV ab. --Grüße vom Sänger ♫ (Reden) 15:58, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Da kommen wir der eigentlichen Frage schon etwas näher: Mit sprachlichen Detailkenntnissen und dem Wissen um bestimmte sprachliche Merkmale, die man in der zu hörenden gesprochenen Sprachen auch identifizieren können muss, kann man solche Sprachen auseinanderhalten. Aber ohne Grundkenntnisse, die über zwei drei Wörter und einige Merkmale hinausgehen? Ich habe beispielsweise erst nach dem Lesen der Texte zusammen mit dem Gesprochenen tatsächlich und bewusst bemerkt, dass Olena Androssowa in ihrer Aufnahme des Liedes Hej sokoly abwechselnd Ukrainisch und Polnisch singt, obwohl die Unterschiede offensichtlich sind (in einer "deutschen Lautschrift": "swin, swin, swin, swinotschku" vs. "swon, swon, swon, swonetschku" --2A00:8A60:C000:1:91E7:17C3:C3B1:4D8F 16:18, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ich als jemand, der nach bayerischer Definition Norddeutscher sein dürfte, nach meiner eigenen aber nicht, kann dies nicht verstehen. Es gibt doch einen unglaublich markanten Unterschied: Schwäbisch verschiebt auch am Silbenende und nicht nur am Silbenanfang wie im Standarddeutschen ein ursprüngliches "s" zu "sch", wenn diesem ein weiterer Konsonant nachfolgt (wobei der folgende Konsonant inzwischen mitunter geschwunden ist). Bairisch tut dies nicht und hat auch einen anderen Klang, nicht so einen Singsang, viel "rauer". --2A00:8A60:C000:1:91E7:17C3:C3B1:4D8F 16:03, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Bei mir auch. Polnisch (Handwerker), Tschechisch (Hurvinek und Spejbl), (Slovakisch), "Ungarisch" (slawisch?) kann ich ohne Sprachkenntnisse unterscheiden. --Wikiseidank (Diskussion) 16:11, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Sorry, aber der Ausdruck "serbokroatische Dialekte" ist ein Anachronismus. Serbokroatisch wurde aus štokavischen Dialekten kodifiziert, die im damaligen Kroatien (heute Herzegowina) und Serbien am meisten miteinander kompatibel waren. Čakavische und kajkavische Dialekte sind unter Serben dagegen eher weniger verbreitet. Die genannten Sprachen und ihre Dialekte gab es da schon sehr lange. --Mravunac (Diskussion) 15:57, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Sind die "serbokroatischen Dialekte" (=südslawisch minus Slowenisch und Bulgarisch/Mazedonisch) ohne diese künstliche Standardisierung (die bis heute in allen vier Ländern angewendet wird) eher eine Sprache oder mehrere? Aber selbst dann gäbe es nicht eine kroatische Sprache, sondern drei, von denen eine wiederum dieselbe Sprache wie Serbisch wäre. Hm. Was ist eine Sprache udn was ist an Dialekt? --2A00:8A60:C000:1:91E7:17C3:C3B1:4D8F 16:07, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das Čakavische ist eine westsüdslawische Sprache, das Kajkavische ist eine westsüdslawische Dialektgruppe, Štokavisch bezeichnet in der Linguistik eine Dialektgruppe der südslawischen Sprachen. --Mravunac (Diskussion) 19:00, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ähm ja, da kann der Fragesteller sehen, welche Verwirrung entsteht, wenn ein Slawisch-Muttersprachler sich dazu äußert. Das hat ja aber mit der Fragestellung nichts zu tun. Aber wenn Du die Einleitung von Ripuarische Dialekte liest, wirst Du am Ende auch nicht mehr wissen, ob das was BAP singt ein Dialekt oder eine Sprache ist :-) Aspiriniks (Diskussion) 19:17, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Mir ging es um den Anachronismus: Serbisch ist 1814 entstanden, Kroatisch 1830, Serbokroatisch hingegen erst 1850. --Mravunac (Diskussion) 19:53, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Serbokroatisch hieß vorher Illyrisch, belegt seit 1604 (Illyrische Sprache (Neuzeit)). Mazedonisch gibt es seit 1943. Und? Das sagt über sie gegenseitige Verständlichkeit nichts aus. -- Aspiriniks (Diskussion) 20:02, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Die Bezeichnung ilirski (illyrisch) für die eigene Sprache wurde besonders im Zuge der Illyrischen Bewegung der 1830er Jahre populär, verschwand aber nach 1860 wieder. Serbokroatisch kam erst beim Wiener Abkommen zustande. Verständlichkeit ist ja nicht einmal innerhalb des Čakavischen grundsätzlich gegeben. --Mravunac (Diskussion) 20:35, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
In der Army hatten wir Tondokumente in östlichen Sprachen, mit denen wir am Klang intuitiv die Sprachen unterscheiden lernten (sie hören Russisch). Nach einigem Training konnte man nach wenigen Sätzen die Sprache benennen. Gruss, --Markus (Diskussion) 20:21, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Auch um Russisch von Ukrainisch zu unterscheiden oder eher um ungarisch, rumänisch und russisch zu unterscheiden? -- Aspiriniks (Diskussion) 20:32, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Es gibt Leute, die Rumänisch und Ungarisch nicht von slawischen Sprachen unterscheiden können? --109.40.241.183 20:36, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Aber gibt es denn hörbare Unterschiede oder kann ich davon ausgehen, dass ich Ukrainisch höre, wenn ich das Gefühl habe, eine Frau klinge beim Sprechen so ähnlich wie Olena Androssowa ((Splendent)Eileen)? --109.40.241.183 20:40, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Für den Fragesteller interessant ist evtl. noch Interslawische Sprache. -- Aspiriniks (Diskussion) 20:12, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Vielleicht ist für Mitlesende auch der Artikel Deklaration zur gemeinsamen Sprache interessant (?) --Doc Schneyder Disk. 20:43, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ein eigener Artikel für Serbo-Kroato-Slowenisch wäre wohl auch interessant. --Mravunac (Diskussion) 20:46, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Abkürzung "Eng." (Titel)

Was bedeutet die Abk. "Eng." in Eng. ‘Amr Faruk Farid? nochmal? --Damenbauer (Diskussion) 17:04, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Ziemlich sicher Engineer = (Diplom-)Ingenieur --Concord (Diskussion) 17:22, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Heißt "Engineer" im Englischen eigentlich wirklich "Ingenieur" oder nicht oft doch eher "Maschinist" (und ist dann als falscher Freund so ins Deutsche übernommen worden?) --2A00:8A60:C000:1:F58B:C511:B472:65BC 19:09, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Das kannst Du in einem Wörterbuch nachlesen, z.B. online: en:wikt:engineer. 62.157.8.35 21:14, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Es gibt den akademischen Abschluss des Bachelor of Engineering und den Master of Engineering. Abkürzung ist B. Eng. oder BEng und M.Eng. oder MEng. Klingt weniger nach Maschinist. --Elrond (Diskussion) 23:22, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Eher nicht Diplom, da das eine deutschländische Spezialität ist, die auf Kaiser Wilhelm II. zurückgeht. Eher werden die Grade B. Eng. und M. Eng. verliehen. --Rôtkæppchen₆₈ 00:09, 19. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

V

In spätmittelalterlichen Quellen bzw. deren Editionen findet sich das Zahlzeichen v (ein durchgestrichenes V), so wie es auch das Zahlzeichen J (ein durchgestrichenes J) gibt. Letzteres ist klar, es bedeutet ½. Auch bei V wird eine Hälfte ausgedrückt, aber welche? Kaum 2½, das wird sonst IIJ geschrieben. Vielleicht 4½? oder 5½? Hier auf Seite XXII unten werden die beiden Zeichen thematisiert: «für ½ mußten besondere Typen geschnitten werden (J, V)», aber eben, was Letzteres genau meint, will sich mir nicht mit Sicherheit erschliessen. In der ab Seite 1 folgenden Edition kommen beide Zeichen häufig vor. Kennt sich da jemand aus? Besten Dank! --Freigut (Diskussion) 17:27, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Es gibt auch X (s. 10, Zeile 85): MMCCCIX. Bei den römischen Zahlen wird das letzte Zahlzeichen durchgestrichen. Ich vermute, daß es einfach +½ heißt. 62.157.8.35 18:06, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
nein, das heißt fünfthalb, also 4 ½ (Grun, Schlüssel zu alten und neuen Abkürzungen, S. 289). --79.238.78.96 18:12, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Super, einen grossen Dank euch beiden! --Freigut (Diskussion) 18:15, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Also heißt es -½. Dann sollten nach soviel Pfund maximal 9 Schilling vorkommen (S. XVI: 1 Pfund = 20 Schilling, 1 Schillung = 12 Pfennig). 62.157.8.35 18:18, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Wurm, der im chinesischen Gebirge gesammelt wird

Ich habe vor einigen Jahren eine Dokumentation gesehen, die von Familien handelte, die in einem chinesischen Gebirge als Einkommensquelle Würmer sammeln. Es handelt sich vermutlich um Nomaden, die in einer Art Jurte leben und für die Eigenbedarf auch Vieh halten. Die Landschaft war teilweise von Schnee bedeckt. Die Würmer (evtl. auch Larven) dürften so etwa 3cm lang gewesen sein und eher selten vorkommen. Soweit ich ich mich erinnere wurde eine Animation gezeigt, bei der sich ein Wurm von der Oberfläche in den Boden gräbt. Später wächst aus dem Wurm eine Pflanze (vermutlich aus gefressenen Samen), was vermutlich der Grund ist, warum er so besonders ist. Weiß jemand, um welche Würmer es sich da handelt, bzw. wie man mehr zu dem Thema erfahren kann? Die Dokumentation war ziemlich sicher von China Central Television, vermutlich auf Englisch. --213.162.73.249 17:52, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Könnte Chinesischer Raupenpilz sein. --Geist, der stets verneint (Diskussion|meine Beiträge) 22:00, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Wiederbewilligungsantragsformular Hartz V - Was ist eine "private Rentenversicherung (die nicht der Altersvorsorge dient)" ?

176.7.173.14 18:29, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Vermutlich eine private Rentenversicherung, die vor Erreichen der Altersgrenze schon auszahlt (ich sag mal das Stichwort: Sofortrente). --Schwäbin 18:33, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Oder die vor dem Renteneintrittsalter zurückgekauft werden können. Private Rentenversicherungen sind im Sozialrecht nur dann als Altersvorsorge geschützt, wenn die Verwertung vor dem Renteneintrittsalter ausdrücklich ausgeschlossen ist. -- 2A02:908:122:55C0:468A:5BFF:FECC:62BA 19:14, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Verstehe. Also falsch formuliert. Denn, daß sie der Altersvorsorge (also als "Rente") dient ist ja in keinem Fall ausgeschlossen. 176.7.173.14 23:33, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Rente ist ja nicht nur Altersvorsorge, siehe unsere BKS Rente. --Rôtkæppchen₆₈ 23:52, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Zu "Private Rentenversicherungen sind im Sozialrecht nur dann als Altersvorsorge geschützt, wenn die Verwertung vor dem Renteneintrittsalter ausdrücklich ausgeschlossen ist" - es gibt wohl noch eine weitere Ausnahme: wenn die Verwertung eine unbillige Härte darstellt, siehe hier (ohne URL, Spam-Blacklist sei dank): https:// www.gegen-hartz.de/urteile/hartz-iv-private-altersvorsorge-ist-verwertbares-vermoegen. Grüße, Grand-Duc ist kein Großherzog (Diskussion) 00:03, 19. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Schreib Deinen Spamblacklist-URL einfach in <nowiki>…</nowiki>: https://www.gegen-hartz.de/urteile/hartz-iv-private-altersvorsorge-ist-verwertbares-vermoegen . --Rôtkæppchen₆₈ 00:12, 19. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Absichern gegen Passwortklau des Passwort-Managers

Ich bin am überlegen, einen Cloud-Passwortmanager einzusetzen wie z.b. Bitwarden oder den von Mozilla, der die Passwortdatenbank von Firefox speichert. Was für mich schwierig ist, ist ein rein lokaler Passwortmanager. Damit bin ich dann unterwegs aufgeschmissen. Was mich verunsichert ist die Tatsache, dass, würde mir das jeweilige Masterpasswort gestohlen, alle meine Zugangsdaten offen liegen würden. Was für praktikable Möglichkeiten gibt es, dem vorzubeugen?

--176.199.210.203 21:57, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Bitwarden Two-step Login Methods -- southpark 22:01, 18. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

19. Juni

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