„Shmuel Rodensky“ – Versionsunterschied

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In den [[Oktoberrevolution|Revolutionswirren]] Russlands verließ Shmuel Rodensky [[Litauen]] und fand eine neue Heimat in [[Völkerbundsmandat für Palästina|Palästina]]. Dort war er einer der ersten Pioniere, die damit begannen, unfruchtbares Land urbar zu machen. Seine Karriere als Schauspieler begann mit der erfolgreichen Bewerbung auf eine Zeitungsanzeige des [[Habimah]]-Theaters, des späteren israelischen Nationaltheaters.
In den [[Oktoberrevolution|Revolutionswirren]] Russlands verließ Shmuel Rodensky [[Litauen]] und fand eine neue Heimat in [[Völkerbundsmandat für Palästina|Palästina]]. Dort war er einer der ersten Pioniere, die damit begannen, unfruchtbares Land urbar zu machen. Seine Karriere als Schauspieler begann mit der erfolgreichen Bewerbung auf eine Zeitungsanzeige des [[Habimah]]-Theaters, des späteren israelischen Nationaltheaters.


Als Filmschauspieler wurde Rodensky zunächst in Israel bekannt. Seine auch international bekanntesten Rollen waren 1974 ''[[Die Akte Odessa (Film)|Die Akte Odessa]]'' (als [[Simon Wiesenthal]]) und 1975 ''[[Moses (1975)|Moses]]'' (als [[Jitro (Person)|Jitro]]). Als Nebendarsteller war er unter anderem in ''[[Scorpio, der Killer]]'' sowie im für einen [[Oscar]] nominierten Film ''[[Operation Thunderbolt]]'' (1977) zu sehen. Im deutschen Familienfilm ''[[Heintje – Mein bester Freund]]'' von 1970 wirkte Rodensky ebenso mit, wie in der 1981 produzierten Fernsehserie ''[[Silas (Fernsehserie)|Silas]]''.
Als Filmschauspieler wurde Rodensky zunächst in Israel bekannt. Seine auch international bekanntesten Rollen waren 1974 ''[[Die Akte Odessa (Film)|Die Akte Odessa]]'' (als [[Simon Wiesenthal]]) und 1975 ''[[Moses (1975)|Moses]]'' (als [[Jitro (Person)|Jitro]]). Als Nebendarsteller war er unter anderem in ''[[Scorpio, der Killer]]'' sowie im für einen [[Oscar]] nominierten Film ''[[Operation Thunderbolt (Film)|Operation Thunderbolt]]'' (1977) zu sehen. Im deutschen Familienfilm ''[[Heintje – Mein bester Freund]]'' von 1970 wirkte Rodensky ebenso mit, wie in der 1981 produzierten Fernsehserie ''[[Silas (Fernsehserie)|Silas]]''.


Neben seinen Filmprojekten war Rodensky auch ein bekannter Bühnenschauspieler. Am Habimah-Theater spielte er ein breites Repertoire an Rollen. Dem [[Jiddisches Theater|jiddischen Theater]] und [[Scholem Alejchem]] verpflichtete er sich gemeinsam mit Shmuel Segal and Shmuel Atzmon, als die ''Drei Shmuliks''. Im deutschsprachigen Raum wurde er ab 1968 besonders bekannt durch die Hauptrolle des Milchmannes Tevje im [[Musical]] ''[[Anatevka]]'' (Originaltitel: ''Fiddler on the Roof''). Als Tevje ging Rodensky auf ausgedehnte Tourneen. Der Tonträger zum Musical erhielt für 250.000 verkaufte Einheiten eine [[Goldene Schallplatte]] in Deutschland.<ref>{{Literatur |Autor=[[Günter Ehnert]] |Hrsg=Taurus Press |Titel=Hit Bilanz – Deutsche Chart LP’s 1962–1986 |Auflage=1. |Verlag=Verlag populärer Musik-Literatur |Ort=Hamburg |Datum=1994 |ISBN=3-922542-29-8 |Seiten=296}}</ref>
Neben seinen Filmprojekten war Rodensky auch ein bekannter Bühnenschauspieler. Am Habimah-Theater spielte er ein breites Repertoire an Rollen. Dem [[Jiddisches Theater|jiddischen Theater]] und [[Scholem Alejchem]] verpflichtete er sich gemeinsam mit Shmuel Segal and Shmuel Atzmon, als die ''Drei Shmuliks''. Im deutschsprachigen Raum wurde er ab 1968 besonders bekannt durch die Hauptrolle des Milchmannes Tevje im [[Musical]] ''[[Anatevka]]'' (Originaltitel: ''Fiddler on the Roof''). Als Tevje ging Rodensky auf ausgedehnte Tourneen. Der Tonträger zum Musical erhielt für 250.000 verkaufte Einheiten eine [[Goldene Schallplatte]] in Deutschland.<ref>{{Literatur |Autor=[[Günter Ehnert]] |Hrsg=Taurus Press |Titel=Hit Bilanz – Deutsche Chart LP’s 1962–1986 |Auflage=1. |Verlag=Verlag populärer Musik-Literatur |Ort=Hamburg |Datum=1994 |ISBN=3-922542-29-8 |Seiten=296}}</ref>

Aktuelle Version vom 28. Juni 2024, 13:04 Uhr

Shmuel Rodensky
(Büste von Uri Diamant in der Habima)

Shmuel Rodensky (* 10. Dezember 1904 in Smorgon, Gouvernement Wilna, Russisches Kaiserreich;[1]18. Juli 1989 in Tel Aviv-Jaffa, Israel) war ein israelischer Schauspieler.

Leben

In den Revolutionswirren Russlands verließ Shmuel Rodensky Litauen und fand eine neue Heimat in Palästina. Dort war er einer der ersten Pioniere, die damit begannen, unfruchtbares Land urbar zu machen. Seine Karriere als Schauspieler begann mit der erfolgreichen Bewerbung auf eine Zeitungsanzeige des Habimah-Theaters, des späteren israelischen Nationaltheaters.

Als Filmschauspieler wurde Rodensky zunächst in Israel bekannt. Seine auch international bekanntesten Rollen waren 1974 Die Akte Odessa (als Simon Wiesenthal) und 1975 Moses (als Jitro). Als Nebendarsteller war er unter anderem in Scorpio, der Killer sowie im für einen Oscar nominierten Film Operation Thunderbolt (1977) zu sehen. Im deutschen Familienfilm Heintje – Mein bester Freund von 1970 wirkte Rodensky ebenso mit, wie in der 1981 produzierten Fernsehserie Silas.

Neben seinen Filmprojekten war Rodensky auch ein bekannter Bühnenschauspieler. Am Habimah-Theater spielte er ein breites Repertoire an Rollen. Dem jiddischen Theater und Scholem Alejchem verpflichtete er sich gemeinsam mit Shmuel Segal and Shmuel Atzmon, als die Drei Shmuliks. Im deutschsprachigen Raum wurde er ab 1968 besonders bekannt durch die Hauptrolle des Milchmannes Tevje im Musical Anatevka (Originaltitel: Fiddler on the Roof). Als Tevje ging Rodensky auf ausgedehnte Tourneen. Der Tonträger zum Musical erhielt für 250.000 verkaufte Einheiten eine Goldene Schallplatte in Deutschland.[2]

Kaum bekannt ist eine Schallplattenaufnahme der CBS (Sonderauflage) MARCATO Nummer 33 (wahrscheinlich aus den 1960er Jahren) mit dem Titel: Shmuel Rodensky singt Lieder seiner Heimat.

Shmuel Rodensky war verheiratet mit Nyura Shein-Rodensky (1902–1992), ebenfalls Schauspielerin.

Filmografie (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. Shmuel Rodensky (1904–1989) in der Internet Movie Database.
  2. Günter Ehnert: Hit Bilanz – Deutsche Chart LP’s 1962–1986. Hrsg.: Taurus Press. 1. Auflage. Verlag populärer Musik-Literatur, Hamburg 1994, ISBN 3-922542-29-8, S. 296.