„Lefter Küçükandonyadis“ – Versionsunterschied

[gesichtete Version][gesichtete Version]
Inhalt gelöscht Inhalt hinzugefügt
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
- Ergänzungen, Korrekturen und Anpassungen https://www.ran.de/fussball/weltmeisterschaft/wm-news/2500-wm-tor-fakhreddine-ben-youssef-schreibt-geschichte-103946
Zeile 43:Zeile 43:
[[Datei:Lefter Küçükandonyadis, 1958.jpg|miniatur|links|hochkant|Lefter Küçükandonyadis (1958)]]
[[Datei:Lefter Küçükandonyadis, 1958.jpg|miniatur|links|hochkant|Lefter Küçükandonyadis (1958)]]
=== Verein ===
=== Verein ===
Von 1947 bis 1964 spielte der [[Stürmer (Fußball)|Stürmer]] mit zweijähriger Unterbrechung für [[Fenerbahçe Istanbul]], wo er in 615 Spielen 423 Tore schoss.<ref name="Fenerbahçe-Legende" /> Mit Fenerbahçe gewann er zwei Istanbuler Meisterschaften und wurde viermal [[Türkischer Fußballmeister|Türkischer Nationalermeister]]. In der Saison 1951/52 war Küçükandonyadis in der italienischen [[Serie A]] bei der [[AC Florenz]] aktiv, wo er 30 Spiele absolvierte und vier Tore erzielte. Die Spielzeit 1952/53 verbrachte er beim [[OGC Nizza]] in der [[Ligue 1|französischen Division 1]].<ref name="Fenerbahçe-Legende" /> Ein kurzes Engagement hatte Küçükandonyadis bei [[AEK Athen]] in der Saison 1964/65,<ref name="Fenerbahçe-Legende" /> bevor er seine aktive Karriere temporär beendete.
Küçükandonyadis begann seine Fußballkarriere bei [[Taksim SK]] und spielte für sie bis 1943. Danach leistete er vier jahrelang sein Militärdienst ab und wechselte 1947 zu [[Fenerbahçe Istanbul]].<ref name="Fenerbahçe-Legende" /> Für die spielte der [[Stürmer (Fußball)|Stürmer]] mit zweijähriger Unterbrechung fünfzehn Jahre zwischen 1947 und 1964, wo er in 615 Spielen 423 Tore schoss.<ref name="Fenerbahçe-Legende" /> Mit Fenerbahçe gewann er zwei Istanbuler Profi-Meisterschaften und wurde viermal [[Türkischer Fußballmeister|türkischer Nationalermeister]]. In der Saison 1951/52 war Küçükandonyadis in der italienischen [[Serie A]] bei der [[AC Florenz]] aktiv, wo er 30 Spiele absolvierte und vier Tore erzielte. Die Spielzeit 1952/53 verbrachte er beim [[OGC Nizza]] in der [[Ligue 1|französischen Division 1]].<ref name="Fenerbahçe-Legende" /> Ein kurzes Engagement hatte Küçükandonyadis bei [[AEK Athen]] in der Saison 1964/65,<ref name="Fenerbahçe-Legende" /> bevor er seine aktive Karriere temporär beendete. Zwischen 1967 und 1968 wurde er mit über 40 Jahren nochmal Aktiv und bestritt für den damaligen türkischen Zweitligsten [[Boluspor]] über zehn Pflichtspiele, danach beendete Küçükandonyadis endgültig seine aktive Fußballspieler-Karriere.


=== Nationalmannschaft ===
=== Nationalmannschaft ===
Er war insgesamt 50-facher [[Nationalspieler]]. Sein Spiel- und Tor-Debüt gab Lefter am 23. April 1948 im [[Apostolos-Nikolaidis-Stadion|Panathinaikos-Stadion]] beim 3:1-Sieg gegen [[Griechische Fußballnationalmannschaft|Griechenland]].<ref>[http://www.tff.org/Default.aspx?pageId=528&macId=2850 Spielstatistik: Griechenland – Türkei 1:3 – (23. April 1948)] auf TFF.org</ref> In neun Spielen lief er als Mannschaftskapitän auf. Mit seinen 21 Toren für die [[türkische Fußballnationalmannschaft]] war er jahrelang Rekordtorschütze und wurde erst Mitte der 90er Jahre von [[Hakan Şükür]] (51 Tore) abgelöst.<ref name="Fenerbahçe-Legende" /> Hakan Şükür, [[Tuncay Şanlı]] und Burak Yılmaz sind bis heute die einzigen Spieler, die es geschafft haben, im „Ay-Yıldızlı“-Trikot (Mond-Stern-Trikot) mehr Tore als er zu schießen.
Er war insgesamt 50-facher [[Nationalspieler]]. In acht Spielen lief er als [[Mannschaftskapitän]] auf.<ref name="A-EU-Nati." /> Mit seinen letztendlichen 21 Toren für die [[türkische Fußballnationalmannschaft]] war er vier jahrzehntelang Rekordtorschütze und wurde erst im Jahr 1997 von [[Hakan Şükür]] abgelöst.<ref name="Fenerbahçe-Legende" /><ref name="A-EU-Nati." /><ref name="A-EU-Nati.-Gülen">[https://eu-football.info/_player.php?id=7628 Hakan Şükür] in der Datenbank von EU-Football.info ''(englisch)'' (abgerufen am {{dts|24|02|2019}})</ref><ref name="A-EU-Nati.-Zeki">[https://eu-football.info/_player.php?id=23381 Zeki Rıza Sporel] in der Datenbank von EU-Football.info ''(englisch)'' (abgerufen am {{dts|24|02|2019}})</ref>


Küçükandonyadis gehörte in der ersten Partie der [[Türkische Fußballnationalmannschaft (U-21-Männer)|Türkische U-21-Nationalmannschaft]], die am 28. Oktober 1950 im Rahmen des Mittelmeerpokals gegen die [[Ägyptische Fußballnationalmannschaft (U-21-Männer)|Ägyptische U-21-Nationalmannschaft]] gespielt wurde, zum Einsatz.<ref>[http://www.tff.org/Default.aspx?pageId=528&macId=2867 tff.org: "Spielbericht Ägypten U-21-Türkei U-21 vom 28.10.1950"] (abgerufen am 9. Oktober 2013)</ref>
Sein Spiel- und Tor-Debüt gab der griechischstämmige Stürmer am 23. April 1948 im [[Apostolos-Nikolaidis-Stadion|Panathinaikos-Stadion]] beim 3:1-Sieg gegen [[Griechische Fußballnationalmannschaft|Griechenland]].<ref>[http://www.tff.org/Default.aspx?pageId=528&macId=2850 Spielbericht: Griechenland Türkei 1:3 Friendly Match (23. April 1948)] auf TFF.org</ref>


Später im Sommer 1948 nahm Küçükandonyadis mit der Nationalmannschaft an den [[Olympische Sommerspiele 1948|14. Olympischen Sommerspielen in London]] teil. In dem [[Fußball bei den Olympischen Spielen|olympischen Fußballturnier]] erreichten sie das [[Olympische Sommerspiele 1948/Fußball#Viertelfinale|Viertelfinale]] schieden dabei gegen die späteren Silbermedaillen-Gewinner der jugoslawischen Olympia-Fußballauswahl aus. Der Viertelfinaleinzug der türkischen Nationalmannschaft war damals einer der [[Türkische Fußballnationalmannschaft#Geschichte|größten internationalen Erfolge der Nationalmannschaftsgeschichte]] des [[Türkiye Futbol Federasyonu|türkischen Fußballverbandes]].
Mit Lefter nahm die Türkei [[Fußball-Weltmeisterschaft 1954|1954]] erstmals an der Endrunde einer [[Fußball-Weltmeisterschaft]] teil.<ref name="Fenerbahçe-Legende" /> Bei jenem Turnier erzielte er in drei Spielen zwei Tore, wobei sein Tor beim Entscheidungsspiel gegen [[Deutsche Fußballnationalmannschaft|Deutschland]] als 400. Tor der WM-Geschichte gilt. Für seine Leistungen erhielt er als erster Spieler die ''Goldene Ehrenmedaille'' des Fußballverbands.

Mit Lefter nahm die Türkei [[Fußball-Weltmeisterschaft 1954|1954]] erstmals an der Endrunde einer [[Fußball-Weltmeisterschaft]] teil.<ref name="Fenerbahçe-Legende" /> Bei jenem Turnier erzielte er in drei Spielen zwei Tore,<ref name="A-EU-Nati." /> des Weiteren lief Küçükandonyadis zum erstenmal für die türkische Nationalmannschaft als Mannschaftskapitän auf. Für seine Leistungen erhielt er als erster Spieler die ''Goldene Ehrenmedaille'' des Fußballverbands.


Am 19. Februar 1956 besiegelte Küçükandonyadis bei einem Freundschaftsländerspiel mit seinen zwei Toren beim 3:1-Sieg im [[Mithatpaşa Stadı]] das [[Goldene Elf#Ende der Ära|endgültige Ära-Ende]] der legendären [[Goldene Elf|Goldenen-Elf]]-Ungarns.<ref name="A-EU-Nati.">[http://eu-football.info/_player.php?id=11970 Lefter Küçükandonyadis] in der Datenbank von EU-Football.info ''(englisch)'' – (abgerufen am {{dts|24|02|2019}})</ref>
Am 19. Februar 1956 besiegelte Küçükandonyadis bei einem Freundschaftsländerspiel mit seinen zwei Toren beim 3:1-Sieg im [[Mithatpaşa Stadı]] das [[Goldene Elf#Ende der Ära|endgültige Ära-Ende]] der legendären [[Goldene Elf|Goldenen-Elf]]-Ungarns.<ref name="A-EU-Nati.">[http://eu-football.info/_player.php?id=11970 Lefter Küçükandonyadis] in der Datenbank von EU-Football.info ''(englisch)'' – (abgerufen am {{dts|24|02|2019}})</ref>
Zeile 58:Zeile 60:
Nach seinem Rückzug vom aktiven Fußball war Küçükandonyadis Vereinsmanager in [[Griechenland]] und Johannesburg in [[Südafrika]].<ref name="Fenerbahçe-Legende" /> Außerdem leitete er mehrere Vereine in der Türkei, wie unter anderem: [[Feriköy SK]], [[Mersin Idmanyurdu]], [[Samsunspor]] und [[Orduspor]].<ref name="Fenerbahçe-Legende" /> Des Weiteren übernahm er im November 1970 den Zweitligisten [[Sivasspor]] und ersetzte den zurückgetretenen Trainer [[Naci Özkaya]].<ref>17. November 1970, Milliyet, Seite 10</ref> Diesen Verein betreute er bis zum Saisonende und verließ anschließend ohne Vorankündigung die Stadt, somit auch den Verein.<ref>8. Juni 1971, Milliyet, Seite 8</ref>
Nach seinem Rückzug vom aktiven Fußball war Küçükandonyadis Vereinsmanager in [[Griechenland]] und Johannesburg in [[Südafrika]].<ref name="Fenerbahçe-Legende" /> Außerdem leitete er mehrere Vereine in der Türkei, wie unter anderem: [[Feriköy SK]], [[Mersin Idmanyurdu]], [[Samsunspor]] und [[Orduspor]].<ref name="Fenerbahçe-Legende" /> Des Weiteren übernahm er im November 1970 den Zweitligisten [[Sivasspor]] und ersetzte den zurückgetretenen Trainer [[Naci Özkaya]].<ref>17. November 1970, Milliyet, Seite 10</ref> Diesen Verein betreute er bis zum Saisonende und verließ anschließend ohne Vorankündigung die Stadt, somit auch den Verein.<ref>8. Juni 1971, Milliyet, Seite 8</ref>


Später arbeitete Küçükandonyadis als [[Kolumnist]].<ref name="Fenerbahçe-Legende" />
Später arbeitete Küçükandonyadis als [[Kolumnist]].<ref name="Fenerbahçe-Legende" /> Am 3. Mai 2009 wurde Lefter Küçükandonyadis eine lebensgroße [[Statue]] im Kuşdili [[Park]] im Istanbuler Landkreis [[Kadıköy]] für seine außergewöhnlichen Leistungen und Erfolge für Fenerbahçe gewidmet, die er selbst einweihte.


Am 3. Mai 2009 wurde Lefter Küçükandonyadis eine lebensgroße Statue im Kuşdili Park im Stadtteil [[Kadıköy]] von [[Istanbul]] für seine außergewöhnlichen Leistungen und Erfolge für Fenerbahçe gewidmet, die er selbst einweihte. Am 13. Januar 2012 starb er eines natürlichen Todes. Im Fußball-Stadion von [[Şükrü Saracoğlu Stadı]] von Fenerbahçe wurde eine Trauerfeier zu Ehren von Lefter Küçükandonyadis abgehalten, an denen auch aktuelle Spieler von Fenerbahçe, der Vereinspräsident [[Aziz Yıldırım]] und auch der damalige Ministerpräsident [[Recep Tayyip Erdoğan]] teilnahmen.<ref>{{Webarchiv|url=http://de.euronews.com/2012/01/16/turken-nehmen-abschied-von-kucukandonyadis/ |wayback=20160228181738 |text=Türken nehmen Abschied von Küçükandonyadis |archiv-bot=2018-12-05 18:15:19 InternetArchiveBot }}, euronews 16. Januar 2012, abgerufen am 28. Februar 2016.</ref>
Am 13. Januar 2012 starb er eines natürlichen Todes. Im Fußball-Stadion von [[Şükrü Saracoğlu Stadı]] von Fenerbahçe wurde eine Trauerfeier zu Ehren von Lefter Küçükandonyadis abgehalten, an denen auch aktuelle Spieler von Fenerbahçe, der Vereinspräsident [[Aziz Yıldırım]] und auch der damalige Ministerpräsident [[Recep Tayyip Erdoğan]] teilnahmen.<ref>{{Webarchiv|url=http://de.euronews.com/2012/01/16/turken-nehmen-abschied-von-kucukandonyadis/ |wayback=20160228181738 |text=Türken nehmen Abschied von Küçükandonyadis |archiv-bot=2018-12-05 18:15:19 InternetArchiveBot }}, euronews 16. Januar 2012, abgerufen am 28. Februar 2016.</ref>


== Erfolge ==
== Erfolge und Auszeichnungen ==
; Fenerbahçe Istanbul (1947–1951 und 1953–1964)
; Fenerbahçe Istanbul (1947–1951 und 1953–1964)
* 4 × [[Türkischer Fußballmeister|Türkische Meisterschaften]]: [[Millî Küme 1950|1950]], [[Millî Lig 1959|1959]], [[Millî Lig 1960/61|1960/61]], [[1. Lig 1963/64|1963/64]]
* 4 × [[Türkischer Fußballmeister|Türkische Meisterschaften]]: [[Millî Küme 1950|1950]], [[Millî Lig 1959|1959]], [[Millî Lig 1960/61|1960/61]], [[1. Lig 1963/64|1963/64]]
Zeile 69:Zeile 71:
* 1 × [[Atatürk-Pokal]]sieger: 1963/64
* 1 × [[Atatürk-Pokal]]sieger: 1963/64


=== Auszeichnungen ===
=== Persönliche Ehrungen ===
* [[İstanbul Profesyonel Ligi#Torschützenkönige|Torschützenkönig der Istanbul-Profi-Meisterschaft]] der [[İstanbul Profesyonel Ligi 1953/54|Saison 1953/54]]
* [[İstanbul Profesyonel Ligi#Torschützenkönige|Torschützenkönig der Istanbul-Profi-Meisterschaft]]: [[İstanbul Profesyonel Ligi 1953/54|Saison 1953/54]] (14 Tore in 14 Ligaspieleinsätzen)
* Als erster Fußballspieler bekam er vom [[Türkiye Futbol Federasyonu|Türkischen Fußballverband]] die ''Goldene Ehrenmedaille'' verliehen
* Als erster Fußballspieler bekam er vom [[Türkiye Futbol Federasyonu|Türkischen Fußballverband]] die ''Goldene Ehrenmedaille'' verliehen
* Als erster türkischer Fußballer im „''Golden Team Europas''“
* Als erster türkischer Fußballer im „''Golden Team Europas''“
* Vom [[Türkischer Sportjournalisten-Verein|Türkischen Sportjournalisten-Verein]] wurde Küçükandonyadis in die beste Elf der letzten 25 Jahre im türkischen Fußball gewählt.<ref>26. Februar 1986, Milliyet, Seite 15</ref>
* Vom [[Türkischer Sportjournalisten-Verein|T.S.Y.D. - Türkischen Sportjournalisten-Verein]] wurde Küçükandonyadis in die beste Elf der letzten 25 Jahre im türkischen Fußball gewählt.<ref>26. Februar 1986, Milliyet, Seite 15</ref>
* Er wurde 1965 in einem von der Tageszeitung [[Cumhuriyet]] organisierten Wettbewerb in die beste Elf der letzten 42 Jahre gewählt, d. h. seit der Gründung des [[Türkiye Futbol Federasyonu|türkischen Fußballverbandes]].<ref>25. April 1965, Milliyet, S. 12: "42 yılın en iyi onbiri"</ref>
* Er wurde 1965 in einem von der Tageszeitung [[Cumhuriyet]] organisierten Wettbewerb in die beste Elf der letzten 42 Jahre gewählt, d. h. seit der Gründung des [[Türkiye Futbol Federasyonu|türkischen Fußballverbandes]].<ref>25. April 1965, Milliyet, S. 12: "42 yılın en iyi onbiri"</ref>


Zeile 79:Zeile 81:
* Mit 615 Spielen ist er nach [[Müjdat Yetkiner]] der Spieler mit den meisten Einsätzen für [[Fenerbahçe Istanbul]].
* Mit 615 Spielen ist er nach [[Müjdat Yetkiner]] der Spieler mit den meisten Einsätzen für [[Fenerbahçe Istanbul]].
* Mit 423 Toren für Fenerbahçe Istanbul ist er nach [[Zeki Rıza Sporel]] (470 Tore) der beste Torschütze der Vereinsgeschichte.
* Mit 423 Toren für Fenerbahçe Istanbul ist er nach [[Zeki Rıza Sporel]] (470 Tore) der beste Torschütze der Vereinsgeschichte.
* Mit 21 Toren für die [[türkische Fußballnationalmannschaft|Nationalmannschaft der Türkei]] ist er nach [[Hakan Şükür]] (51 Tore) und [[Tuncay Şanlı]] (22 Tore) der dritterfolgreichste Torschütze.
* Mit 21 Toren für die [[türkische Fußballnationalmannschaft|Nationalmannschaft der Türkei]] ist er nach [[Hakan Şükür]] (51 Tore), Burak Yılmaz und [[Tuncay Şanlı]] (22 Tore) der vierterfolgreichste Torschütze; Stand: {{dts|24|02|2019}}.<ref name="TFF-Rekord-Torschützen">[[Türkiye Futbol Federasyonu]]: [http://www.tff.org/default.aspx?pageID=320 Erfolgreichesten Torjäger der türkischen Natioanalmannschaft ''(türkisch)''] – (abgerufen am {{dts|24|02|2019}})</ref>
* Er war der erste Türke, der mit einer Ablösesumme ins Ausland wechselte.
* Er war der erste Türke, der mit einer Ablösesumme ins Ausland wechselte.


Zeile 87:Zeile 89:
* {{wfb|lefter-kuecuekandonyadis}}
* {{wfb|lefter-kuecuekandonyadis}}
* {{NFTPlayer|ID=18981}}
* {{NFTPlayer|ID=18981}}
* {{Webarchiv | url=http://soccerdatabase.eu/player/76404/ | archive-is=20130806082708 | text=Lefter Küçükandonyadis}} in der Datenbank von PlayerHistory.com
* {{Webarchiv | url=http://soccerdatabase.eu/player/76404/ | archive-is=20130806082708 | text=Lefter Küçükandonyadis}} in der Datenbank von PlayerHistory.com (englisch)
* [http://www.tff.org/Default.aspx?pageId=526&kisiId=1063678 Lefter Küçükandonyadis] in der Datenbank von [[Türkiye Futbol Federasyonu]] (englisch)
* [http://www.tff.org/Default.aspx?pageId=526&kisiId=1063678 Lefter Küçükandonyadis] in der Datenbank von [[Türkiye Futbol Federasyonu]] (englisch)
* [http://arsiv.mackolik.com/Player/Default.aspx?id=17852 Lefter Küçükandonyadis] in der Datenbank von Mackolik.com (türkisch)
* [http://arsiv.mackolik.com/Player/Default.aspx?id=17852 Lefter Küçükandonyadis] in der Datenbank von Mackolik.com (türkisch)

Version vom 24. Februar 2019, 22:06 Uhr

Lefter Küçükandonyadis
Lefter Küçükandonyadis (2009)
Personalia
Geburtstag22. Dezember 1925
GeburtsortBüyükada[1] (İstanbul), Türkei
Sterbedatum13. Januar 2012
SterbeortIstanbulTürkei
Größe168 cm
PositionStürmer
Junioren
JahreStation
1938–1941Taksim SK
Herren
JahreStationSpiele (Tore)1
1941–1943Taksim SK
1947–1951Fenerbahçe Istanbul
1951–1952AC Florenz30 00(4)
1952–1953OGC Nizza12 00(2)
1953–1964Fenerbahçe Istanbulmind. 231 (135)
1964AEK Athen5 00(2)
1967–1968Boluspor12 00(2)
Nationalmannschaft
JahreAuswahlSpiele (Tore)
1948–1963Türkei46 (21)
1950–1951Türkei U-213 0(1)
1950Türkei-B1 0(0)
Stationen als Trainer
JahreStation
1965Egaleo AO Athen
1965–1966Supersport United
1966–1967Feriköy SK
1967Mersin İdman Yurdu
1970Samsunspor
1970–1971Sivasspor
1971–1972Samsunspor
1972Orduspor
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Lefter Küçükandonyadis (griechisch Λευτέρης Αντωνιάδης Lefteris Antoniadis; * 22. Dezember 1925 in Büyükada,[1] Istanbul; † 13. Januar 2012 in İstanbul) war ein griechischstämmiger türkischer Fußballspieler. Durch seine langjährige, erfolgreichen und sportlichen Leistungen für Fenerbahçe Istanbul gilt er als Fenerbahçe-Sportlegende.[2] So ist er einer von fünf Spielern, die namentlich in dem offiziellen Fenerbahçe-Marsch Erwähnung finden.[3]

Karriere

Sein Spitzname lautete aufgrund seiner Akribie beim Toreschießen Ordinaryüs.[2] Lefter war seinem Spitznamen immer treu, er schoss in seiner laufenden Karriere 832 Tore.

Lefter Küçükandonyadis (1958)

Verein

Küçükandonyadis begann seine Fußballkarriere bei Taksim SK und spielte für sie bis 1943. Danach leistete er vier jahrelang sein Militärdienst ab und wechselte 1947 zu Fenerbahçe Istanbul.[2] Für die spielte der Stürmer mit zweijähriger Unterbrechung fünfzehn Jahre zwischen 1947 und 1964, wo er in 615 Spielen 423 Tore schoss.[2] Mit Fenerbahçe gewann er zwei Istanbuler Profi-Meisterschaften und wurde viermal türkischer Nationalermeister. In der Saison 1951/52 war Küçükandonyadis in der italienischen Serie A bei der AC Florenz aktiv, wo er 30 Spiele absolvierte und vier Tore erzielte. Die Spielzeit 1952/53 verbrachte er beim OGC Nizza in der französischen Division 1.[2] Ein kurzes Engagement hatte Küçükandonyadis bei AEK Athen in der Saison 1964/65,[2] bevor er seine aktive Karriere temporär beendete. Zwischen 1967 und 1968 wurde er mit über 40 Jahren nochmal Aktiv und bestritt für den damaligen türkischen Zweitligsten Boluspor über zehn Pflichtspiele, danach beendete Küçükandonyadis endgültig seine aktive Fußballspieler-Karriere.

Nationalmannschaft

Er war insgesamt 50-facher Nationalspieler. In acht Spielen lief er als Mannschaftskapitän auf.[4] Mit seinen letztendlichen 21 Toren für die türkische Fußballnationalmannschaft war er vier jahrzehntelang Rekordtorschütze und wurde erst im Jahr 1997 von Hakan Şükür abgelöst.[2][4][5][6]

Sein Spiel- und Tor-Debüt gab der griechischstämmige Stürmer am 23. April 1948 im Panathinaikos-Stadion beim 3:1-Sieg gegen Griechenland.[7]

Später im Sommer 1948 nahm Küçükandonyadis mit der Nationalmannschaft an den 14. Olympischen Sommerspielen in London teil. In dem olympischen Fußballturnier erreichten sie das Viertelfinale schieden dabei gegen die späteren Silbermedaillen-Gewinner der jugoslawischen Olympia-Fußballauswahl aus. Der Viertelfinaleinzug der türkischen Nationalmannschaft war damals einer der größten internationalen Erfolge der Nationalmannschaftsgeschichte des türkischen Fußballverbandes.

Mit Lefter nahm die Türkei 1954 erstmals an der Endrunde einer Fußball-Weltmeisterschaft teil.[2] Bei jenem Turnier erzielte er in drei Spielen zwei Tore,[4] des Weiteren lief Küçükandonyadis zum erstenmal für die türkische Nationalmannschaft als Mannschaftskapitän auf. Für seine Leistungen erhielt er als erster Spieler die Goldene Ehrenmedaille des Fußballverbands.

Am 19. Februar 1956 besiegelte Küçükandonyadis bei einem Freundschaftsländerspiel mit seinen zwei Toren beim 3:1-Sieg im Mithatpaşa Stadı das endgültige Ära-Ende der legendären Goldenen-Elf-Ungarns.[4]

Leben nach der Fußballspieler-Karriere

Lebensgroße Statue von Lefter Küçükandonyadis in Kadıköy (2014)

Nach seinem Rückzug vom aktiven Fußball war Küçükandonyadis Vereinsmanager in Griechenland und Johannesburg in Südafrika.[2] Außerdem leitete er mehrere Vereine in der Türkei, wie unter anderem: Feriköy SK, Mersin Idmanyurdu, Samsunspor und Orduspor.[2] Des Weiteren übernahm er im November 1970 den Zweitligisten Sivasspor und ersetzte den zurückgetretenen Trainer Naci Özkaya.[8] Diesen Verein betreute er bis zum Saisonende und verließ anschließend ohne Vorankündigung die Stadt, somit auch den Verein.[9]

Später arbeitete Küçükandonyadis als Kolumnist.[2] Am 3. Mai 2009 wurde Lefter Küçükandonyadis eine lebensgroße Statue im Kuşdili Park im Istanbuler Landkreis Kadıköy für seine außergewöhnlichen Leistungen und Erfolge für Fenerbahçe gewidmet, die er selbst einweihte.

Am 13. Januar 2012 starb er eines natürlichen Todes. Im Fußball-Stadion von Şükrü Saracoğlu Stadı von Fenerbahçe wurde eine Trauerfeier zu Ehren von Lefter Küçükandonyadis abgehalten, an denen auch aktuelle Spieler von Fenerbahçe, der Vereinspräsident Aziz Yıldırım und auch der damalige Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan teilnahmen.[10]

Erfolge und Auszeichnungen

Fenerbahçe Istanbul (1947–1951 und 1953–1964)

Persönliche Ehrungen

Rekorde

Commons: Lefter Küçükandonyadis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b fenerbahce.org: "CAMİAMIZIN ACI KAYBI" (abgerufen am 30. November 2014)
  2. a b c d e f g h i j k UEFA.com-Redaktion: Fenerbahçe-Legende Lefter gestorben In: UEFA.
    Vorlage:dts ist VERALTET – siehe dort.
  3. fenerbahce.org: "Fenerbahçe Songs" (abgerufen am 25. November 2014)
  4. a b c d Lefter Küçükandonyadis in der Datenbank von EU-Football.info (englisch) – (abgerufen am
    Vorlage:dts ist VERALTET – siehe dort.
    )
  5. Hakan Şükür in der Datenbank von EU-Football.info (englisch) – (abgerufen am
    Vorlage:dts ist VERALTET – siehe dort.
    )
  6. Zeki Rıza Sporel in der Datenbank von EU-Football.info (englisch) – (abgerufen am
    Vorlage:dts ist VERALTET – siehe dort.
    )
  7. Spielbericht: Griechenland – Türkei 1:3 – Friendly Match (23. April 1948) auf TFF.org
  8. 17. November 1970, Milliyet, Seite 10
  9. 8. Juni 1971, Milliyet, Seite 8
  10. Türken nehmen Abschied von Küçükandonyadis (Memento des Originals vom 28. Februar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.euronews.com, euronews 16. Januar 2012, abgerufen am 28. Februar 2016.
  11. 26. Februar 1986, Milliyet, Seite 15
  12. 25. April 1965, Milliyet, S. 12: "42 yılın en iyi onbiri"
  13. Türkiye Futbol Federasyonu: Erfolgreichesten Torjäger der türkischen Natioanalmannschaft (türkisch) – (abgerufen am
    Vorlage:dts ist VERALTET – siehe dort.
    )