Olympisches Komitee der UdSSR

Nationales Olympisches Komitee der UdSSR
(НОК СССР)
Logo
Gründung 7. Mai 1951
Sitz Moskau
Auflösung 12. März 1992

Das Nationale Olympische Komitee der UdSSR (russisch Национальный Олимпийский комитет Союза Советских Социалистических Республик – НОК СССР) war das Nationale Olympische Komitee der Sowjetunion.

Geschichte

1922 löste zunächst die Sowjetunion das Olympische Komitee auf und boykottierte die Spiele bis in die 1940er Jahre aus ideologischen Gründen.[1][2] Um jedoch im Kalten Krieg die "Sozialistische Überlegenheit" auch im Sport zu zeigen, geriet ab Ende des Zweiten Weltkrieges zunehmend auch der internationale Sport in das Interesse der Regierung. 1946 trat die Sowjetunion erstmals internationalen Sportverbänden bei und schaffte damit die Grundlage zur Schaffung eines NOKs.[3]

Überlegungen, die Gründung des Komitees noch vor den Olympischen Spielen 1948 durchzuführen, um an den Spielen teilzunehmen, wurden verworfen, da die Vorbereitung der Athleten den Sportfunktionären für die erwünschten Platzierungen nicht ausreichten.[2]

Am 7. Mai 1951 wurde das Komitee dann gegründet, jedoch mit dem beabsichtigten Ziel erst bei den Sommerspielen 1952 teilzunehmen und die Winterspiele auszulassen.[2] Dieser Schritt wurde von der internationalen Sportgemeinschaft nicht nur positiv aufgenommen, sondern wurde teilweise von dieser sogar auch angetrieben.[4]

Ab den 1970ern bewarb sich das NOC mehrfach für die Ausrichtung der Olympischen Spiele und erhielt 1974 die Zusage, die Olympischen Sommerspiele 1980 in Moskau auszurichten.

Präsidenten

Einzelnachweise

  1. Russia Beyond: Wie das Russische Reich bei seinen letzten Olympischen Spielen 1912 abschnitt. 19. Mai 2022, abgerufen am 4. August 2023 (deutsch).
  2. a b c Evelyn Mertin: Participation is not enough. The Soviet Union in the Olympic Movement. In: Cahiers de l'INSEP. Band 46, Nr. 1, 2010, S. 225–233, doi:10.3406/insep.2010.1131 (persee.fr [abgerufen am 4. August 2023]).
  3. Ekaterina Emeliantseva: Russian Sport and the Challenges of Its Recent Historiography. 3. Auflage. Journal of Sport History, Nr. 38. Bangor 2011.
  4. Stephen Wagg, David Andrews: East Plays West : Sport and the Cold War. Routledge, London 2007, ISBN 978-0-415-35926-9 (ebscohost.com [abgerufen am 4. August 2023]).