„Goman-Clan“ – Versionsunterschied

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== Strafverfolgung ==
== Strafverfolgung ==
Im März 2018 durchsuchten Strafverfolgungsbehörden 70 Häuser und Wohnungen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Österreich, die diese dem Clan zuschrieben. Im selben Jahr wurden drei Familienmitglieder wegen Betrugs in Millionenhöhe zu mehrjährigen Haftstrafen (teilweise auf Bewährung) verurteilt und zu Entschädigungszahlungen verpflichtet (Stand Januar 2020: Nicht rechtskräftig<ref>{{Internetquelle |autor=Radio Leverkusen |url=https://www.radioleverkusen.de/artikel/revision-im-goman-prozess-467452.html |titel=Revision im Goman-Prozess |abruf=2021-03-30 |sprache=de}}</ref>).<ref>{{Internetquelle |autor=Roman Lehberger |url=https://www.spiegel.de/panorama/justiz/organisierte-kriminalitaet-justiz-klagt-clan-boss-don-mikel-an-a-1258561.html |titel=Organisierte Kriminalität: Justiz klagt Clan-Boss "Don Mikel" an |werk=Der Spiegel |abruf=2021-03-30 |sprache=de}}</ref><ref name=":0">{{Internetquelle |url=https://www.n-tv.de/panorama/Gericht-verurteilt-Clan-Chef-zu-Haftstrafe-article20735351.html |titel=Betrügerische Familienbande: Gericht verurteilt Clan-Chef zu Haftstrafe |werk=NTV |abruf=30.03.2021}}</ref>
Im März 2018 durchsuchten Strafverfolgungsbehörden 70 Häuser und Wohnungen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Österreich, die diese dem Clan zuschrieben. Im selben Jahr wurden drei Familienmitglieder wegen Betrugs in Millionenhöhe zu mehrjährigen Haftstrafen (teilweise auf Bewährung) verurteilt und zu Entschädigungszahlungen verpflichtet ({{veraltet|seit= Januar 2020}}: Nicht rechtskräftig<ref>{{Internetquelle |autor=Radio Leverkusen |url=https://www.radioleverkusen.de/artikel/revision-im-goman-prozess-467452.html |titel=Revision im Goman-Prozess |abruf=2021-03-30 |sprache=de}}</ref>).<ref>{{Internetquelle |autor=Roman Lehberger |url=https://www.spiegel.de/panorama/justiz/organisierte-kriminalitaet-justiz-klagt-clan-boss-don-mikel-an-a-1258561.html |titel=Organisierte Kriminalität: Justiz klagt Clan-Boss "Don Mikel" an |werk=Der Spiegel |abruf=2021-03-30 |sprache=de}}</ref><ref name=":0">{{Internetquelle |url=https://www.n-tv.de/panorama/Gericht-verurteilt-Clan-Chef-zu-Haftstrafe-article20735351.html |titel=Betrügerische Familienbande: Gericht verurteilt Clan-Chef zu Haftstrafe |werk=NTV |abruf=30.03.2021}}</ref>


Außerdem konfiszierten Strafermittlungsbehörden mehrere Luxusautos eines zum Clan gehörenden Sozialhilfeempfängers.<ref>{{Internetquelle |autor=Roman Lehberger |url=https://www.spiegel.de/panorama/justiz/goman-clan-in-leverkusen-eine-luxuswohnung-bezahlt-vom-sozialamt-a-1240538.html |titel=Goman-Clan in Leverkusen: Eine Luxuswohnung - bezahlt vom Sozialamt |werk=Der Spiegel |abruf=2021-03-30 |sprache=de}}</ref>
Außerdem konfiszierten Strafermittlungsbehörden mehrere Luxusautos eines zum Clan gehörenden Sozialhilfeempfängers.<ref>{{Internetquelle |autor=Roman Lehberger |url=https://www.spiegel.de/panorama/justiz/goman-clan-in-leverkusen-eine-luxuswohnung-bezahlt-vom-sozialamt-a-1240538.html |titel=Goman-Clan in Leverkusen: Eine Luxuswohnung - bezahlt vom Sozialamt |werk=Der Spiegel |abruf=2021-03-30 |sprache=de}}</ref>

Version vom 18. April 2023, 11:32 Uhr

Der Goman-Clan ist eine unter anderem in Deutschland, insbesondere in Leverkusen, ansässige Roma-Großfamilie aus Polen[1], deren Mitglieder teilweise durch Clan-Kriminalität auffällig geworden sind. Belegt sind gewerblicher Betrug von Waren und Dienstleistungen[2], Geldwäsche, Inverkehrbringen von Falschgeld[3] und das Erschleichen von Leistungen.[4][5][6] Zu den verwendeten Betrugsmethoden zählte unter anderem der Enkeltrick.[7]

Herkunft und Verbreitung

Die Familie Goman stammt aus Osteuropa; zu einem großen Teil aus Polen. Eine Ausgabe der Kölnischen Rundschau vom November 1967 gibt an, dass Familienmitglieder in Konzentrationslagern inhaftiert waren. 1959 reiste der 2000-köpfige Stamm aus Polen und der DDR aus und siedelte sich in Westdeutschland an, allerdings an verschiedenen Orten, da westdeutsche Behörden die Aufteilung des Familienstamms verlangten. Die Familie Goman lebte die ersten 20 Jahre vor allem in Wohnwagen auf Lagerplätzen. In den 80er-Jahren konnte die Familie Goman mit Unterstützung der Stadt Leverkusen, in der die meisten der Familienmitglieder leben, erstmals Wohnungen beziehen.

Später erwarben einige Mitglieder Eigentum, etwa die bekannte Türmchenvilla in der Leverkusener Waldsiedlung.

Im Jahr 2021 versuchten 16 Mitglieder der Clan-Familie sich mit ungültigen Miet- und Arbeitsverträgen beim Einwohneramt in der Schweiz anzumelden. Die Fremdenpolizei wies alle mit der Begründung, sie hätten sich die Aufenthaltserlaubnis erschlichen, aus dem Land aus.[8]

Strafverfolgung

Im März 2018 durchsuchten Strafverfolgungsbehörden 70 Häuser und Wohnungen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Österreich, die diese dem Clan zuschrieben. Im selben Jahr wurden drei Familienmitglieder wegen Betrugs in Millionenhöhe zu mehrjährigen Haftstrafen (teilweise auf Bewährung) verurteilt und zu Entschädigungszahlungen verpflichtet (

: Nicht rechtskräftig[9]).[10][7]

Außerdem konfiszierten Strafermittlungsbehörden mehrere Luxusautos eines zum Clan gehörenden Sozialhilfeempfängers.[11]

Bekannte Familienmitglieder

  • Michael Goman (* 1976 oder 1977), auch als Don Mikel bekannt, gilt in den Medien als Oberhaupt der Familie. Er wurde Ende 2019 wegen Betruges vom Landgericht Köln zu acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.[12][13]
  • Adam Goman (* 1960, † 2021) fungierte bei familieninternen Streitigkeiten als „Friedensrichter“. Er verstarb Ende März 2021 an den Folgen einer Coronaerkrankung.[14]

Rezeption

Reportagen

Einzelnachweise

  1. Roman Lehberger: (S+) »Heute Schampania«. In: Der Spiegel. 23. November 2018, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 7. Oktober 2022]).
  2. SPIEGEL TV: Die Geschäfte der Großfamilie Goman. In: Der Spiegel. Abgerufen am 30. März 2021.
  3. Prozess um Falschgeld-Geschäfte: Milde Strafen für Clan-Mitglieder. 6. Oktober 2020, abgerufen am 30. März 2021.
  4. EpochTimes.de: "Don Mikel" - Ein Luxusleben mit Hartz IV: Betrüger vom Goman-Clan zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. 27. November 2018, abgerufen am 30. März 2021 (deutsch).
  5. Prozess in Köln: Chef des Goman-Clans „Don Mikel“ aus Leverkusen zu 8 Jahren Haft verurteilt. Abgerufen am 30. März 2021.
  6. Roman Lehberger: Wie "Don Mikel" und sein Clan jahrelang Staat und Bürger ausnahmen. In: Der Spiegel. Abgerufen am 30. März 2021.
  7. a b Betrügerische Familienbande: Gericht verurteilt Clan-Chef zu Haftstrafe. In: NTV. Abgerufen am 30. März 2021.
  8. Ermittler warnen - Deutscher Clan drängt in die Schweiz. 8. September 2021, abgerufen am 12. September 2021.
  9. Radio Leverkusen: Revision im Goman-Prozess. Abgerufen am 30. März 2021.
  10. Roman Lehberger: Organisierte Kriminalität: Justiz klagt Clan-Boss "Don Mikel" an. In: Der Spiegel. Abgerufen am 30. März 2021.
  11. Roman Lehberger: Goman-Clan in Leverkusen: Eine Luxuswohnung - bezahlt vom Sozialamt. In: Der Spiegel. Abgerufen am 30. März 2021.
  12. Kopf von Betrüger-Clan Goman: „Don Mikel“ zu acht Jahren Haft verurteilt. Abgerufen am 4. April 2021.
  13. Radio Leverkusen: Revision im Goman-Prozess. Abgerufen am 4. April 2021.
  14. Leverkusen: Goman-Clan trauert um Friedensrichter - Polizei ist alarmiert. Abgerufen am 4. April 2021.