InterRisk Versicherungen

Die InterRisk Vienna Insurance Group Versicherungen sind eine deutsche Versicherungsgruppe mit Sitz in Wiesbaden. Sie gehört zu hundert Prozent der österreichischen Versicherungsgruppe Vienna Insurance Group, die zwischen 2000 und 2002 sukzessive die Mehrheit übernommen hat.

Geschichte

Die InterRisk wurde von einem Konsortium österreichischer Versicherungsunternehmen im Juli 1990 mit Sitz in Wiesbaden gegründet, 1992 wurde sie mit der 1986 gegründeten deutschen Niederlassung der Schweizer Freiburger Allgemeinen Versicherung zusammengelegt und die Freiburger war fortan mit 49 % an der InterRisk beteiligt.[1] Zum 1. Januar 1995 übernahm die InterRisk zu hundert Prozent die in Neu-Isenburg sitzende Skandia Sachversicherung[2], die daraufhin in InterRisk Sachversicherung umbenannt und nach Wiesbaden verlegt wurde.[3] Stand anfangs das Unfallversicheurngsgeschäft im Fokus wurde damit die Angebotspalette um die Sach- und Haftpflichtversicherung erweitert. Zum Jahresende 1995 wurde die Tochter auf die InterRisk verschmolzen, die damit bei einer Schadenquote über alle Sparten von 55,6 % für 1995 68,4 Mio. D-Mark (heute ca. 57,4 Mio. Euro) Gesamtprämienvolumen erwirtschaftete.[4]

Im Herbst 1999 machte die InterRisk mit einer Werbeaktion unfreiwillig deutschlandweit Schlagzeilen: aufgrund von Werbebriefen, die Leuchtdioden enthielten, wurde die Polizei alarmiert, die Sprengstoffexperten des Bundeskriminalamtes hinzuzog, die die Aktion als letztlich harmlosen Werbegag identifizierten.[5][6]

Anfang 2000 übernahm die Wiener Städtische Versicherung die Mehrheit an der österreichischen InterRisk-Mutter InterRisk Internationale Versicherungsholding, als sie den selbst gehaltenen Anteil durch die Übernahme des 50%-Anteils von der Uniqa auf 75 % erhöhte während die seit 1971 in ihrem Einflussbereich stehende Donau Allgemeine Versicherung die restlichen 25 % hielt.[7] Parallel wurde die Expansion in Deutschland vorangetrieben, als die Futura Lebensversicherung von der zur AachenMünchener-Gruppe gehörenden Generali Lloyd Versicherung übernommen und in InterRisk Lebensversicherung umfirmiert wurde.[8]

Im zehnten Jahr ihres Bestehens verzeichnete die InterRisk für das Jahr 2000 in der Sachversicherung 88,8 Mio. DM (heute ca. 70,1 Mio. Euro) gebuchte Bruttoprämien, die neu erworbene Lebensversicherungstochter 74,4 Mio. DM (heute ca. 58,7 Mio. Euro).[9] 2002 übernahm die Wiener Städtische die Holding komplett, die dann auf die Gesellschaft verschmolzen wurde, so dass sie direkt die Mehrheit an der InterRisk erhielt.

2007 wurde zur global einheitlichen Firmierung die Dachmarke Vienna Insurance Group in die Namen der jeweiligen Gesellschaften integriert. 2015 feierte die Sachversicherungsgesellschaft ihren 25. Geburtstag, dabei wurden erstmals mehr als eine Million Verträge verwaltet und mit Beitragseinnahmen von 100,6 Mio. Euro (heute ca. 124,3 Mio. Euro) erstmals ein dreistelliger Umsatz erwirtschaftet. Gleichzeitig verzeichnete der Lebensversicherer Beitragseinnahmen von 75,0 Mio. Euro (heute ca. 92,6 Mio. Euro).

Versicherungsverträge werden seitens der InterRisk ausschließlich via Makler vertrieben. Dabei bietet das Unternehmen Honorartarife an.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Versicherungswirtschaft: „InterRisk“ (1. Juni 1993, S. 738)
  2. Handelsblatt: „SKANDIA-VERSICHERUNG: InterRisk kauft Sach-Bestände“ (13. Dezember 1994, S. 21)
  3. Versicherungswirtschaft: „InterRisk“ (15. Juni 1995, S. 831)
  4. Versicherungswirtschaft: „InterRisk-Gruppe“ (15. Juni 1996, S. 863)
  5. Die Welt: „Werbebriefe lösen Bombenalarm aus“ (7. Oktober 1999, S. 16)
  6. Horizont: „Versicherung versendet bombiges Werbe-Mailing“ (7. Oktober 1999, S. 1)
  7. Der Standard: „BA reduziert Kapital“ (18. Februar 2000, S. 27)
  8. Wiener Zeitung: „Städtische kauft Futura Leben“ (12. Mai 2000, S. 7)
  9. Versicherungswirtschaft: „InterRisk: Nach schwierigem Jahr gestärkt“ (1. Juli 2001, S. 1072)