„Diskussion:Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung“ – Versionsunterschied

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Version vom 13. Januar 2006, 22:25 Uhr

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Aktuell nicht mehr gut lesbar

Die gutgemeinten Versuche der letzten Monate diesen Artikel von Grund auf zu verbessern haben nach meiner Ansicht zu einer völligen Katastrophe geführt.

Die Einleitung ist schon nicht mehr flüssig zu lesen... Und dann wird es erst richtig schlimm.

Gute - schlechte Eigenschaften Listen über 1,5 Bildschirmseiten, noch dazu mit fragwürdiger Zuordnung. Beispiel: Zum Kernsymptom Aufmerksamkeitsstörung gehört "Harmoniebedürtigkeit" wobei Harmoniebedürftigkeit als negative Eigenschaft aufgeführt ist. Etwas weiter unten gilt eine "kindliche Weltsicht" dagegen als positve Eigenschaft auch wenn sie keinem Kernsymptom zugeordnet ist.

Ich will mich gar nicht so sehr über die Zuordnung von mehr oder weniger gut bewiesenen "typischen" ADS'ler Eigenschaften auslassen. Ich halte eine solche Auflistung nur für sinnlos weil es bestimmt 100 Nebensymptome gibt. Im Rahmen eines Enzyklopädieartikels halte ich sie darüberhinaus für nicht angebracht. Vor einiger Zeit gab es auch schon mal solche Auflistungsexzesse die es dann aus gutem Grund nicht mehr gab.

Bei Ursachen gibt es einen Satz der mit dem Wort "Zweifellos" beginnt. Das ist zweifellos in einem Text mit wissenschaftlichen Zügen ein zu starkes Adjektiv.

Persönlichkeiten mit ADHS ist ebenfalls eine grottige Kategorie. Viele dieser Leute wird auch von den Touretties ebenfalls als berühmtes Vorbild angesehen oder von den Hochbegabten oder von den Depresive und den Bipolaren. Borderlineverdacht besteht sowieso und der eine oder andere könnte auch multipel sein. Diagnosen aus teils nur minimal bekannten Lebensläufen zu zimmern hat mehr mit Wunschdenken zu tun als mit der Realität.

Egal wieviel Ritalin ich nehme ich steige nicht mehr wirklich durch diesen Wust von einem Artikel drch. Insgesamt meiner Ansicht nach zu gross, unordentlich und unübersichtlich.

Da war der Artikel früher trotz diverser Unzulänglichkeiten wesentlich eingängiger. --Achak 20:24, 6. Sep 2005 (CEST)

So, nachdem sich niemand für die Notwendigkeit von "Persönlichkeiten mit vermeintlichen ADS" eingesetzt hat habe ich diesen Absatz nun entfernt.--Achak 17:38, 17. Nov 2005 (CET)

überarbeiten

was soll denn das, wieso kann man diese seite nicht bearbeiten, ist ja schliesslich nicht die startseite! -.- da ich etwas über meine "probleme" erfahren wollte, sah ich dass eigen-sinn umgezogen ist BITTE LINK AKTUALISIEREN -> http://www.eigen-sinn.homepage.t-online.de/ --Benutzer:MoOnShIn3 21:03, 16. Jun 2005 nachgetragen von JD {æ}

guden erstmal.
bitte nicht so impulsiv! ;-P
grund für sperrung: [1]
weblink korrigiert.
danke für den hinweis.
mit vier tilden (~~~~) unterschreiben nicht vergessen. --JD {æ} 02:27, 17. Jun 2005 (CEST)

oops sry, vergessen ^^ -- MoOnShIn3 09:03, 17. Jun 2005 (CEST)


Mal abgesehen davon finde ich, die Seite sollte überarbeitet werden.

Wenn ich lese: "Trotz einer Vielzahl von Studien, Experten und Interventionsmodellen hat ADHS ein hohes Chronifizierungsrisiko und ist durch kurzzeitige pharmako- oder psychotherapeutische Maßnahmen nicht dauerhaft zu beeinflussen.", dann habe ich das Gefühl, daß der Schreiber ADS nicht verstanden hat. ADS ist eine neurobiologische Stoffwechselanomalie und damit auf jeden Fall "chronisch" (wie ich ein chronischer Mann bin, und Elian eine chronische Frau). Medikamentöse Einstellung (1-3 Jahre) und Therapien sind dafür da, die Symptome abzumildern und dem Patienten zu lehren, mit ADS zu funktionieren (d.h., die Schwächen zu kompensieren und die Stärken auszunutzen).

Die "tiefenpsychologische Sicht" halte ich für Bull, weil nach meiner Kenntnis die Tiefenpsychologie sehr wohl konstruktiv in der ADS-Behandlung mitwirkt und die neurobiologische Ursache von ADS nicht verneint, allerdings darauf hinweist, daß das Umfeld die Ausprägung der ADS-Symptome beeinflussen kann (ob die Eltern dem Kind mitgeben können, ADS zu kompensieren oder nicht). Die hier dargestellte Konfrontationshaltung entspricht nicht meinem Eindruck, vor allem, da viele Psychologen auch Neurologen sind.

Die Struktur der Seite könnte auch verbessert werden. --Dingo 9. Jul 2005 08:31 (CEST)


Nachdem meine Änderung der Seite aus mir unerklärlichen Gründen rückgängig gemacht wurde (Nährstoff-Therapie), schlage ich vor die deutsche Version mit der Version aus der englischen Wikipedia zu vergleichen. Die Nährstofftherapie ist in USA und England wissenschaftlich anerkannt, zumahl sie AUCH Methylphenidat einsetzt. Stichwort: Omega-3-Fettsäuren.

??? Der Abschnitt über die Nährstofftherapie wurde nur nach oben verschoben und unter eine eigene Überschrift gestellt. Ich fühle mich unwohl, wenn wirksame oder teils wirksame Therapien in einem Atemzug mit NLP und Algen genannt werden. --Dingo 00:59, 14. Jul 2005 (CEST)

Begonnener Versuch einer Überarbeitung

Ich habe versucht, den ersten Schritt zu machen, alles über ADS einzubinden (die Forschung zu ADS hat erst ca. 1990 so richtig begonnen, und einige Nicht-Fachleute (wie Nicht-Neurologen oder Nicht-Betroffene) haben viele von den Ergebnissen, die teils erst zwei Jahre alt sind, noch nicht realisiert.

Der Ausdruck "Striatofrontale Dysfunktion" habe ich von Stollhoff, Hochrisiko HDHS, S. 28. Dort habe ich die (bisher) beste Kurzübersicht über die neurobiologischen Grundlagen von ADS gefunden. Ich habe ihn verwendet, weil:

  • er mir am geeignetsten scheint, das Syndrom einer Dysfunktion von Striatum und frontoorbitalen Bereichen im Gehirn zu beschreiben, das mit ADHS anscheinend immer einhergeht
  • und schließlich, ADS ist so ein Hybridbegriff einerseits für den Auslöser und andererseits für die Symptomatik (Beispiel aus einer anderen Krankheit: Auslöser ist HIV, Symptomatik ist AIDS). Ich halte das für falsch, da ADD eine nach DSM-IV beschriebene Symptomatik ist; eine Ausbildung von ADS aber bei leichter Striatofrontaler Dysfunktion und schließlich auch guter Sozialisation nicht unbedingt sein muß; und noch debatiert wird, ob die Striatofrontale Dysfunktion wirklich nur ADS auslösen kann, oder auch Betragensstörungen ohne ADS.

Problem ist, ich bin zwar relativ tief in das Thema eingestiegen, aber richtig kompetent kann da wohl nur ein Neurologe drüber reden, der sich auf ADS spezialisiert hat. Ich kenne in Deutschland zwei, und die heißen beide "Krause" (was nicht heißt, daß es nicht mehr gibt). Diese zu motivieren, für die Wikipedia zu schreiben, halte ich für schwierig.

Ein Ziel muß es allerdings sein, Betroffene und Eltern von Betroffenen über die Störung aufzuklären. Da gehört meiner Meinung nach klar dazu, welche Wirksamkeit Untersuchungen welchen Therapien zuweist; was mit unbehandelter ADS passieren kann; und was man sonst noch so zu ADS wissen muß. Deswegen tendiere ich dazu, auch nicht auf "die einen meinen,... die anderen sagen..." zu gehen, sondern klipp und klar zu sagen, wenn eine Methode (wie Psychoanalyse oder reine Psychotherapie) bei ADS sich in Studien als wirkungslos oder gefährlich herausgestellt hat.

--Dingo 15:47, 14. Jul 2005 (CEST)

Weblinks... Probleme

Pseudo-"DGPPN-Leitlinie", Methylphenidat

Das verlinkte Dings ist keine "Leitlinie der DGPPN", sondern extern erstellt. Später wurde das Etikett "DGPPN" abgenickt. Siehe a.d. DGPPN-Seite unter Leitlinien. Keine Spitzfindigkeit (d.h. nicht meinerseits, von der DGPPN schon!) ... sondern Schlüssel zum Begreifen des Zusammenhangs.

... Warum ich's nicht gleich änderte: Weil hier schon genug geflamet, gekämpft wird. Will nicht NOCH MEHR Streit (dann lieber lassen wie es ist). Schön wäre aber eine Alternativ-Formulierung.

Hinweis Methylphenidat, adult ADD

Die Bemerkung, eine Leitlinie würde "gelten", war natürlich Quatsch (weil nie verbindlich! ...diese noch weniger), darum raus. Zur med. Therapie bei Erwachsenen-ADHS einfach jenen "Leitlinien"-Versuch ansehen und mit MedLine gegenprüfen - das macht klar, warum da jetzt "keine Nutzenbelege" steht.

Hoffend, keinem Fanatiker auf den Schlips zu treten: --PhilRS. 08:55, 16. Aug 2005 (CEST)

ads-kurse.de

Ich werde die Unterseite http://www.ads-kurse.de/ads_adhs_selbsthilfegruppen.htm wieder reinbringen, aus einer einfachen Begründung: Soweit ich weiß, ist das die einzige Stelle, wo ADS-Selbsthilfegruppen aufgelistet werden (nachdem der BV-AH seine Regionalgruppen so geheim hält wie der Vatikan das dritte Geheimnis von Fatima). Deshalb halte ich diese bestimmte Website für wichtig. --Dingo 13:31, 14. Jul 2005 (CEST)

Es ist nicht ganz richtig, daß ADS-Kurse die einzige Seite ist. Der BV AÜK hat mit Einverständnis seiner Gruppenleiter die entsprechenden Daten auf seiner Webseite: http://www.bv-auek.de/Seiten/Selbsthilfegruppen.html Der BV AÜK ist der einzige Verband, der bundesweit Telefonberatungsstellen anbietet: http://www.bv-auek.de/Seiten/Telefonberatungsstellen.html K.S. 29.08.05

BV-AH Hauptseite -> Direkter Link auf Kontakt zu Selbsthilfe und Regionalgruppen. -> In Umrahmten Kasten in der Mitte -> Liste der Regionalgruppen als PDF. Ich dachte der Vatikan wäre etwas Verswchwiegener. --Achak 23:52, 18. Jul 2005 (CEST)

Aus Gründen des Schutzes der Privatsphäre sind an dieser Stelle i.d.R. keine Adressen und keine Telefonnummern aufgeführt. Diese und weiterführende Informationen erhalten Sie auf Anfrage
Die PDF-Datei enthält deswegen nur die Postleitzahlen und Orte der Gruppen, und nicht, wann und wo sie sich treffen und an wen man sich wenden kann. Dies kann man selbst gegen Rückumschlag anfordern, oder von ads-kurse.de nehmen.
Weswegen die Privatsphäre des Sozialpsychatrischen Dienstes, 85521 Ottobrunn, geschützt werden muß, so daß man nicht veröffentlichen darf, daß sich da jeden 2. Dienstag im Monat um 20:00 die ADS-Selbsthilfegruppe trifft, oder die des Selbsthilfezentrums München, weil sich dort jeden 2. und 4. Freitag im Monat im Raum G3 die Selbsthilfegruppe für Erwachsene trifft (oops...), ist mir ein Rätsel, und den Leitern der Gruppen auch.
--Dingo 03:22, 19. Jul 2005 (CEST)

Foren (auch qualitativ gute wie das hier) werden in der Wikipedia nicht als geeignete weiterführende Information gesehen. Siehe Wikipedia:Verlinken#Weblinks (Externe_Links). --Irmgard 19:35, 17. Jul 2005 (CEST)

Ich denke das Hauptproblem stellt die mangelnde Informationsfülle der Community dar. Dies wurde aber behoben und ein extra Link ist nun auf der Hauptnavigation zu finden, mit allen wichtigen Details.
Die Community und ich würden uns wünschen, dass die Sache nocheinmals überprüft und dann vielleicht doch aufgenommen wird. Auch wenn vieles nicht wissenschaftlich belegt ist, sind wir eine Community, die vielen Menschen (Betroffene sowie Angehörige) helfen können und das im direkten Austausch. --MiND 21:46, 18. Dez 2005 (CET)
Pro: guter Artikel, sehr interessant und durchaus lesenswert! --Steffen 18:13, 10. Jul 2005 (CEST)
noch dagegen aus folgenden Gründen:
  • mir gefällt die Struktur noch nicht, das müßte überarbeitet werden
  • die "Tiefenpsychologische Sicht" ist so zu polarisiert. Das PET bei ADS zeigt eine Anomalie, es bietet keine Erklärung, warum ein zweieiiger Zwilling ADS hat, der andere nicht trotz identischer Sozialisation, und viele Nervenärzte (Neuro-Psych) sehen das sehr differenziert, daß die Störung ungünstig auf in der Sozialisation Erlebtes wirkt, aber daß man die Anomalie trotzdem beachten und ernstnehmen muß - nach dem Artikel ist das ein schwarz-weiß-Krieg
  • Viele alternative Behandlungsmethoden, wie die oligo-antigene Diät (zu der http://www.zappelphilipp.de/ in http://www.zappelphilipp.de/diaetenhilfe.htm eine interessante Theorie bietet) oder die Nährstofftherapie, sollten mal näher betrachtet werden. Letztere erscheint mir nicht so unseriös, wie sie teils gemacht wird, weil ein billiges Buch dazu nicht schreibt, "kauft Medikamente!", sondern detaillierte Tabellen vom Omega-3 und -6-Gehalt von Nahrungsmitteln gibt und erstmal empfiehlt, diese durch Nahrung aufzunehmen (und "eßt mehr Fisch!" schadet zumindest mal nichts) und die Therapie nur als ein Aspekt neben multimodaler medikamentöser Einstellung und Verhaltenstherapie empfiehlt. Und nein, als werdender RettSan bin ich sicher kein unkritischer Freund von Homöopathie et al ("wir versuchen's heute mal Homöopathisch: 2l/min Sauerstoff, 3,5er Tubus und 0,03 auf 10 Supra endobronchial zur Reanimation"). Die alternativen Behandlungsmethoden neben dem Algen-Dreck und der NLP-Seuche in einem Satz abzuhandeln, wird ihnen IMHO trotzdem nicht gerecht.
  • Psychosoziale Faktoren tragen zur Genese von ADS nur untergeordnet bei - zu Komorbiditäten wie Depressionen und Angsterkrankungen m.E. sehr viel mehr. Viele Depressionen von ADS-Betroffenen sind reaktiv-rezidivierend und nicht endogen, weil sie ständig abgelehnt werden.
  • Die Modemeinung, daß ADS eine Modekrankheit ist, die es nicht gibt, sollte sich mittlerweile überlebt haben...
  • ...aber auch viele seriöse ADS-Spezialisten warnen vor der "fünf-Minuten-Diagnose", so daß Kinder ohne ADS zu schnell Methylphenidat eingeflößt bekommen.
  • ganz wichtig für Leute, die sich informieren wollen, weil sie den Verdacht haben, betroffen zu sein oder die Diagnose bei einem Verwandten gestellt worden ist: die Differentialdiagnose. Dies kann von "normaler" Hyperaktivität im Kindesalter bis hin zu Absence-Epilepsie (oder Neurodermitis, siehe zappelphilipp.de) alles sein.
  • Schließlich und Endlich sollte man überlegen, den Titel zu Aufmerksamkeitsdefizit-Störung zu verschieben. Die Hyperaktivität war sehr lange das Leitsymptom, jetzt weiß man, daß es optional ist. ADS umfaßt die Störung mit und ohne Hyperaktivität.
Deswegen bin ich gegen die Einstufung des bestehenden Artikels als "Lesenswert"; nach Überarbeitung wäre ich sogar stark dafür.
PS: Ich halte die Seite http://www.ads-kurse.de/ für seriös und durchaus lesenswert, weil sie neben dem Angebot auch viele Infos enthält (und die meines Wissens einzige Auflistung von ADS-Selbsthilfegruppen in Deutschland im Netz). M.E. hat da ein Betroffener etwas zu stark seine Lieblingsseite einbauen wollen.
--Dingo 00:35, 11. Jul 2005 (CEST)

To-Do-Liste

  • Gefahren check!
  • Coaching check!
  • Ergotherapie check!
  • Verhalten und Ergo zu Psycho zusammenfassen, einige Einleitungssätze check!
  • Komorbiditäten: Betragensstörungen is'schon.
  • d-Methylphenidat - Dexmethylphenidat - Ritadex check! - bei Methylphenidat
  • Kosten für die Gesellschaft
  • Hippokrates check!

Artikel:

Sonstiges:

  • get-a-life kidding?
  • was ich noch vergessen habe...

--Dingo 00:20, 18. Jul 2005 (CEST)

Habe noch Fluoxetin als Mittel eingetragen, da ich es selbst gegen meinen ADS Hypoaktivität einnehme und gute Erfahrung gemacht hatte. Ist einer der wenigen Antidepressivas mit den wenigsten Nebenwirkung (zumindest für mich…). Sehr ausführlicher Text, konnte ihn komplett durchlesen, ohne hin und herzuspringen ;).PS: war zu faul mich einzuloggen, verzeiht mir das.

--LCARS 14:19, 19 Jul 2005 (CEST)

Jetzt runderneuert und der letzte Forschungsstand eingebaut, manchmal etwas wissenschaftlich, aber das muß auch sein, um den Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Noch nicht perfekt, aber wenn er schon lesenswert vorgeschlagen war, warum nicht nochmal. Dingo 04:32, 19. Jul 2005 (CEST)

  • Jetzt Dafür --Dingo 04:32, 19. Jul 2005 (CEST)
  • Kontra aus den im Review genannten Gründen. --Kurt seebauer 21:31, 19. Jul 2005 (CEST)
  • Kontra Review ist noch nicht abgeschlossen... warum ist der Artikel hier schon Kandidat? --Atamari 12:29, 21. Jul 2005 (CEST)

Ads ist eine Krankheit der Gesellschaft, nicht der Kinder

ich hab den Absatz "ADS ist eine Krankheit der Gesellschaft, nicht der Kinder" zum grössten Teil gelöscht, weil er nicht sachlich war, sondern Menschen die diese Meinung vertreten auf das übelste verunglimpft, die Fahnen schwingend für eine medikamentiose Behandlung. von: Benutzer:Hatsch, 19:33, 31. Jul 2005 Signatur nachgetragen von Dingo


Revert. Folgende Informationen wurden gelöscht:
  • Die Grenze zwischen leichtem und mittlerem ADS hat sich verschoben. Keine Unsachlichkeit oder Verunglimpfung erkennbar.
  • Die Gesellschaft verändern zu wollen, ist legitim, aber nicht auf dem Rücken der Betroffenen: Die Profunde Gesellschaftskritik ist ein Punkt der Behandlungsgegner. Sie werden die Gesellschaft aber nicht verändern können. Daß ein Behandlungsbedürftiger in seinem Umfeld behandelt werden muß, und nicht von der Zugspitze nach Helgoland umgesiedelt werden kann, weil er dort z.B. weniger Probleme mit Heuschnupfen hat, ist auch weder unsachlich, noch verunglimpfend.
  • Vertreter dieser Meinung haben keinerlei Erfahrung mit ADS: Traurig, aber wahr. Ich kenne keinen einzigen Vertreter dieser Meinung, der mit ADS-Betroffenen arbeitet und deren Leidensdruck kennt. Es gibt auch Kritiker an der medikamentösen Behandlung, die mit ADS-Betroffenen zusammenarbeiten (Marburger Konzentrationstraining); diese kritisieren aber, daß ihrer Meinung nach zu schnell MPH gegeben wird und Ärzte zu sorglos damit umgehen, sind aber nicht grundsätzlich gegen eine Einstellung, wo indiziert. Diese Kritik ist dann auch legitim.
  • Totalkritiker stempeln ADS zur Krankheit, ADS-ler damit zu Kranken oder Behinderten: sachlich ist das durch das Raschendorfer-Zitat belegt, daß das passiert. Verunglimpft fühle ich als Betroffener mich eher von den Leuten, die ADS einseitig als Krankheit sehen.
  • Und nachdem ADS-ler zu Behinderten gemacht wurden, fordern diese Leute, man solle sie so akzeptieren, wie sie sind. Dies funktioniert nicht, weil sich unbehandelte mittel- bis schwerbetroffene selbst nicht so akzeptieren können. Die Beschreibung ihres Denkens verunglimpft niemanden und ist authentisch. Die Möglichkeit des Absturzes in Kriminalität und Extremismus ist gut dokumentiert. Keiner der angesprochenen Kritiker ist aber bisher mit der Forderung öffentlich aufgetreten, Extremisten oder kriminell gewordene ADS-Betroffenen menschliches Verständnis entgegenzubringen, weil das doch nur Folgen einer Krankheit seien, die man "akzeptieren" müsse.
  • Die Verunglimpfung von Eltern ADS-Betroffener durch radikale Medikamentgegner ist ein Faktum. Bei ADS kommt man nicht mit dem von den Kritikern - pars pro toto Raschendorfer - vertretenen Schubladendenken weiter.
Die Wikipedia ist eine Enzyklopädie, die den Stand des Wissens darstellt, nicht den Stand, den einige Leute gerne hätten. Und der ist:
  • Man kann kritisieren, daß u.U. zu schnell MPH gegeben wird, auch wenn ich nicht dieser Meinung bin, verdient diese Sicht auf jeden Fall Beachtung und Überprüfung (aber nicht in den Medien, sondern in der Klinik).
  • Die Behandlung mit Stimulanzien ist trotzdem eine empirisch wirksame Maßnahme, und wird seit der Untersuchung von Zametkin auch deduktiv bewiesen (Folgestudien von Krause etc.).
  • Die Argumentation der Gegner ist allerdings, sich die in der Evidenzbasierte Medizin nicht verschwiegenen Lücken in den Studien zu nehmen, daraus ein Kartenhaus der "unwirksamen Schulmedizin" zu zimmern, und selbst psychologische oder alternativmedizinische "Methoden" dagegen zu setzen, für die es nicht mal Studien gibt, die Lücken aufweisen.
  • Wo es diese Studien gibt, sind sie in der Regel tatsächlich lückenlos: Sie weisen lückenlos die Unwirksamkeit des alternativen "Schlangenöls" nach. Dies wird von den Kritikern ignoriert.
  • Obwohl das zum Bild der "bösen Sklaven der Pharmaindustrie" passen würde: Kein ernstzunehmender Arzt empfiehlt eine Einstellung alleine, sondern jeder nimmt die Einstellung als Startpunkt, um von dort aus durch psychiatrische Maßnahmen den Betroffenen vom Medikament unabhängig zu machen. Nicht mal die von der Firma Lilly (Atomoxetin) gesponserten Info-Broschüren bewerben eine reine medikamentöse Einstellung ohne weitere Maßnahmen.
  • Das Bild, das ich bei Raschendorfer et al. aber gelesen habe: Der ADS-Betroffene ist krank, und die böse Pharmaindustrie will sich an ihm auch noch bereichern, weil sie ihm Chemie-Medikamente verkaufen will. Dabei müßte man ihn doch nur psychoanalytisch behandeln, und er müßte akzeptieren, daß er halt behindert ist und die Gesellschaft müßte ihn doch nur akzeptieren.
  • Schließlich stellen sich die Medikament-Kritiker vor, man könnte einem ADS-Betroffenen ein Medikament geben, und er sei o.b. (ohne Befund). Was totaler Humbug ist. Weitere Zeitmanagement-Maßnahmen sind immer noch sehr wichtig, selbst wenn eine Verhaltenstherapie mangels geeigneter Therapieplätze nicht optimal durchgeführt werden kann. Diese Falscheinschätzung würde sich in Wohlgefallen auflösen, wenn sich die "Kritiker" mit dem auseinandersetzen würden, was sie glauben zu kritisieren (Kritik). Und entschuldige, einen Kritiker, der dazu nicht gewillt ist, kann ich nicht ernstnehmen.
--Dingo 06:40, 1. Aug 2005 (CEST)

Wenn ich mich nicht verrechnet habe, läuft der Review bis zum 2. August (heute) gegen 20:00 Uhr. --Dingo 14:23, 2. Aug 2005 (CEST)

Ich denke, der Artikel ist mittlerweils soweit, daß man ihn ins Review aufnehmen kann. --Dingo 19:27, 19. Jul 2005 (CEST)

Hallo,

wichtige Fachbegriffe wie "Pädiater" u.a. sind nicht verlinkt. "KritikerInnen" ist kein deutsches Wort. ADS-Kinder sind häufig Schreikinder, die schnell laufen können und den Mutterleib für ständige Bodenturnübungen verwenden. *lol* mag sein, aber so ein Satz gehört wohl nicht in eine Enzyklopädie. An anderen Stellen gleicht der Artikel eher einem Ratgeber als einem objektiven, beschreibenden Text. Die Begriffe AHDS und ADS werden abwechselnd verwendet, das verwirrt IMO etwas. Was soll uns das Bild mit den beiden Gehirnaktivitäten sagen? Der Einleitungssatz ist noch sehr unbeholfen. "Störungsbild des Jugendalters", ist da das Jugendalter gestört, oder liegt eine Störung der Psyche oder des Nervensystems vor? Die häufigen, jedoch ungenauen und widersprüchlichen Presseberichte zum Thema mystifizieren ADHS eher als darüber aufzuklären. Dies schlägt sich auch in der Meinung von Politikern nieder. Inwiefern ist die Meinung von Politikern hier von Belang? --Kurt seebauer 21:30, 19. Jul 2005 (CEST)

Wenn sich nicht ständig Politiker dazu äußerten, ohne sich hinreichend informiert zu werden, könnte man auf die Politiker verzichten; ihre Äußerungen, und die der Presse, sind allerdings so Bestandteile des Problems. --Dingo 22:52, 19. Jul 2005 (CEST)
Soweit sollten Deine Bedenken eingearbeitet sein. --Dingo 01:13, 26. Jul 2005 (CEST)

Dafür das es sich anscheinend um ein schwieriges Thema handelt, sind IMHO alle Bereiche SEHR ausgiebig erschlagen. Dingo hat mich den Artikel vorher und nachher lesen lassen und ich finde die Überarbeitung hat ihm sehr gut getan. Teilweise klingt er allerdings immernoch nach Ratgeber, aber vermutlich wäre es nur notwendig, wenn jemand der Ahnung von dem Thema hat (und nicht Dingo heißt), nochmal drüber geht. --DaB. 14:28, 24. Jul 2005 (CEST)

der artikel vermittelt einen ganz guten eindruck über die thematik, so ausführlich wie nötig und so kurz wie möglich. wäre schön, wenn das auch andere autoren beherzigen würden. auch als nicht mit dem thema vertrauter ist er gut nachvollziehbar, meinen oma-test hat er bestanden. wenn er auch einen fokus auf die schulmedizinischen fakten legt, werden doch auch abweichende sichtweisen erwähnt und es wird deutlich, daß noch etliche fragen im zusammenhang mit ads ungeklärt sind und weiter erforscht werden. kleinere anregungen und verständnisprobleme wurden eingearbeitet und das sehr ausführliche literaturverzeichnis möchte ich nochmal besonders hervorheben. alles in allem ein sehr schöner und lesenswerter artikel. -- 84.166.134.63 15:42, 24. Jul 2005 (CEST)


Überarbeiten

  • Die Einleitung sollte so geschrieben sein, das sie den Oma-Test besteht. Daher sollten dort weder unerklärte englische oder lateinische Begriffe vorkommen und auch keine unerklärten Abkürzungen.
Ein Vorschlag für eine Änderung:
"Die sogenannte Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS) ist eine bereits im Kindesalter beginnende Störung mit den Kernsymtomen: leichte Ablenkbarkeit und geringes Durchhaltevermögen (Aufmerksamkeitsdefizit), leicht aufbrausendes Wesen und Neigung zum Handeln ohne nachzudenken (Impulskontrollstörung), häufig Bewegungsunruhe (Hyperaktivität). 3-10 % aller Kinder zeigen Symptome im Sinne einer ADS. Knaben sind dreimal häufiger betroffen als Mädchen. Bei 30-70% der betroffenen Kinder können die Symptome mit unterschiedlicher Ausprägung bis in das Erwachsenenalter fortbestehen. Der Schweregrad der Störung ist individuell sehr unterschiedlich. ADS ist eine erblich bedingte Störung des Gehirnstoffwechsels. Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Symptome und dem Alter der Patienten. Zur Anwendung kommen Medikamente und Verhaltenstherapie."
  • Ein Kapitel "Krankheitsbild" mit zwei Abschnitten: 1. Kern-oder Kardinalsymptome, das wodurch eine Krankheit definiert ist. Dann 2. Spektrum der Erkrankung: alle Symptome, die beim ADS vorkommen und ursächlich im Zusammenhang der Erkrankung stehen. Also die Vielfalt aller Symptome. Darin kann man einen Abschnitt einbauen: "Unterschiedliche Formen der Erkrankung" oder "Subtypen".
  • Dann ein Kapitel "Diagnostische Kriterien": Da steht drin, wann man die Krankheit diagnostizieren darf. Welche Symptome müssen in welcher Form vorliegen, damit die Diagnose ADS gestellt werden darf. (Beim ADS z. Bsp die Utah-Kriterien.) Man kann, falls es das gibt einen Algorithmus darstellen. Macht sich graphisch sehr schön.
  • Dann ein Kapitel "Verlauf". Darin stellt man die Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen dar. Wie entwickelt sich die Krankheit im Laufe der Zeit, kommen Symptome dazu, fallen welche weg (also das ganze Feld der Bewältigungsmechanismen, die betroffene Jugendliche und Erwachsene leisten.) Hier ist Platz für Deinen Abschnitt "Folgeerkrankungen".
  • Im Falle des ADS ist es nun wichtig ein zweigeteiltes Kapitel Differentialdiagnose einzubauen und zwar für Kinder und für Erwachsene. Also bei Erwachsenen kommt als DD zum Beispiel das Restless-Legs-Syndrom in Frage, übrigens ein sehr schöner Artikel, sachlich und sauber geschrieben.
  • Das Kapitel Behandlung ist formal ganz in Ordnung. Prinzipiell würde ich es aber vorziehen, in einem Wiki-Artikel keine Gebrauchsanweisungen für eine medizinsche Behandlung rein zu schreiben. (Vielleicht kommt ja doch mal jemand auf Idee wegen fehlerhafter Empfehlungen ein Klage anzustrengen).
  • Das Kapitel Folgeerkrankungen ist als eigenständiges Kapitel überflüssig. Es gehört sinnvoller weise in ein Kapitel "Krankheitsbild" in den Abschnitt Verlauf. Siehe oben.
  • Am Ende oder ganz am Anfang kann man ein Kapitel "Geschichte" einbauen. Ich mach das gern ganz am Anfang, aber das ist Geschmackssache. Auf jeden Fall sollte man es aber, wenn man an was arbeitet ganz zum Schluß verfassen, da es immer ein Guthzje ist, also überflüssig, aber ganz schön, wenns ordentlich geschrieben wurde.

Dies ist eine Auswahl der Vorschläge von Benutzer:Andreas Werle aus der Review-Diskussion. --Dingo 14:01, 9. Aug 2005 (CEST)

Hallo, habe einige Abschnitte umsortiert und oder zusammengefasst, wenn sich der Inhalt überschnitt, um ein paar Doppelungen zu reduzieren. Außerdem habe ich versucht die Diskussions- und Kritikartikel von der Formulierung her etwas zu entschärfen ohne die dort gemachten Aussagen zu verändern. Meine Bearbeitung ist zwar noch nicht ganz fertig aber ich muß mir die neuen Version des Artikel erstmal neu ausdrucken und in Ruhe durchschauen um irgendwelche Unstimmtigkeiten und Logikfehler, die sich durch die Bearbeitung unter Umständen ergeben haben, zu suchen. Viele Grüße! -Wiki-Hypo 13:18, 30. Aug 2005 (CEST)
Habe den Artikel nochmal überarbeitet, Tippos korrigiert (wahrscheinlich einige übersehen und neue hinzugefügt), umformuliert, kleine Ergänzungen vorgenommen und habe den Baustein "Neutralität" nach entsprechender Bearbeitung ausgenommen, da ich denke das speziell so ein Thema nie zu 100 % Neutral und Objektiv dargestellt werden kann. Den Baustein "Überarbeiten" habe ich rausgenommen da ich denke das der Artikel einen guten und umfassenden Überblick und Einstieg - mit vielen Fakten - für jemanden bietet der sich mit dem Thema auseinandersetzen will, als Ratsuchender oder Interessierter. Ob der Artikel als "Lesenwert", gar als "Exzellent" oder gar "nicht" eingestuft wird finde ich eher zweitrangig. Ausgebaut, verbessert, erweitert und aktualisiert sollten Artikel generell werden, schließlich ist das ja das Prinzip der Wikipedia. Grüße -Wiki-Hypo 19:53, 5. Sep 2005 (CEST)
  • Der Artikel liest sich beim Punkt "Hypoaktive ADS-Kinder" sehr stark nach Aspereger Syndrom! Gestörtes Sozialverhalten und Einzelgängertum sind AS typisch. Da und an einigen anderen Stellen sollte man ebenfalls sehr genau unterscheiden oder am besten gleich einen Punkt zur Differenzialdiagnose zum AS einbauen. Es gibt wohl sehr viele ruhige ADSler, die eigentlich Aspies sind, denn bei AS-Betrofenen treffen oft auch vereinzelte ADS-Merkmale zu, es ist aber nie komplette Liste (bei Unaufmerksamkeit nach DSM-IV z.B. komme ich als Aspie auf 4/6 (mein Maximum)). --84.189.113.104 07:27, 18. Dez 2005 (CET)

Abschnitt "Empirische Beobachtung"

Warum wird dieser offensichtliche Unsinn nicht gelöscht?


Abschließende Bemerkung: 1. ADS, LRS sind keine Krankheiten, sondern die Folge unkorrigierter Winkelfehlsichtigkeit

Dass Winkelfehlsichtigkeit die Ursache von ADS sei, ist eine mit nichts zu belegende Behauptung.

Schon alleine der Hinweis des Autors, dass man bloß nicht zu einem richtigen Augenarzt, sondern direkt zu einem auf diese umstrittene Haase-Methode eingeschworenen Augenoptiker gehen soll, müsste doch bei jedem Lesenden sofort die Alarmglocken klingen lassen. Das ist doch das klassische Warnsignal bei unseriösen Wunderheilern.

Der Augenarzt könnte ja sonst womöglich, das folgende richtigstellen:

und 2. Im Gegensatz zu jeder Medikation ist die Korrektion von Winkelfehlsichtigkeit garantiert ohne Nebenwirkungen.


Dagegen spricht folgendes Zitat vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V.:


Den Versuch, Eltern zu überreden, die Brillengläser ihres Kindes zusätzlich mit Prismen zu versehen, unternehmen längst nicht alle Augenoptiker. Es ist nur ein relativ kleiner Kreis, der zum Beispiel auch eine Lese-Rechtschreib-Schwäche (Legasthenie) mit Prismengläsern "heilen" will. Diese Optiker vertreten den längst durch Wissenschaftler widerlegten Standpunkt, Legasthenie müsse durch eine Fehlfunktion der Augen bzw. durch einen "Fehler" in der Zusammenarbeit beider Augen hervorgerufen sein. Diese Fehlfunktion bezeichnen sie als "Winkelfehlsichtigkeit", und das ist ein Begriff, den es in der wissenschaftlich fundierten medizinischen Optik nicht gibt. Ein Optiker hat ihn erfunden und damit ein Gesetz umgangen, das Optikern lediglich erlaubt, Fehlsichtigkeiten auszumessen und zu korrigieren, also Kurzsichtigkeit (Myopie), Übersichtigkeit (Hyperopie), Stabsichtigkeit (Astigmatismus) und Altersweitsichtigkeit (Presbyopie). Alle anderen Abweichungen bedürfen der augenärztlichen Diagnose und Behandlung. Dazu gehört u.a. Schielen und auch das verdeckte Schielen, die Heterophorie. Und die wird von Optikern in "Winkelfehlsichtigkeit" umbenannt, womit der Anschein erweckt wird, dass es sich um eine Fehlsichtigkeit handelt, die sie vermeintlich "legal" mit Prismengläsern korrigieren dürfen. Prismengläser haben aber nicht wie Plus- oder Minusgläser eine korrigierende Wirkung; sie greifen in das Augenmuskelgleichgewicht ein - und das ist "Therapie" und zwar eine, bei der man unter Umständen mit ganz erheblichen unerwünschten Nebenwirkungen rechnen muss.


URL: http://www.augeninfo.de/presse/0103mkh.htm

Neutralität

POV, unpassende Formulierungen, chaotische Struktur. Allein in dem Abschnitt "Vorkommen" springt der Autor über etwa vier verschiedene Themenbereiche (Ursachen, klinisches Bild, Krankheitsverlauf usw.). Noch nicht einmal die Einleitung ist wikifiziert (voller unerklärter Begriffe) aus der exzellenz-Kandidatur. --Dingo 17:06, 14. Aug 2005 (CEST)

Einiges im Argen

Wie bereits die Abschnittsüberschrift zu verdeutlichen sucht, ist in diesem Artikel aberEiniges im Argen!. Ich werde mich an diese Sysiphosarbeit jedoch heranwagen und habe auch schon eine "Erstbereinigung" vollzogen, wird mich halt etwas Zeit kosten. Southparks Vorschlag, ich solle meine FIKTIVEN Charakterinterpretationen aus meinem einstigen Artikel doch unter "ADS in der Literatur" einbauen, kommt später vielleicht, im Moment gäb das bloß'n sog. Edit War. (An der "chaotischen Struktur" und den "unpassenden Formulierungen" merkt man halt das AD(H)S, wird also mir auch nicht leicht fallen...)--Hattakiri 21:00, 16. Aug 2005 (CEST)

Ergebnis der Lesenswert-Diskussion

Pro Exzellent noch nicht, aber dafür lesenswert! Antifaschist 666 17:05, 14. Aug 2005 (CEST)

  • Kontra dort sind zwei Bearbeitungsbausteine - die Probleme sollten als erstes geklärt werden, bevor es zu einer Kandidatur kommt --Atamari 19:49, 14. Aug 2005 (CEST)
  • Kontra War der Artikel denn schon im Review? --ercas 23:52, 17. Aug 2005 (CEST)
  • Pro Lesenswert aber auf jedenfall mit Tendenz zur Exzellenz! Da ich grad selber in Kur (wegen sog. "übergangener ADS" also Sonderform adulte ADS) bin, kann ich sagen, der Text deckt sich (weitgehend) mit meinen dortigen Erfahrungen! Weiter so, dann ist er ganz bestimmt bald exzellent! (hab im Moment leider selbst wenig Zeit zu eigenen Beiträgen)--Hattakiri 14:24, 18. Sep 2005 (CEST) abstimmung längst beendet. --JD {æ} 20:18, 18. Sep 2005 (CEST)

Fehlende Aspekte

- Es fehlt ein Hinweis auf Stalking als Teil einer ADHS-bedingten Frustrationsreaktion: Ggf als Absatz hinter dem Messie-Absatz einfügen. - Ebenso fehlt ein Hinweis auf den Zusammenhang des ADHS mit dem Hirnorganischen Psychosyndrom und die zu 80% vorliegenden sensomotorischen Entwicklungsstörungen. (HaKuKo). --217.251.167.55 22:44, 10. Okt 2005 nachgetragen von JD {æ}

Auslagern einzelner Teilaspekte

Ich würde vorschlagen, einzelne Aspekte in andere Artikel auszulagern, um den Artikel übersichtlicher zu machen. So ist das bei der Strationfrontalen Dysfunktion ja bereits geschehen.

Für auslagerbar halte ich:

  • Überblick über Eigenschaften und Kernsymptome von AD(H)S & Stärken durch ADS
    • Das sollte darüberhinaus auch noch umgeschrieben werden, so siehts echt nach ein Bißchen abwägung gut/böse aus.
    • Stammartikel wie folgt ändern: AD(H)S bringt verschiedene, oft gemeinsam auftrefende charakterliche Eigenschaften mit sich, welche nicht grundsätzlich störend sind, sondern mit entsprechendem Training positiv genutzt werden können. Siehe hierzu Durch ADHS geprägte Charaktereigenschaften
  • Behandlung - Würde ich in Artikel "Behandlung von ADS" auslagern, könnte ggf. mit einzelnen Einträgen aus dem ArtikelMethylphenidat verschmolzen werden, da hier redundant erklärt wird, was ADHS ist.
  • Politische und psychologische Diskussion -> Das kann schon fast in ADHS-Verschwörungstheorie ausgelagert werden. Hier wäre auch Platz, die esoterischen "Verwendungen" für ADHS, die Behauptung, das würde nicht existieren etc. unterzubringen.

Frage am Rande, denn im Artikel heißt es "Zwischen 30% und 70% der ADS-betroffenen Jugendlichen behalten die Störung auch im Erwachsenenalter bei (Persistenz);" -> Da die Ursache nicht behoben werden kann, sollten eigentlich alle ADS-Betroffenen dauerhaft betroffen sein. Oder verwächst sich das? Wenn ja, sollte das so explizit angegeben werden.

Was haltet ihr von dem Vorschlägen? Meint ihr, daß würde den Artikel zu stark zerpflügen oder kann das der Lesbarkeit dienen?

-- Darwin80 00:17, 13. Okt 2005 (CEST)


Hallo, dann mal meinen Senf zu dem Vorschlag:

Überblick über Eigenschaften und Kernsymptome von AD(H)S. Ja und nochmals Ja. Es gibt meines Erachtens wesentlich mehr Sekundärsyptome und ich halte es nicht für sinnvoll sie alle in diesem Artikel aufzulisten.(in einer wesentlich älteren Version des Artikels stand mal x > 100 als ungefähre Anzahl im Raum). Zudem stört mich die grobe Einteilung in positive und negative Eigenschaften und die wodurch auch immer bedingte Zuordnung zu einem Kernsymptom.

Politische und psychologische Diskussion: Leider nein, während unter Fachleuten der aktuelle wissenschaftliche Stand einigermassen beachtung findet, so gilt dies für den Rest der Gesellschaft leider nicht. (Starte mal in de.alt.naturheilkunde einen Thread indem du die Medikamentation von ADHS mit Medikamenten im Grunde befürwortest und lehne gleichzeitig die Gabe von AFA Algen und co ab). Oder grabe mal die archive der Diskussion hier aus. Da gibt es auch immer mal wieder Leute die sogar sagen das es ADHS gar nicht gibt.

Behandlung: Vieleicht. Dieser Absatz hat durch die Runderneuerung des Artikels optisch und Inhaltlich zugelegt. Nicht so gut empfinde ich lediglich das hervorheben der Evidenzklasse am Anfag jedes Unterabschnittes. Grund: Es wirkt zu sehr wie eine Therapieempfehlung! Da ich den Ansatz der Evidenzbasierten Medizin jedoch befürworte sollten meiner Ansicht nach die Evidenzklassen schon noch erwähnt bleiben. --Achak 11:34, 15. Okt 2005 (CEST)

@Achak: Ich habe jetzt den Artikel Durch ADHS geprägte Charaktereigenschaften erstellt. Schau ihn dir mal an, was du so davon hältst und ob das schon ausreichend ist, um den bisherigen Abschnitt über die "Kernsymptome" von diesen Eigenschaften etwas zu entstauben. Darwin80 13:39, 18. Okt 2005 (CEST)

@Darwin80: Ich wollte eigentlich noch Benutzer:Dingo nach seiner Sicht der Dinge befragen, er hat die Liste wimre in den Artikel aufgenommen, allerdings ist er zur Zeit gesperrt. (Ich vermute Freiwillig wegen Wikistress). Zu Durch ADHS geprägte Charaktereigenschaften selbst fällt mir ein das der Titel suboptimal ist. Das bestimmte Charaktereigenschaften durch AD(H)S geprägt werden ist meiner Ansicht nach eher eine Behauptung und es lässt sich wohl auch schwer belegen das eine bestimmte Eigenschaft vollständig oder wenigstens primär durch ADHS geprägt würde. Gibt zudem ein Henne-Ei Problem.

Beispiel: Ist Peterle kreativ weil er ADHS hat? Möglicherweise ist Peterle kreativ weil in seiner Familie alle musisch oder künstlerisch tätig sind, er also in einem entsprechenden Umfeld lebt, diese Anlage in der Familie positiv bewertet ist somit auch gefördert wird? Vieleicht sind in Peterles Familie alle künstlerisch tätig weil sie alle AD(H)S haben? Was ist, wenn Peterle ein Adoptivkind ist?

Im Vergleich dazu ist die Ausage das die Eigenschaften x,y,z bei AD(H)S Betroffenen häufig auftreten anhand der Literatur recht problemlos zu belegen. Alternativtitel könnte sein: "Eigenschaften welche bei ADHS Betroffenen häufig auftreten."
Der unterste Absatz ist nicht gut.
Was da ADS ist nennt sich eigentlich:
ADS, vorwiegend unaufmerksamer Typ (primär Aufmerksamkeitsstörung, geringe Hyperaktivität und Impulsivität)
der im neuen Listen-Artikel als "ADHS" bezeichnete Subtypus bezeichnet sich als:
ADS, vorwiegend hyperaktiv-impulsiver Typ (primär Hyperaktivität und Impulsivität, geringe Aufmerksamkeitsstörung)
es könnte aber auch
ADS, kombinierter Typ (häufigste Erscheinungsform mit allen drei Kernsymptomen) sein
Die Kürzel ADS und ADHS können synonym verwendet werden, manchmal wird auch AD(H)S geschrieben um anzudeuten das die Hyperaktivität fakultativ ist. Vorwiegend aufmerksamkeitsgestörte ADS'ler können, müssen aber nicht introvertiert sein. Ein stark motorisch Hyperaktiver kann, muss aber nicht besonders schwierig in Konfliktsituationen sein. Auch beim vorw. unaufmerksamen Subtypus können schnell mal Einrichtungsteile die Flugschule besuchen ;-)

So das war jetzt genug für den Augenblick. (Dieser Beitrag wurde unter völliger Abwesenheit von MPH geschrieben => wer Rächtschraibfähhla findet kann sie behalten.) --Achak 22:08, 18. Okt 2005 (CEST)

@Achak: Komm, wir geben uns jetzt mal den (verhinderten) Edit-War. Also dann mal ans Werk! *G*

Gleich mal zum Titel: Ich war schon drauf und dran, den Artikel schon zu verschieben, weil ich dir in Bezug auf "Behauptung" recht geben muß. Dein Vorschlag ist an sich gut, aber ich denke er ist etwas lang als Titel für einen WP-Eintrag. Ich kann jetzt natürlich nichtmehr schreiend weglaufen, sondern muß mich irgendwie dazu durchringen, den Artikel in brauchbare Form zu gießen. :-) Was hältst du von "ADHS-Persönlichkeit"? Der Titel ist weitgehend neutral und läßt es zu, im Artikel selbst möglichst allgemein diese Charaktereigenschaften zu beschreiben. Ich möchte hier auch jede Wertung rauslassen (wie es bisher eben geschieht), weil es eben nicht immer falsch ist, wenn man sich aufbrausende verhält.

Natürlich heißt das für den ersten Abschnitt im ADHS-Artikel: Überarbeiten. Denn bisher lebt der von den Charaktereigenschaften.

Den letzten Absatz stelle ich erstmal noch zur Disposition, die Zuordnung ADS/ADHS sowie die "Folgen" habe ich schonmal radikal rausgeXt.

Achja, ich schreibe auch MPH-Frei, bin nicht in Behandlung. Ich denke, ich sollte das Ändern, bin nämlich während dieser nächtlichen Wikipedia-Sitzung an die 10 Mal aufgestanden, zur Tür und wieder zurück gelatscht um danach weiterzutippern. :-) Darwin80 01:27, 19. Okt 2005 (CEST)

@ Darwin: Halt, Stop, Bremsen, Langsam...

"ADHS Persönlichkeit" ist gelinde gesagt suboptimal. Es gibt sie nämlich nicht wirklich, die ADHS Persönlichkeit.
Um die Persönlichkeit( bzw Persönlichkeitsanteile) zu erklären die alle ADHS'ler auf der Welt gemeinsam haben müsste man ADHS in einem Unterartikel erläutern... Und ich dachte eigentlich es geht darum das du die Liste mit typischen Eigenschaften von ADHS'lern auslagern wolltest um den Artikel übersichtlicher zu gestalten.

"MPH frei" nur zu dem speziellen Zeitpunkt. Näheres per Mail. (if you want) Meine Mailaddresse befindet sich auf meiner Benutzerseite.

nur zur info: der ausgelagerte teil wurde vorhin kurzerhand innerhalb von vier stunden zum löschkandidaten und auch gleich komplett gelöscht. siehe hier. --JD {æ} 22:07, 23. Okt 2005 (CEST)

Ich habe mich in den letzten Tagen mit Achak per Mail unterhalten. Generell dürfte es dem Artikel mehr bringen, wenn der Abschnitt Kernsymptome mit viel Feinschliff überarbeitet und entrümbelt wird. Diese "Eigenschaftsliste", die darin enthalten ist und auch noch in Gut und Böse einteilt, sollte dabei verworfen werden; Jeder kann sich in diesen Eigenschaften wiederfinden, wenn man lange genug sucht und das trifft nicht den Kern der Symptomatik.

Ursprünglich hatte ich diese Punkte in den separaten Artikel ausgelagert, um diesen bzgl. der Eigenschaften auszubauen und das aus dem Hauptartikel rauszunehmen. Ich bin mittlerweile überzeugt, daß eine solche Auflistung, selbst wenn wertfrei dargelegt, sinnlos ist. Darwin80 14:43, 24. Okt 2005 (CEST)

Symptomatik

Der Abschnitt zur Symptomatik stört mich auch. Es ist aus diagnostischer Sicht schon unbefriedigend genug, dass sich die Diagnose nur an der Phänomenologie orientieren kann. Aber dann sollte man sich schon auf die paar Kriterien beschränken, die in ICD-10 und DSM-IV aufgeführt sind. Denn als "Symptome" kann man nur Verhaltensweisen oder Merkmale bezeichnen, die für ADHD/ADS tatsächlich in einem differential-diagnostischen Sinne im Unterschied zu anderen Syndromen typisch sind. Das könne naturgemäß nur relativ wenige Symptome sein, die auch nur in ihrem kombinierten Auftreten Sinn machen. Aus diesem Grund sollte man denb Punkt "Weitere häufige und typische Eigenschaften und Symptome" komplett entfernen:

Weitere häufige und typische Eigenschaften und Symptome Positive Eigenschaften

Einfallsreichtum und Kreativität (häufig fällt der Begriff "Ideengenerator") Empathie (Fähigkeit zu verständnisvollem Mitgefühl) Gerechtigkeitssinn Natur- und Tierliebe Negative Eigenschaften

Entwicklungsverzögerung Randgruppenanhänger Hang zu Substanzmissbrauch im Rahmen der Selbstmedikation motorische Defizite (schlechtes Schriftbild) Flüchtigkeitsfehler beim Lesen und in der Rechtschreibung


Begründung: (a) Die Häufigkeit ist empirisch m.W. nicht überall gut belegt, bzw. unterschiedlich hoch und sollte daher spezifiziert werden. (b) Von "typisch" könnte man nur sprechen, wenn die Auftretenshäufigkeit bei ADHD in repräsentativen Stichproben signifikant höher ist als bei anderen Personengruppen. Und bei aller Sympathie für ADSler (habe mich schon gefragt, ob ich selbst einer bin): Mit Ausnahme der Motorik, bzw. den Flüchtigkeitsfehlern ist nichts aus der obigen Liste in diesem Sinne typisch für ADHD/ADS! Die empirischen Belege dafür würde ich gerne mal sehen! Sogar die Kreativität ist nicht unumstritten, denn es hängt von der Definition ab. Abgesehen davon finde ich den Ansatz, die Kernsymptome sowohl aus einer Defizit- als auch einer Ressourcenperspektive heraus zu qualifizieren, sehr begrüßenswert. Das entspricht auch absolut den derzeitigen Trends in Entwicklungspsychopathologie, Klinischer Entwicklungspsychologie, Förderpädagogik, usw. Nur würde ich sie von der Symptomatik trennen, denn die ist notwendigerweise defizitorientiert. Ich hätte noch mehr Anmerkungen, muss jetzt aber leider weg. Ich möchte deshalb bloss noch sagen, dass der Artikel eine Menge Potential hat, er braucht aber noch ein bißchen was hie&da :-) Scepticfritz 18:52, 28. Okt 2005 (CEST)

Sorry aber manche Eig. sind schon typisch für ADHS-Betroffene. Auch für andere Gruppen, ich weiss.
Definiere "Typisch" wohl allgemeiner als du. Ansonsten sind wir einer Meinung.
Danke für die schnelle Antwort! Ich würde ja auch gar nicht so sehr darauf herumreiten, wenn die Sache nicht einen - wie ich finde - ernsthaften Hintergrund hätte, der über persönliche Sprachgewohnheiten hinaus geht. Eine Reihe meiner Studenten benutzen die Wikipedia für schriftliche Arbeiten und einer hat sie jetzt sogar für die Prüfungsvorbereitung verwendet (ich hab' eine Professur für Sonderpädagogische Diagnostik an der Uni Frankfurt [soll keine Angeberei sein, ich will bloss meine Beweggründe klarstellen]). Und in der Diagnostik meint "typisch" halt etwas Spezielleres als in der Umgangssprache. Einem Leser fällt die Veränderung der Semantik aber beim Lesen nicht auf - der verlässt sich einfach darauf, dass alles "wissenschaftlich" ist, denn der Artikel verwendet ja auch an vielen anderen Stellen die Fachterminologie. Deshalb bin ich auch ganz automatisch von einem fachspezifischen Sprachgebrauch ausgegangen.
So, das war die Vorrede. Und nun meine Bitte: Könntest du solche Bedeutungsunterschiede vielleicht kennzeichnen? Mit so einem Wiki-Artikel trägst du immerhin eine gewisse Verantwortung, gerade weil du keine Kontrolle darüber hast, wer aus welchem Grund und mit welchem Hintergrundwissen darauf zugreift. Scepticfritz 11:06, 31. Okt 2005 (CET)
PS: Was ich heute morgen noch fragen wollte, aber vergessen hatte: Wer hat mir den eigentlich geantwortet? Bzw., wer fühlt sich denn im Moment für diesen Artikel verantwortlich? Büschen verwirrt:Scepticfritz 15:19, 31. Okt 2005 (CET)

Oh sorry habe vergessen meine Signatur zu hinterlassen. Ich Benutzer:Achak habe dir geantwortet. Ich bin für den Artikel überigens genauso verantwortlich wie du selbst. Warum steht unter anderem hier: Wikipedia. In einer universellen Enzyklopädie steht halt oft die Allgemeinverständlichkeit der fachlichen Vollständigkeit entgegen. Kennzeichnen von Bedeutungsunterschieden: viel Spass dabei: sei_mutig. Deine Studenten sollten lernen den Kontext und die Qualität von Informationen zu beurteilen. Lass sie mit einer einfachen Übung anfangen: Was ist so ungefähr eine Enzyklopädie und warum ist sie kein Lehrbuch? Bin überigens selber Student, deshalb darf ich das sagen ;-). --Achak 23:44, 31. Okt 2005 (CET)

hi Achak! Ich wollte mich nicht vor eigener Aktivität drücken & das Wikipedia-Prinzip ist mir im Prinzip schon klar, aber bevor ich an einem Artikel etwas verändere, frage ich dennoch lieber erstmal die anderen Autoren. Ich dachte, dass hier jemand noch sehr aktiv ist und ich bin nicht scharf auf einen unnötigen Edit-War (hier geht es ja schliesslich nicht um irgendeinen Nazi-Kram). Ich werd' mal versuchen, Formulierungen zu finden, die dem Allgemeinen und dem Fachlichen gerecht werden. Was meine Studenten angeht - naja, ich habe im Laufe der Jahre so einige Illusionen verloren :-) Aber im Ernst: Ich muss zu meiner eigenen Schande gestehen, dass ich nie auf die Idee gekommen wäre, dass sich jemand auf die Wikipedia allein verlassen würde, deshalb habe ich über das Thema auch nie gesprochen. Scepticfritz 09:46, 1. Nov 2005 (CET)

Die grössten Änderungen der letzten Monate hat Benutzer:Dingo durchgeführt.Eine Eigenschaftsliste befürworte ich generell nicht. Falls sich nicht in nächster Zeit jemand pro E.Liste äussert kann man das Ding entsorgen.--Achak 21:16, 1. Nov 2005 (CET)

Bipolare Störung

1. Bipolare Störungen bei Kindern und Jugendlichen werden oft - fälschlicherweise - als ADHS diagnostiziert. Die Gabe von Ritalin ist dann völlig fehl am Platz, etc. Ein solcher Hinweis erschiene mir im Artikel noch wichtig.

2. Bei vielen der genannten Personen handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um nicht als von ADS Betroffene. Wenn viele Depressionen im Laufe des Lebens nachgewiesen sind, wie z.B. bei Hermann Hesse (ist nur ein Beispiel!, bei ihm kommt noch mindestens ein Suizidversuch hinzu) ist weit eher eine Bipolare affektive Störung anzunehmen. Wie könnte man dies angemessen darstellen?

Nup 19:35, 29. Okt 2005 (CEST)

Zu 1) [x] Done.
M.W. ist eine Bipolare Störung für ein ADHS keine zwingende Ausschlussdiagnose. Durch das explizite Aufführen als Beispiel bei den Differentiladiagnosen und Komorbiditäten hat man gleichzietig einen internen Link auf den Bipolar Artikel welcher sowohl Komorbidität ADHS+Bipolar als auch false positive ADHS bei false negative Bipolar Diagnose erwähnt.

Zu 2) Im abschnitt "Artikel nicht mehr gut lesbar" auf dieser Diskussionsseite habe ich zu der Kategorie Persönlichkeiten mit vermeindlichem ADS schon was geschrieben. --Achak 01:36, 30. Okt 2005 (CEST)

Exzellenzdiskussion vom August 2005 (abgelehnt) ((Nachtrag))

Vorbemerkung. Benutzer Dingo hat die komplette Exzellenzdiskussion mit einem Edit vom 14.08.2005, 16:01 Uhr aus dem Kandidatenartikel gelöscht und hier nur Fragmente daraus eingestellt. Ich stelle hiermit alle Beiträge der Benutzer wieder her. Gruß -- Andreas Werle 20:32, 12. Nov 2005 (CET)

Beginn der Exzellenzdiskussion

Der Artikel war die letzten 14 Tage im Review und ist im letzten Monat vollständig überarbeitet worden. Ich denke, er ist jetzt fit für die Exzellenten. --Dingo 21:33, 2. Aug 2005 (CEST)

  • dafür --Dingo 21:33, 2. Aug 2005 (CEST)
  • Mir gefallen die Überschriften mit Fragezeichen im Titel nicht, das sieht zu sehr nach Ratgeber aus. Es gibt Widersprüche: in einem Abschnitt wird gesagt, dass „von einer Krankheit niemand reden würde“, aber andererseits steht weiter oben, dass ADS im ICD-10 aufgelistet und eine Symptomatik - also „Auswirkung einer Krankheit“ - ist. Aber ich bin kein Fachmann, daher enthalte ich mich. Phrood 21:38, 2. Aug 2005 (CEST)
    Habe versucht, das einzubauen, vielen Dank! Die Fragezeichen im Titel möchte ich aber lassen, da es schließlich um die Beantwortung von Fragen geht und man diese Fragen nur mit sehr vielen Krücken zu typischen Überschriften machen könnte. --Dingo 21:49, 2. Aug 2005 (CEST)
  • Kontra: teilweise zu laienhafte Darstellung, markiert Abschnitte, die mehr vom Standpunkt Betroffener ausgehen, nicht deutlich, widersprüchliche Wortwahl: Erbkrankheit, Störungsbild (vermeidet Krankheitsbild), wie Weiblichkeit keine Krankheit. -- Thoken 01:28, 3. Aug 2005 (CEST)
  • Kontra: Ich greife nur mal einige entscheidende Formulierungen auf:
    • ADS erlaubt allerdings auch eine offenere Wahrnehmung - ist inwieweit durch psychologische Studien belegbar?
    • Eine komplette "Heilung" [..] ist auch nicht wünschenswert - da spricht der Artikel für wen? POV
    • Nicht selten spüren schwangere ADS-Frauen die Bewegungen ihres Kindes, bevor dies nicht-betroffene Frauen tun - eine bloße Behauptung, sicherlich durch nichts belegbar
    • ihre Begeisterungsfähigkeit, die sich in besonderer [..] Liberalität äußern kann - Huh?
    • Viele ADS-Betroffene werden auch als hochintelligent beschrieben / nach Beobachtung mehrerer Ärzte kommen hochbegabte Kinder mit ADS proportional häufiger vor - anecdotal evidence; offenbar nicht belegbar? (Der Artikel reitet ständig darauf herum, dann will ich auch Fakten!)
    • Diese Kritiker haben meist keinerlei Erfahrung / Mit derartigem Schubladendenken kommt man [..] nicht weiter - für eine neutrale Enzyklopädie höchst unangemessene Formulierungen. --Markus Mueller 02:10, 3. Aug 2005 (CEST)
  • abwartend schon eine Menge Material, aber in der Tat noch an vielen Stellen POV: Formulierungen wie "Die häufigen, jedoch ungenauen und widersprüchlichen Presseberichte zum Thema mystifizieren ADHS eher als darüber aufzuklären. Dies schlägt sich auch in der Meinung von Politikern nieder." aus der Einleitung gehören nicht in einen exzellenten Artikel. Daneben stimme ich Phrood zu, mich stören die als Fragen formulierten Überschriften auch, das erinnert mich zu sehr an Ärztefaltblatt. Auch Absätze wie der zur "Weiblichkeit als Krankheit" führen m. E. zu weit vom eigentlichen Thema weg; hier könnte man straffen. Eine Überarbeitung im Kandidaturzeitraum müsste allerdings angesichts der schon vorhandenen Materialfülle möglich sein. --mmr 02:53, 3. Aug 2005 (CEST)
Ich habe versucht, viele berechtigte Kritiken, wo mir möglich, einzuarbeiten. Ich stehe sehr gerne jedem mit meinem Wissen zur Verfügung, der etwas überarbeiten will.--Dingo 00:07, 4. Aug 2005 (CEST)
  • CONTRA: Dieser "Betroffenen"-Eiertanz löst beim Leser einige unangenehme Syndrome aus. Die penetrante "medical correctness" ist eigentlich unerträglich: "Nicht selten spüren", "wird es für unwahrscheinlich gehalten", "kann man unter Umständen erreichen,", "scheinen die psychosozialen Bedingungen eine allenfalls geringe Rolle", "nicht alle eigentlich Betroffenen". Das sprachliche Sackhüpfen entlang der "Krankheitsgrenze" wirkt nur noch peinlich. Daraus entstehen solche abstrusen Gebilde wie: "Neben den negativen Symptomen haben ADS-Betroffene auch viele Stärken oder Eigenschaften, die richtig eingesetzt Stärken sind. So betrachten viele Experten wie auch Betroffene ein richtig eingestelltes ADHS als Gabe." sind eigenlich ein Hohn gegenüber den "betroffenen" Eltern (!!), die sich an Sätze wie "Genausogut könnte man Weiblichkeit als Krankheit ansehen." ergötzen dürfen. Nach der Lektüre reihe ich mich auch zu den mittleren Betroffenen ein. Ein solch ernstes und extrem wichtiges Thema hat klarere Worte verdient. --Cornischong 04:00, 3. Aug 2005 (CEST)

Bis hierher vielen Dank für die Meinungen, die ich mir eigentlich im (14 Tage lang ziemlich leeren) Review gewünscht hätte. Ich mache allerdings darauf aufmerksam, daß das hier ein Artikel über ein Syndrom ist, und die Evidenzbasierte Medizin, genauso wie der Beipackzettel eines Medikamentes, nur von Wahrscheinlichkeiten sprechen kann; der "medical correctness"-Eiertanz ist deshalb nötig, weil man eben nicht schreiben kann: "ADS-Betroffene haben dies und das, sind blablabla".
Wenn man die Literatur sichtet, bringt natürlich jeder Arzt seine Erfahrung mit ein, und warum sollte man das nicht beschreiben; vor allem, da aus Erfahrungsberichten klinische Studien werden, die dann helfen, das Bild besser zu verstehen.
Von dem Trichter, ADS sei eine Krankheit, und die Eltern von ADS-Betroffenen seien immer gea****t, muß man ganz schnell runterkommen, vor allem die Eltern (oder will hier jemand Eltern haben, die einen ständig als Belastung erleben? Danke). ADS ist eine Sache, die, richtig eingestellt (therapiert), auch eine Gabe sein kann. Näheres in Lynn Weiss und Thom Hartmann, vor allem letzterer hat dazu viel geschrieben.
POV mit Krankheit, naja. Nichtbetroffene finden es als POV, wenn man ADS nicht als Krankheit bezeichnet, und Betroffene empfinden es als POV, wenn man ADS grundsätzlich als Krankheit bezeichnet. Die Symptome bezeichnet jeder als Krankheit (wobei dabei das Problem krankheitswert ist, jeder ist mal unaufmerksam, impulsiv, zappelig oder deprimiert, ohne daß das gleich eine Krankheit ist). Ein Betroffener läßt sich allerdings nicht gerne als "Kranken" bezeichnen, vor allem, weil psychische Sachen null Krankheitsgewinn haben, und fühlt sich richtig eingestellt (also, wenn die negativen Symptome behandelt sind) auch nicht als Kranker. Da würde ich deswegen die POV des Betroffenen über die POV des "Gesunden" stellen.
Ich kann den Artikel auch gerne zurück ins Review stellen, aber wie gesagt, in den vorgesehenen 14 Tagen Review kamen drei Beiträge: Zwei positive, und einer, den ich eingearbeitet habe. --Dingo 07:58, 3. Aug 2005 (CEST)

Es tut mir Leid, dass ich mit meiner Kritik etwas spät auftauchte. Das Problem mit dem Review ist bekannt. --Cornischong 10:56, 3. Aug 2005 (CEST)
Wie gesagt, ich versuche, die Sachen einzubauen, sofern es möglich ist (der "medical-correctness-Eiertanz" ist nun mal ein Teil der Neurobiologie, weil man das Gehirn nicht so detailliert untersuchen kann wie einen Arm oder den Blutkreislauf). Dem Artikel tut es gut, wenn mehr Leute ihre Meinung äußern. --Dingo 00:07, 4. Aug 2005 (CEST)
  • contra - Wie Cornischong stören mich ebenfalls eine ganze Latte der Formulierungen, die ich extrem schwammig finde. Auch mein Sohn ist ADS-Kind und wird (erfolgreich, erkennbar an der plötzlich gesteigerten Konzentrationsfähigkeit in der Schule) mit Ritalin eingestellt, ich zähle mich also zu den "betroffenen Eltern". Ich habe meinen Sohn allerdings nie als Belastung empfunden, vielmehr war er selbst ständig frustriert, wenn irgendetwas nicht geklappt hat, wenn er sich ständig ablenken ließ, in dem Fall ist die niedrige Frustrationsschwelle und die Aggression bei einem Wutanfall, bei dem auch mal ein heißgeliebtes Spielzeug dran glauben mußte, die mit der fehlenden Konzentrationsmöglichkeit einhergehen, zumindest für ihn eine Belastung. -- Achim Raschka 08:08, 3. Aug 2005 (CEST)
Zum Anderen ist die Aufforderung, den Betroffenen so zu akzeptieren, wie er sei, sicher nicht schlecht; der Betroffene selbst erlebt aber einen beträchtlichen Leidensdruck, weil er sich selbst nicht so akzeptieren kann, wie er ist. Er fängt vieles hoffnungsvoll an, um es nicht zu Ende zu führen und erlebt so die Erfolgserlebnisse einer abgeschlossenen Sache nur selten. Seine Impulsivität katapultieren ihn aus Gruppen heraus. Er sucht ständig nach neuen Stimulantien, und muss weiter suchen, sobald er sie gefunden hat. Wenn er eine Sache zu Ende bringt, verfällt er in Depressionen, weil die Stimulation des Kampfes um die Sache wegfällt.
Ich sehe Deinen Punkt also durchaus (auch aus eigener Erfahrung). In ADS-Selbsthilfegruppen bekommt eine ebenfalls betroffene Mutter des öfteren den Flash, wenn sie mitbekommt, wie nicht-betroffene Mütter über ihre Kinder reden. Dein Kind wird mit 70%iger Wahrscheinlichkeit sein ganzes Leben lang ADS haben, und es gibt immer mehr Erwachsene, die heute behandelt werden.
Neben diesen behandlungsbedürftigen Symptomen muß ein Betroffener aber lernen, seine ADS zu akzeptieren und damit zu leben; die "ADS-Stärken", die hier im Gegensatz zu den Kritiken kritisiert werden, sind aus mehreren Büchern erfahrener Therapeuten zusammengetragen. Daß Stärken nunmal nicht so sehr untersucht werden, wie Symptome (ICR-10 - International Compendium of Resources) ist auch klar, sie spielen aber in der Therapie eine wichtige Rolle, und ein Betroffener muß auch lernen, seine Schwächen mit diesen Stärken zu kompensieren.
Ich denke aber, diese Diskussion geht für die Kandidatenabstimmung zu weit, und wir sollten sie auf meiner Disku weiterführen.
--Dingo 00:07, 4. Aug 2005 (CEST)
  • contra - stark POV, Kritiker werden nicht eigentlich dargestellt, sondern niedergemacht; der Sprachstil ist ausgesprochen aggressiv ("Ängste ausgeschlachtet", "Ideologien auf dem Rücken der Betroffenen" usw., "hochumstritten" usw.). Zahlreiche Unklarheiten (Krankheit oder nicht? Ist eine hirnorganische Störung diagnoserelevant? Autoritative Aussagen "wird ausgeschlossen", "ist widerlegt", "nachgewiesenermaßen wirkungslos" ohne hinreichende Begründung. Skurrilitäten wie IQ von Toten. Unbelegte Allaussagen: "Mehrere Experten gehen davon aus, dass Messies durch die Bank ..."). Positiv ist, dass viele Informationen und viel Literatur zusammengetragen wurden; aber die Aufarbeitung ist mangelhaft. Ein etwas entspannterer, gelegentlich auch vorsichtigerer Stil, Abklären der Unklarheiten, Verzicht auf gar zuviel Bewertung könnten m.E. einen recht guten Artikel daraus machen, der dann zwar immer noch POV wäre, aber immerhin wichtige Informationen in akzeptabler Form böte. -- Mautpreller 08:53, 3. Aug 2005 (CEST)
Ob eine hirnorganische Störung diagnoserelevant ist, ist erstmal egal, weil man die Störung nicht nachweisen kann (fMRT und vor allem PET sind teuer und setzen den Patienten einer hohen Strahlenbelastung aus; deswegen werden sie nur zu Forschungszwecken eingesetzt). Die hirnorganische Störung ist die organische Ursache für das Auftreten der ADS bei den meisten (oder allen) Betroffenen und wird weiter untersucht.
"Krankheit oder nicht" ist eine Frage, die man bei einigen Betroffenen klar mit "ja" oder "nein" beantworten kann, bei anderen ist man in einer Grauzone. Die Therapie will einen behandlungsbedürftigen Betroffenen so therapieren, daß seine ADS nicht mehr krankheitswert ist; an seiner Störung ändert sich dadurch nichts. (Schwer Betroffene müssen u.U. ihr ganzes Leben lang Medikamente nehmen, um ihren gestörten Neurotransmitterstoffwechsel zu regulieren. Ansonsten wird nach 1-3 Jahren mit Verhaltenstherapie, Coaching etc. versucht, die Medikation probeweise abzusetzen und zu testen, ob der Betroffene ohne auskommen kann.)
Als enzyklopädischer Artikel stellt dieser Artikel erstmal die Tatsachen dar. Die Erde ist rund, nicht hohl und keine Scheibe. Spermien sind Träger eines halben Gensatzes, und keine Embryos.
In der Neurobiologie ist noch einiges offen für Interpretationen; das ist der Unterschied zu den bisher genannten Beispielen. Man kann Goethes Faust auf mehr als eine Art interpretieren; allerdings gibt es einige Grundlagen, die in jeder Interpretation gleich bleiben werden - Versmaß, Reimschema, Sprachparameter, Kontext der Entstehungszeit.
Viele der Kritiker im Bereich ADS kennen weder die Fakten, noch einen Betroffenen. Solche Sachen haben wir sehr häufig in der Wikipedia, und die Artikel, die von solchen Leuten fabriziert werden, sind in der Regel heiße SLA-Kandidaten. Das Problem an ADS ist, daß durch Politiker (die Bundesdrogenbeauftragte!!! Dieses Amt hat ja eine lange Tradition medizinischer Kompetenz; wer erinnert sich nicht noch an die Zeit, als Tumorpatienten im Terminalstadium Morphin vorenthalten wurde und sie mit Paracetamol vorliebnehmen mußten?), die Presse, Interessengruppenvertreter wie Hüther und Leute, die zwar gut meinen, aber sich nicht ausreichend mit dem Thema auseinander gesetzt haben, viele Aussagen in die Welt gesetzt werden, die heute (leider) zu ADS gehören. Auf diese muß eingegangen werden; allerdings muß es dann auch legitim sein, auf Fehler und Argumentationstricks dieser Parteien einzugehen. Die Form und der Stil sind dabei sicher diskutabel.
Die Studien, die Du verlangst, findest Du in der Literaturliste, ich empfehle vor allem Krause et al. und Heßlinger et al.; allerdings ist die Wikipedia keine medizinische Fachenzyklopädie. Ich habe versucht, viele der gewünschten Belege einzufügen; der komplette Fußnotenapparat ist hier allerdings nicht üblich, dafür sind die Literaturhinweise da.
--Dingo 00:07, 4. Aug 2005 (CEST)

Ich bin einer der Frühgeschadigten und sollte schon 1977 mit Ritalin eingestellt werden. Meine Eltern entschieden sich Gott sei Dank dagegen. Hyperaktive Kinder sind nicht krank sie besitzen im Durchschnitt jede menge andere Fähigkeiten die nur ordentlich kanalisiert werden müssten. ADHS ist ein gesellschaftlich gemachtes Problem. Und die Pharmaindustrie verdient ja genug an Ritalin und Ergenyl und dem Rest. Aber dem Kind nen Drops ins Maul zu schieben ist ja einfacher als Ihn sportlich zu fördern oder einen Weg zu finden Ihm anderweitige Erfolgserlebnisse zu geben. Fast alle ADHS Kids brauchen nur eine Sportart wo klare Stukturen Etikette und Diziplin gepaart mit Lob enthalten sind. Ich spreche da aus Erfahrung. Der Artikel beleuchtet das ganze viel zu einseitig. Olaf Klenke --Ekkenekepen 08:53, 7. Aug 2005 (CEST) Ich selber habe diese Medikamente wider abgesetzt weil ich eine Charakter Veränderung durchmachte Seit 25 Jahren wird nur Ritalin angeboten anscheinend hat sich die Forschung noch nicht amortisiert sonst wären mittlerweile andere Produkte auf dem Markt. Bedenkt immer was Ihr euren Kindern da zu "fressen" gebt. Drops in Mund ist Schund. Und die tollen Anthros finden das auch toll woll Danke Nein

  • Kontra: POV, unpassende Formulierungen, chaotische Struktur. Allein in dem Abschnitt "Vorkommen" springt der Autor über etwa vier verschiedene Themenbereiche (Ursachen, klinisches Bild, Krankheitsverlauf usw.). Noch nicht einmal die Einleitung ist wikifiziert (voller unerklärter Begriffe). Gruß -- Andreas Werle 12:35, 7. Aug 2005 (CEST)
Sei mutig, der "Autor" ist schließlich die Summe aller Wikipedia-Schreiber, die sich in diesem Thema auskennen. POV kann ich nicht nachvollziehen, da der Artikel exakt den akzeptierten Stand der Forschung wiedergibt. "Umherspringen" kann ich nicht sehen; das Vorkommen wird genannt und auf die Veränderung der Prävalenz hingewiesen. Daß ich das nicht sehen kann, heißt natürlich nichts, aber vielleicht kann jemand anders mutig sein und den Abschnitt so umformulieren, daß der Fokus auf das Vorkommen besser herauskommt. Wikifizieren der Einleitung: Das ist wohl etwas, was jeder durch einen "Bagatell-Edit" leicht selbst erledigen kann. --Dingo 20:19, 7. Aug 2005 (CEST)
  • Pro Ich finde den Artikel sehr ausführlich (schon fast zu ausführlich). Ich bin kein Mediziner und habe mit dem Thema auch sonst nix zu tun, daher kann ich auch nicht sagen, ob alles, was drinne steht richtig ist, aber trotzdem fühle ich mich gut informiert und habe auf jeden Fall beim mehrmaligen Korrekturlesen etwas gelernt. Auch wenn er noch nicht perfekt sein sollte, so sehe ich auch in der Diskusion, dass Dingo sich sichtbar Mühe gibt, ihn in diese Richtung zu bringen. --DaB. 21:07, 7. Aug 2005 (CEST)

Nochmal Hallo!

Vorbemerkung: Ich gehe davon aus, das dieser Artikel ein medizinscher Artikel über eine Krankheit ist, weil er von Dir so kategorisiert wurde: (vgl: Einordnung: Neurologie, Psychiatrie, Syndrom, Psychische Störung). Wenn Du über was anderes schreiben willst, oder was anderes meinst, dann kategorisier es bitte anders und vergiss alles, was ich jetzt sage. Ich mische mich dann auch nicht mehr in die Diskussion, weil ich nix davon versteh (Politik, Soziologie usw.). Generell gelten für mein Verständnis die Vorbemerkungen auf dieser Seite unter: "Qualitätsmerkmale exzellenter Artikel", "Wie schreibe ich gute Artikel", "Was ist Wikipedia" usw.

  • Form

Die Einleitung sollte so geschrieben sein, das sie den Oma-Test besteht. Daher sollten dort weder unerklärte englische oder lateinische Begriffe vorkommen und auch keine unerklärten Abkürzungen.

Mein Vorschlag für eine Änderung:

"Das sogenannte Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS) ist eine bereits im Kindesalter beginnende Störung mit den Kernsymtomen: leichte Ablenkbarkeit, Bewegungsunruhe, geringes Durchhaltevermögen, leicht aufbrausendes Wesen und Neigung zum Handeln ohne nachzudenken. 3-10 % aller Kinder zeigen Symptome im Sinne eines ADS. Knaben sind häufiger betroffen als Mädchen. Bei ca 1/3 der betroffenen Kinder können die Symptome mit unterschiedlicher Ausprägung bis in das Erwachsenenalter fortbestehen. Der Schweregrad der Störung ist individuell sehr unterschiedlich. Die Ursache der Störung ist unbekannt. Möglicherweise ist das ADS erblich bedingt. Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Symptome und dem Alter der Patienten. Zur Anwendung kommen Medikamente und Verhaltenstherapie."

Zu Deinem Kapitel Einführung: Ich finde es angemessen, die Definitionen von Ärzten über Verhaltensweisen von Menschen in Frage zu stellen. Dann sollte man die Kritik aber nüchtern darstellen. Sätze wie "Quotenregelung als Therapie der Weiblichkeit" sind unpassend. Die Frage der Notwendigkeit einer Behandlung ist in einer Einführung nicht an der richtigen Stelle. Das sollte man im Kapitel Therapie diskutieren. Das selbe gilt für Empfehlungen zur Vorbeugung.

Mein Vorschlag für eine Änderung: Weglassen. Stattdessen ein Kapitel "Vorkommen". Darin Angaben über Häufigkeit im Kindes- und Erwachsenenalter, Geschlechtsverteilung, Persistenz der Symptome, ethnische Unterschiede, wenn es welche gibt etc.

In einem medizinischen Artikel sollte jetzt ein Kapitel über Krankheitsursachen, Krankheitstheorien (nur aktuelle) und Gewebsveränderungen, falls vorhanden kommen. Das nennen wir meistens "Ätiologie und Pathogenese" und "Pathologie und pathophysiologische Mechanismen". Wenn dazu was bekannt ist oder auch nur halbwegs gesichert oder "current opinion" ist, dann schreibt mans auf und kennzeichnet es als vorläufiges Wissen.

Zu Deinem Kapitel ADS-Symptome verweise ich mal zunächst auf meine hilfreichen Definitionen zum Thema: Kernsymptom, klinisches Spektrum und diagnostische Kriterien (zu finden in der Diskussion zum Artikel Neurofibromatose Typ 1).

Zu Deinem Kapitel Ursachen siehe oben.

In Deinem Kapitel Vorkommen sollte man sich auf die Frage des Vorkommen konzentrieren. Auch hier finden sich wieder Bemerkungen zur Ursache, die nicht hingehören. Der Abschnitt hypoaktive ADS gehört, man glaubt es kaum, in ein Kapitel Krankheitsbild. Ansonsten siehe oben.

Zu Deinem Kapitel Diagnose: Es enthält wiederum eine Mischung aus Aussagen zur Feststellung der Krankheit und Bemerkungen über andere Dinge. Also: Diagnostische Kriterien sagen, wann man eine Diagnose stellen darf. Eine Differentialdiagnose klärt alternative Entscheidungen für eine Ansammlung von Befunden. Man sollte hier, wie überall folgendes auseinander halten: klinische Symptome, klinische Zeichen, technische und sonstige Befunde. Hilfreich ist immer, wenn man Diagnose-Leitlinien, oder einen diagostischen Algorithmus darstellt. Wie man den passenden Arzt findet, schreibt man einfach in ein eigenes Kapitel: Ratgeber für Betroffene. Probleme die richtige Diagnose zu finden bespricht man in dem Kapitel Fehldiagnosen.

Meine Vorschläge:

Ein Kapitel "Krankheitsbild" mit zwei Abschnitten: 1. Kern-oder Kardinalsymptome, das wodurch eine Krankheit definiert ist. Dann 2. Spektrum der Erkrankung: alle Symptome, die beim ADS vorkommen und ursächlich im Zusammenhang der Erkrankung stehen. Also die Vielfalt aller Symptome. Darin kann man einen Abschnitt einbauen: "Unterschiedliche Formen der Erkrankung" oder "Subtypen".

Dann ein Kapitel "Diagnostische Kriterien": Da steht drin, wann man die Krankheit diagnostizieren darf. Welche Symptome müssen in welcher Form vorliegen, damit die Diagnose ADS gestellt werden darf. (Beim ADS z. Bsp die Utah-Kriterien.) Man kann, falls es das gibt einen Algorithmus darstellen. Macht sich graphisch sehr schön.

Dann ein Kapitel "Verlauf". Darin stellt man die Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen dar. Wie entwickelt sich die Krankheit im Laufe der Zeit, kommen Symptome dazu, fallen welche weg (also das ganze Feld der Bewältigungsmechanismen, die betroffene Jugendliche und Erwachsene leisten.) Hier ist Platz für Deinen Abschnitt "Folgeerkrankungen".

Wenn man will, kann man noch ein Kapitel "technische Befunde" anschließen, kann hier aber kurz gehalten werden. Das ADS ist eine Störung, die klinisch diagnostiziert wird (das meint, es gibt keinen Blutwert oder ähnliches, der beweist, das die Krankheit vorliegt).

Im Falle des ADS ist es nun wichtig ein zweigeteiltes Kapitel Differentialdiagnose einzubauen und zwar für Kinder und für Erwachsene. Also bei Erwachsenen kommt als DD zum Beispiel das Restless-Legs-Syndrom in Frage, übrigens ein sehr schöner Artikel, sachlich und sauber geschrieben.

Dein Kapitel Behandlung ist formal ganz in Ordnung. Prinzipiell würde ich es aber vorziehen, in einem Wiki-Artikel keine Gebrauchsanweisungen für eine medizinsche Behandlung rein zu schreiben. (Vielleicht kommt ja doch mal jemand auf Idee wegen fehlerhafter Empfehlungen ein Klage anzustrengen).

Dein Kapitel Folgeerkrankungen ist als eigenständiges Kapitel überflüssig. Es gehört sinnvoller weise in ein Kapitel "Krankheitsbild" in den Abschnitt Verlauf. Siehe oben.

Dein Kapitel Auswirkungen auf die Biographie enthält Bemerkungen zur Differentialdiagnose (Messie-Syndrom). Gehört da nicht hin. (Obs stimmt ist dabei ersmal völlig sekundär). Das selbe gilt für den Abschnitt Persönlichkeiten mit vermeintlichem ADS, gehört in ein Kapitel Geschichte.

Am Ende oder ganz am Anfang kann man ein Kapitel "Geschichte" einbauen. Ich mach das gern ganz am Anfang, aber das ist Geschmackssache. Auf jeden Fall sollte man es aber, wenn man an was arbeitet ganz zum Schluß verfassen, da es immer ein Guthzje ist, also überflüssig, aber ganz schön, wenns ordentlich geschrieben wurde.

Das Kapitel Politische und psychologische Diskussionen enthält eine Sammlung von seltsamen Aussagen, die erklärungsbedürftig sind: von Rheuma über Autismus bis zu korrupten Ärzten in wenigen Sätzen. (Bitte erklär mir das jetzt nicht, ich will es nicht wissen...)

Mein Vorschlag: rauslassen und einen eigenen Artikel zu dem Thema schreiben. Wenn ich was über eine Krankheit suche, will ich nix über Politik lesen.

Abschließend zum Formalen: Ein formales Schema wie Anamnese, Befund, Diagnose ist dazu da, das man sich dran hält. Wenn man sich bei den elementaren Begriffen unsicher ist, dann macht das gar nix, its a wiki. Aber das sollte man vor der Exzellenz-Diskussion geklärt haben. Das der Review nicht funktioniert ist keine Entschuldigung. Übrigens: wenn möglich sollte man Zitationen ans Ende stellen. Wenn man im Text auf was verweist, dann mit Abkürzungen.

  • Stil

Zum Stil: Es ist lästig, Sätze zu lesen wie: "ADS-Kinder sind Schreikinder, die schnell laufen lernen und den Mutterleib für Bodenturnübungen verwenden." Das mag stimmen, aber was soll das in einer Enzykolpädie? In einem Lexikonsartikel sind stilistisch neutrale Formulierungen üblich. Leider ist der Artikel voll von solchen Bemerkungen: "Mehrere Experten gehen davon aus, das Messis durch die Bank eine Aufmerksamkeitsstörung haben." Das sind unpassende Formulierungen für einen Sachartikel.

Mein Vorschlag: Alle persönlichen Formulierungen rausnehmen. Das kürzt den Artikel um die hälfte, macht aber nix, Du brauchst ja Platz für die ganze Sachdiskussion.

Lieber Dingo, das alles wäre nötig zur elementaren "Wikifizierung". Wenn Du das gemacht hast und der Artikel durchgängig neutral und sachlich formuliert ist, dann lass mir eine Nachricht zukommen und ich diskutiere mit Dir die inhaltlichen Fragen.

Gruß -- Andreas Werle 16:40, 8. Aug 2005 (CEST)

  • deutlich contra. Gründe wurden schon genug genannt. --Sigune 02:01, 11. Aug 2005 (CEST)
  • Kontra ADS ist zwar eine psychologische Diagnose, aber "rum ärgern" müssen sich vor allem die Eltern, und von Fachlocher Seite die Pädagogen und Sozialpädagogen mit den ADS-Kindern. Die Sichtweisen und die Handlungsansätze dieser Helfer wird hier zu wennig gewürdigt. --Aineias © 23:11, 11. Aug 2005 (CEST)*

Kontra: Es tut mir leid, ich wüßte gar nicht, wo ich mit der Kritik beginnen sollte, alles aufzuführen, was mir Umbehagen bereitet, würde eine riesenlange Liste werden, aber die meisten wurden hier schon genannt. --ercas 21:23, 12. Aug 2005 (CEST)

Ende der Exzellenzdiskussion

Zu ICD10 und DSM

Wenn die Kriterien der hyperkinetischen Störung erfüllt sind, eine Störung des Sozialverhaltens nach den Kriterien jedoch nicht vorliegt, liegt eine Störung der Aktivität und Aufmerksamkeit (ADS) vor.
Wenn sowohl die Kriterien der hyperkinetischen Störung als auch die der Störung des Sozialverhaltens erfüllt sind, handelt es sich um eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS oder amerikanisch ADHD).

Wegen logischer Fehler gestrichen. Fall 1 würde wegen der Hyperaktivitätssymptome als ADHS definiert werden. Fall 2 auch dann im DSM als ADHS definiert wenn keine besondere Störung des Sozialverhaltens vorliegt. --Achak 23:04, 13. Nov 2005 (CET)

Es gibt überigens im DSM IV kein "ADS, nicht näher bezeichnet." Kann man hier im DSM IV http://www.behavenet.com/capsules/disorders/adhd.htm nachlesen.--Achak 23:04, 13. Nov 2005 (CET)

Neutralität und Überarbeiten

Bis jetzt ist der Artikel immer noch auf der Neutralitätsseite notiert. Ich denke, da kann er raus und ich verpasse ihm jetzt einen (erledigt)-Vermerk. Was aber nicht angeht, ist der exzessive Fettdruck im Text. Das ist bei Wiki nur für den Artikeltitel üblich. Sonst muß er überall entfernt werden. --robby 00:03, 16. Nov 2005 (CET)

Das sehe ich leider ganz anders. Durch den gesamten Artikel zieht sich eine Behauptung, die nicht ansatzweise neutral ist. Die Vorstellung, daß eine pharmakologische Therapie für alle ernsthaft Betroffenen zweifelsohne unabdingbar sei, ist falsch und grenzt an Propaganda. Es ist ganz einfach nicht wahr und viele Betroffene, sowie einige Therapeuten sehen und schreiben das ja auch so. Meines Erachtens spiegelt sich hier nur die Tatsache wieder, das die Methylphenidatwerbung gut funktioniert hat und Kritiker überrannt werden. Es ist ja nicht so, als gäbe es gar keine Indikation, aber so wie jetzt kann das nicht stehenbleiben.

Denn damit zeichnet Ihr ein klares Bild (Achtung: Pathos):

Bist Du nicht normal, brauchst Du eine Pille:
Bist Du zu leicht ablenkbar, mußt Du darum Methylphenidat nehmen; immer.

Das hieße dann wohl auch gleichermaßen:

  • bist Du zu aufgeregt, mußt Du Beruhigungsmittel nehmen
  • bist Du zu traurig, mußt Du Antidepressiva nehmen
  • bist Du zu glücklich, mußt Du Lithium nehmen u.s.w..

Sonst hast Du keine Chance! Wie konnte der Mensch es bloß so lange ohne aushalten? Schöne Neue (Pharma-) Welt.

...und wo bleibe ich da?

Annika --84.131.188.193 19:57, 9. Dez 2005 (CET)

Das habe ich berücksichtigt mit dem Absatz "Nonresponder" (ich bin ja selbst ein solcher)--Hattakiri 17:24, 15. Dez 2005 (CET)

Tut mir ja wirklich leid, aber zu meinen Einwänden steht da absolut gar nichts. Ich kritisiere hier die aggressive Bewerbung von MPH im Artikel. Bitte vergleich die Texte doch mal. Der ganze Absatz insgesamt beinhaltet zudem auch abgesehen davon fast keine echte Information und wirkt irgendwie unbeholfen. Annika --84.131.140.114 22:31, 17. Dez 2005 (CET)

Da ist es das Problem, dass da die Meinungen stark divergieren; die einen sagen, bei Medikation bedarf es oft keiner Verhaltenstherapie mehr, die anderen sagen genau das umgekehrte und dritte verfechten eine sog. Multimodaltherapie mit beidem in Kombination, wobei da die einen wieder sagen, das Medi müsse mit Therapiefortschritt abgesetzt werden und die anderen, es bürfe seiner ein Leben lang.
Die einen sagen, Medikation verhindere ein Süchtigwerden, weil unter MPH-Einfluss zB eine "konzentrationssteigernde" Nikotinwirkung nicht wahrgenommen werde, die anderen sagen, gerade durch Medikation verlasse sich der/die Betroffene zu sehr auf Substanzen und würde bald auf härtere Sachen umsteigen.
Und meine persönlichen Erfahrungen sind ebenso inhärent: Ich kenne Leute, denen helfen ihre Medis erstklassig ("Ich kann mich jetzt viel besser konzentrieren") und andere wieder haben ihr Zeugs bald weggeschmissen, weil sie damit vor die Hunde gegangen sind (zB ich selber).
Ich behaupte also folglich, dass die sinnvollste Auseinandersetzung mit dieser Problematik der inhärenten Medikamentenwirksamkeit tatsächlich eine wissenschaftliche ist, wie sie im Abschnitt "Nonresponder" geschildert ist und tatsächlich die verschiedenen individuellen genetisch-neurotransmitteralen Prädispositionen zu berücksichtigen versucht und die zur Zeit noch herrschende Unmöglichkeit einer apriorischen Beurteilung nennt und wissenschaftlich fundiert. Einen "Pathos", wie Du ihn an den Tag legst (und es selber ja zugibst) halte ich für ungut.--Hattakiri 07:44, 27. Dez 2005 (CET)

PS: Es ist nun mal leider so, dass ein Großteil der Gesellschaft ein "suboptimales Funktionieren" nicht hinnimmt und ADS-ler mitunter künstlich, also medikamentös, zu "optimaler Funktionstüchtigkeit" achsgerichtet werden müssen. Da ist eine Änderung der gesellschaftlichen Paradigmata tatsächlich wünschenswert (steht ja auch so im Artikel).
Nur: Das alles kann ich so nicht in den Artikel reinschreiben, würd man mir Neutralitätsverstoß vorschreiben, und beim Artikel wird ja sowieso schon die Neutra bezweifelt (siehe ganz unten dort). Ich weiß also nicht wie ich oder man Deine Bedenken und meine Reaktion da reinarbeiten kann ohne auf die Finger zu kriegen...--Hattakiri 07:50, 27. Dez 2005 (CET)

Außerdem hab ich grad folgendes im Artikel entdeckt (Zitat):

Eine Medikation ist bei mittel und schwer Betroffenen in vielen Fällen angezeigt. Die Medikation soll die Aufmerksamkeits-, Konzentrations-, und Selbststeuerungsfähigkeit verbessern. Sie kann den Leidensdruck der Betroffenen mindern. In manchen Fällen werden so erst die Voraussetzungen, für weitere Therapeutische Arbeit geschaffen.

Ich finde damit ist der Artikel schon immer Deinen Enwänden gerecht geworden, indem es nämlich heißt in vielen Fällen und dass dadurch die Vorraussetztungen für weitere therapeutische Arbeit geschaffen werden sollen!--Hattakiri 07:58, 27. Dez 2005 (CET)

@Hatakiri ,im Grunde teilte ich deine Ansicht, jedoch habe ich nach der Kritik den Artikel nochmals im Gesamtkontext gelesen. Dabei wurde in der Version vom 12. Dezember die Pharmakotherapie zu sehr als ein "muss" dargestellt. Einige der relativierenden Formulierungen wurden daraufhin erst eingefügt.
Ps vielen Dank für deine Arbeit zu Gefahren und weitern Störungen die durch ADHS begünstigt werden.--Achak 20:34, 27. Dez 2005 (CET)

Liebe Leute, gerade eben habe ich mir mal wieder den gesamten Artikel durchgelesen. Bis auf eine kleine Katastrophe (versehentliche Generalentschuldigung für div. Straftaten, gleich geändert;), sind die gemachten Ausagen jetzt erträglich. Allerdings weist der Text bezüglich Struktur und sprachlicher Darstellung immer noch deutliche Mängel auf. Darum werde ich versuchen, mal ´ne Neuauflage zu schreiben. Die meisten Aussagen kann man nun aber im Kern so stehen lassen, also würde ich inhaltlich nicht mehr viel verändern wollen. Außerdem würde ich einiges gerne in eine gemeinsame Einleitung/Kurzübersicht zu AD(H)S, Tourette und Asperger/Autismus transferieren (Titelvorschläge?). Das ganze wird sich allerdings noch ein wenig hinziehen, da ich gerade einige sehr interessante Spuren bezüglich bis dato wenig beachteter möglicher ätiologischer/pathogenetischer Aspekte (inkl. der sich daraus ableitenden Therapieoptionen) verfolge, die ich gerne mit einbauen würde. Zudem bin ich derzeit leider nicht besonders fit.
@Hattakiri:

  1. Du hast ja so recht!:) Es gibt die verschiedensten Empfehlungen/Erfahrungen und je nach Fall ist die eine, oder eben die andere vermehrt von Bedeutung. Diese Problematik sollte aber noch besser herausgearbeitet werden, ibs. da AD(H)S ja nun wirklich alles andere als einheitlich ist. Daß allerdings gerade Du etwas gegen Pathos (=Leidenschaft!) hast, kann ich nicht verstehen; ist das nicht oft sogar eine der Stärken von AD(H)S-lern, mit Leidenschaft an eine Aufgabe heranzugehen? Natürlich gehört Pathos so nicht in den Artikel, aber in der Diskussion muß das m.E. erlaubt sein;)
  2. Als "suboptimales Funktionieren" sehen das doch bloß die persönlichkeitsschwachen, komplexzerfressenen Kleingeister an, die jede Form von Individualismus als potentiell zerstörerische Bedrohung fürchten. Da das in dieser Darstellungweise jedoch unverkäuflich, weil nicht "PC" wäre, wird derartiges Auftreten eben lieber erst mal ordentlich diffamiert und dann öffentlich angeprangert (sic!), um die "Störenfriede" systematisch auszugrenzen. Wer in der Gesellschaft leben will, muß sich nun mal sämtlichen ihrer immer umfangreicher werdenden und zunehmend auch weit über das erträgliche Maß hinaus einengenden, teils bald erdrückenden Forderungen unterwerfen. Ich könnte täglich k.....!

Uuups, schon wieder Pathos;)))
So kann das natürlich nicht in den Artikel, aber ich werde mal versuchen, wenigstens ein bißchen davon ganz subtil zwischen die Zeilen zu schreiben;)
@Achak: Danke, lieb von Dir. Du bist ein Schatz;) --Annika 84.131.174.222 06:00, 28. Dez 2005 (CET)

P.S.: Ein "spezifisches" Syndrom....? Zur Definition eines Syndrom gelangt man in etwa folgendermaßen: "Erst mal erkläre ich einen Haufen Befunde zu Symptomen und fasse diese dann nach bestem Wissen und Gewissen zu verschiedenen Symptomkomplexen zusammen. Die kann ich mir zwar alle noch nicht so recht erklären, aber sie scheinen einander doch irgendwie ein bißchen ähnlich zu sein und darum erfinde ich dann für die ganze Gruppe einen neuen Begriff" -schwupps, haben wir ein neues Syndrom. Wenn dazu dann außreichend lange geforscht wurde, werden die Karten noch einmal völlig neu gemischt und mit zumindest einer gewissen Präzision verschiedene Krankheitsbilder/Krankheiten definiert. That´s medicine;)
Sinn und Zweck des ganzen ist Aufmerksamkeit zu erregen und eine Diskussion zu starten. So lange etwas keinen Namen hat, wird sich damit nämlich auch kaum einer beschäftigen und man kann sich auch nur schwerlich darüber austauschen.
@Hattakiri: Bekommst Du es wohl das nächste Mal hin, die Stellungnahme zu Deinen Einwand abzuwarten, bevor Du eine Neutralitätswarnung o.ä. löschst? Noch schneller konnte ich darauf nun wirklich antworten. ;( --Annika 84.131.174.222 06:00, 28. Dez 2005 (CET)

Falsche Infos?

Obwohl an sich recht gut sind in dem Artikel so viele Fehler und zum Teil oft Aussagen die sich eher als schlecht recherchiert oder eigenem Standpunkt anhören. Bereits die bis zu 10% betroffenen ganz am anfang entsprechen nicht dem gemeinsamen nenner der experten der bei 5% liegt!

Nur als beispiel was mir als ADHD betroffenen grotesk vorkommt: "ADS-Patienten haben häufig weniger Ängste als andere Menschen. Dies erklärt sich vor allem daraus, dass sie sehr viel mehr mit dem Langzeitgedächtnis arbeiten - sie gleichen also Erfahrungen ab - und sind daher weniger emotional betroffen. In gefährlichen Situationen kann dies ein Vorteil sein, während es in Alltagssituationen einen Nachteil darstellt, da Betroffene häufig nur schwer die Wirkung der eigenen Person auf das Gegenüber richtig einzuschätzen vermögen"

Das stimmt aus eigener Meinung überhaupt nicht ausserdem auch nicht mit dem gesamten sonstigen mehrheitlichen wissen das in fachliteratur und auch selbst in diesem Artikel aufgeführt ist. Im gegenteil haben ja ADHD betroffene eher die neigung zu ängsten, das impulsive handeln mag zwar darüber hinwegwirken dass man leichter zu riskanten taten neigt, aber das würde ich nicht als verminderte angst bezeichnen. Und von dem Langzeitgedächnis höhre ich zum ersten mal, bemerkt habe ich davon weder bei mir etwas (bin garantiert keine referenz) jedoch ebensowenig in sonstiger fachliteratur. --193.170.48.34 11:57, 16. Nov 2005 (CET) (slicky - bin grad net eingeloggt)

ich denke, in diesem artikel müsste konkreter mit "xy sagt, dass", "laut xy scheint", "experten sind sich großteils einig, dass" gearbeitet werden. dingo hat halt eine komplett-überholung des artikels vorgenommen und dabei auf viele sehr aktuelle und sicherlich teilweise auch streitbare autoren sich berufen. --JD {æ} 12:46, 16. Nov 2005 (CET)
@slicky 5% als gemeinsamen Nenner der Experten. Würde mich interessieren woher du das hast? 3-10% sind die Werte die man recht häufig in der Literatur sehen kann. Lehmkuhl geht von ca. 6% aus, Winkler und Rossi von 1-3% (mit H) wenn man diejenigen mit reinen Aufmerksamkeitsproblemen dazuzählt (ohne H) etwa 10 %.

Der von dir beanstandete Absatz steht in einem Bereich des Artikels der mindestens beschissen ist (man sieht ich bleibe höflich...) Lösch es --- ach ne das hab ich schon. --Achak 23:52, 16. Nov 2005 (CET)

Tablettenwerbung

nach Überfliegen des Artikels fiel mir die ungehemmte Werbung für verschiedene Pharma-Produkte auf. Das sollte unterbunden werden und qauf die Wirkstoffe reduziert werden. Gruß --Matthias Pester Disk. (Matze6587) 11:15, 28. Nov 2005 (CET)

Statt zu überfliegen ist bisweilen das "Lesen" hilfreich. Dann wäre aufgefallen das das die Wirkstoffe primär genannt werden. Als Beispiele dann die konkreten Präperate.--Achak 16:30, 29. Nov 2005 (CET)

Wohin um hilfe zu finden?

Mit dem gedanken "Wohin um hilfe zu finden?" habe ich eigentlich diesen artikel gesucht. Nur, weiss ich immernoch nicht zu welchem Arzt ich am besten gehen sollte ... Neurologe ? Psychiater ? Psychologe ?

Werden alle im Artikel erwähnt sind auch alle die richtigen Ansprechpartner. Am besten geht man zu jemandem der sich mit ADS auskennt. Die spezielle Fachrichtung ist dabei nicht so wichtig. Versuch es bei den Kassenärztlichen Vereinigungen, bei den grossen Selbsthilfeverbänden etc.pp. Telefonbuch, anrufen und in den Praxen fragen hilft auch. :-)

Ein wirklich betroffener selber hat im regelfall in einer selbsthilfegruppe nichts verloren, dort wird man von anfang an damit abgestempelt die krankheit zu haben, oder es gibt sinnlose gehirnwäsche.

Das kenne ich anders aber ich kenne ja nicht alle SHG. :-) --Achak 14:50, 9. Jan 2006 (CET)