Insulin-Index

Der Insulin-Index beschreibt die typische Auswirkung verschiedener Lebensmittel auf den Insulin-Spiegel. Der Insulin-Index ähnelt dem Glykämischen Index, er bezieht sich aber nicht auf den Blutzuckerspiegel, sondern die damit verbundene Erhöhung des Insulinspiegels. Der Vorteil dieses Maßstabs liegt darin, dass auch verschiedene Nahrungsmittel wie Fleisch oder Käse berücksichtigt werden, da sie auch einen Insulinanstieg verursachen können, obwohl keine Kohlenhydrate enthalten sind. Einige Nahrungsmittel erzeugen auch Insulinreaktionen, die dem Kohlenhydratgehalt oder dem Glykämischen Index (GI) nicht proportional sind.

Holt et al. fanden bei den meisten Nahrungsmitteln einen starken Zusammenhang zwischen dem Glykämischen Index und dem Insulin-Index, dass aber einige Nahrungsmittel mit sehr viel Protein oder hoch raffinierten Kohlenhydraten einen unverhältnismäßig hohen Insulinanstieg verursachen.[1][2]

Beispiele

Weißbrot erhält per Definition den Wert von 100 im Insulin-Index (Glucose beim Glykämischen Index). Besonders hohe Insulinanstiege sind bei Kartoffeln (121), weißen Bohnen (120) und Gummibärchen (160) zu verzeichnen. Im Vergleich zur Kohlenhydratmenge besonders niedrige Insulinanstiege sind zu verzeichnen bei (weißen) Nudeln (40) und Reis (79). Unerwarteterweise hat Fleisch (praktisch ohne Kohlenhydrate) einen Insulin-Index von 51 und Käse von 45 zur Folge.

Siehe auch

Weblinks

  • H. Mäkeläinen: The effect of β-glucan on the glycemic and insulin index. In: European Journal of Clinical Nutrition 61, 2007, ISSN 0308-4329, S. 779–785, doi:10.1038/sj.ejcn.1602561, (online seit: 6 December 2006).

Einzelnachweise

  1. S. H. Holt, J. C. Miller, P. Petocz: An insulin index of foods, The insulin demand generated by 1000-kJ portions of common foods. In: The American journal of clinical nutrition 66, 1997, ISSN 0002-9165, S. 1264–1276, PMID 9356547
  2. David Mendosa: Insulin Index. 8. Juli 2014, abgerufen am 20. Mai 2018.