PKP-Baureihe E05

PKP E05
PKP EU20
Nummerierung: E05-01 bis E05-34
EU20-01 bis EU20-34
Anzahl: 20
Hersteller: LEW Hennigsdorf
(Hennigsdorf)
Baujahr(e): 1955–1958
Ausmusterung: 1976–1981
Achsformel: Co' Co'
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Kupplung: 18.500 mm
Breite: 3050 mm
Dienstmasse: 120,0 t
Höchstgeschwindigkeit: 110 km/h
Stundenleistung: 3180 kW
Dauerleistung: 2520 kW
Treibraddurchmesser: 1350 mm
Stromsystem: 3 kV =
Anzahl der Fahrmotoren: 6 × GBM 530

Die Lokomotiven der Baureihe E05 (ab 1958: EU20) waren Universal-Elektrolokomotiven der Polnischen Staatsbahnen (PKP).

Geschichte

Mangels etablierter landeseigener Produktion von Elektrolokomotiven waren die PKP in den 1950er Jahren auf Importe angewiesen. Bereits ab 1954 wurde vom VEB Lokomotivbau Elektrotechnische Werke „Hans Beimler“ Hennigsdorf die Baureihe E04 (später als Baureihe EU04 bezeichnet), eine vierachsige Universallokomotive, beschafft. 1955 wurde auf Basis der E04 eine sechsachsige Variante als E05 entwickelt. Der Aufbau war entsprechend länger, die Motoren der E04 wurden übernommen, die Drehgestelle wurden dreiachsig ausgeführt. Die E05-01 war die erste sechsachsige Elektrolokomotive der PKP.

1956 begann die Serienfertigung der E05. Bis 1958 wurden insgesamt 34 Lokomotiven gebaut. Zur besseren Unterscheidung der sechsachsigen Elektrolokomotiven erfolgte die Umzeichnung der Baureihe in EU20. Während vierachsige Lokomotiven aus verschiedenen Ländern importiert wurden, blieben die EU20 die einzigen Importe sechsachsiger Elektrolokomotiven. Als Nachfolger wurde ab 1957 die Baureihe ET21 bei Pafawag gebaut.

Die EU20 waren während ihrer gesamten Betriebszeit in Piotrków Trybunalski beheimatet. Sie wurden überwiegend im Güterzugdienst eingesetzt. Die Ausmusterung erfolgte von 1976 bis 1981, EU20-24 blieb im Eisenbahnmuseum Warschau erhalten.

Siehe auch

Literatur

  • Paweł Terczyński: Atlas lokomotyw 2007. Poznański Klub Modelarzy Kolejowych, Poznań 2007, ISBN 978-83-920757-7-6.
  • Jürgen Becker, Peter Garbe: Schienenfahrzeuge aus Hennigsdorf bei Berlin, Band II, 1946–1989, Berlin 2006, ISBN 3-933254-72-8