Kreis Schotten

Basisdaten (Stand 1938)
p1
Bestandszeitraum: 1852–1938
Bundesland: Volksstaat Hessen
Regierungsbezirk: Oberhessen
Verwaltungssitz: Schotten
Fläche: 460,54 km2
Einwohner: 28.768 (01.01.1933)
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km2
Kreisgliederung: 54 Gemeinden
Lage des Kreises Schotten in Volksstaat Hessen
Karte
Hessen im Jahr 1930

Der Kreis Schotten ist ein ehemaliger Landkreis in der Provinz Oberhessen des Großherzogtums Hessen. Das Landratsamt befand sich in Schotten.

Geschichte

Territorialentwicklung

Der Kreis wurde am 12. Mai 1852 gegründet. Er übernahm Teile des gleichzeitig aufgelösten Regierungsbezirks Gießen.[1]

Bei einer Kreisreform im Jahr 1874 wurde der Kreis Schotten um die Gemeinden Eichelsdorf, Gedern, Glashütten, Mittel-Seemen, Nieder-Seemen, Ober-Lais, Ober-Schmitten, Ober-Seemen, Steinberg und Volkartshain des aufgelösten Kreises Nidda erweitert.[2]

Der Kreis Schotten wurde zum 1. November 1938 aufgelöst. Die Gemeinden des Kreises wurden auf die angrenzenden Landkreise Gießen, Büdingen, Lauterbach und Alsfeld verteilt.

Leitende Beamte

Kreisräte
Kreisdirektoren

Einwohnerzahlen

Die Entwicklung der Einwohnerzahlen im Kreis Schotten:[7][8]

Jahr Einwohnerzahl
1852 21.495
1900 26.338
1910 27.744
1925 28.112
1933 28.768

Gemeinden

Gemeinde Einwohner am 1. Dezember 1910[9] späterer Kreis
Altenhain 0.319 Alsfeld
Betzenrod 0.343 Büdingen
Bobenhausen II 0.550 Alsfeld
Breungeshain 0.330 Büdingen
Burkhards 0.489 Büdingen
Busenborn 0.221 Büdingen
Eichelsachsen 0.580 Büdingen
Eichelsdorf 0.842 Büdingen
Einartshausen 0.339 Büdingen
Eschenrod 0.492 Büdingen
Feldkrücken 0.326 Lauterbach
Freien-Seen 0.704 Gießen
Gedern 1.821 Büdingen
Glashütten 0.440 Büdingen
Gonterskirchen 0.582 Gießen
Götzen 0.212 Büdingen
Groß-Eichen 0.719 Alsfeld
Hartmannshain 0.228 Lauterbach
Helpershain 0.534 Alsfeld
Herchenhain 0.340 Lauterbach
Höckersdorf 0.285 Alsfeld
Ilsdorf 0.078 Alsfeld
Kaulstoß 0.212 Büdingen
Klein-Eichen 0.174 Gießen
Köddingen 0.492 Alsfeld
Kölzenhain 0.212 Lauterbach
Lardenbach 0.356 Gießen
Laubach 1.914 Gießen
Meiches 0.465 Lauterbach
Michelbach 0.296 Büdingen
Mittel-Seemen 0.243 Büdingen
Nieder-Seemen 0.241 Büdingen
Ober-Lais 0.559 Büdingen
Ober-Schmitten 0.494 Büdingen
Ober-Seemen 0.962 Büdingen
Ober-Seibertenrod 0.280 Alsfeld
Rainrod 0.670 Büdingen
Rebgeshain 0.376 Lauterbach
Rudingshain 0.571 Büdingen
Ruppertsburg 0.660 Gießen
Schmitten 0.023 Alsfeld
Schotten 2.204 Büdingen
Sellnrod 0.645 Alsfeld
Sichenhausen 0.267 Büdingen
Steinberg 0.359 Büdingen
Stornfels 0.213 Büdingen
Stumpertenrod 0.531 Alsfeld
Ulfa 1.049 Büdingen
Ulrichstein 0.893 Lauterbach
Unter-Seibertenrod 0.332 Alsfeld
Volkartshain 0.182 Lauterbach
Wetterfeld 0.509 Gießen
Wingershausen 0.271 Büdingen
Wohnfeld 0.315 Alsfeld

Einzelnachweise

  1. Verordnung die Eintheilung des Großherzogthums in Kreise betreffend vom 12. Mai 1852. In: Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt Nr. 30 vom 20. Mai 1852, S. 224–228 (227).
  2. Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt. Nr. 28. Darmstadt 12. Juni 1874, S. 247 (Digitalisat).
  3. Hof- und Staatshandbuch des Großherzogtums Hessen 1872. Invalidenanstalt, Darmstadt 1872, S. 59.
  4. Hof- und Staatshandbuch des Großherzogtums Hessen 1873. Invalidenanstalt, Darmstadt 1873, S. 111.
  5. Eva Haberkorn: Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 43 Abteilung G 15: Kreis Erbach 1821–1845. Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Darmstadt 1998, S. XXVIII.
  6. Jann, Karl. In: DFG-VK Darmstadt „Von Adelung bis Zwangsarbeit – Stichworte zu Militär und Nationalsozialismus in Darmstadt“.
  7. Philipp A. F. Walther: Das Großherzogthum Hessen nach Geschichte, Land, Volk, Staat und Oertlichkeit. 1854, abgerufen am 2. März 2016.
  8. Michael Rademacher: Land Hessen, Landkreis Büdingen. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 21. Oktober 2023.
  9. www.gemeindeverzeichnis.de