Lerntyp

Nun bin ich kein Fachmann für dieses Thema, habe aber dennoch einiges darüber gelesen. : )

Nicht jeder Mensch lernt auf die gleiche Weise. Man unterteilt daher die Menschen in Lerntypen.
Dabei gibt es nicht den Lerntyp A und den Lerntyp B in Reinform. sonst würde Lernen nicht funktionieren. Allerdings lernen wir mit der Methode A besser als mit Methode B.

Und was soll das nun heißen?
Es sind immer alle Sinne beim Lernen beteiligt. Also Sehen, Hören, Schmecken, Tasten und Riechen. Das Verhältnis, wie die Sinne am Lernprozess beteiligt sind, ist unterschiedlich. Je nach eingesetzten Sinnen lernen wir besser oder schlechter. Das ist – wie gesagt – von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Es gibt mindestens drei unterschiedliche “Idealtypen”.

  • verbaler oder auditiver Typ
  • motorischer Typ
  • visueller Typ.

    Diese Idealtypen kommen in der Natur i.d.R. nicht in der Reinform vor, sondern es existieren Mischformen. Man lernt nicht nur durch Anfassen, sondern auch durch Hören und Sehen. Nur zu welchem Anteil und wie gut, das ist die Frage, die man sich stellen muss.

Sicherlich spielen die Gene eine Rolle, wie man am Besten lernt.
Besonders wichtig ist aber auch die frühkindliche Entwicklung, während dieser sich die Nervenbahnen verbinden und entsprechende Mechanismen bereits angeeignet werden, wie man lernt. Das kann man natürlich später auch noch trainieren, doch je intensiver die Sinne bei einem Säugling gefördert werden, umso einfacher ist das Lernen auch später für die Betreffenden.

Visueller Typ
Kennen ihr das? Da liest man ein Buch und man kann sich später noch gut daran erinnern, was man gelesen hat. Wird einem aber das selbe vorgelesen, dann erinnert man sich später nicht so gut daran.
Wenn das der Fall ist, dann seid ihr der visuelle Lernentyp.
Die Mehrzahl (rund 60 %) der Menschen scheint auf diese Art zu lernen. Sie lernen beim Lesen. Vielleicht behält man es nicht gleich beim ersten Mal lesen, aber vielleicht beim zweiten oder dritten Mal. Das Gelesene wird in Bilder umgewandelt, die das Gehirn abspeichert.
Gesichter erkennt dieser Lerntyp besser as beispielsweise der auditive Typ. Dabei muss aber die Zuordnung des Namens zum Gesicht nicht genausogut funktionieren, wenn man ihn nur gehört hat…

Auditiver Typ
Der auditive Typ hört lieber, um zu Lernen. Rund 40 % der Menschen scheinen zu diesem Typus zu gehören. Sie bevorzugen die gesprochene Informationsaufnahme. Wird diesem Lerntyp also ein Gedicht vorgesagt, kann er sich dieses schneller merken, als wenn er es gelesen hätte.
Ein gutes Beispiel ist auch das Nachspielen einer eben gehörten Melodie, das einige Musiker beispielsweise können. Musiker gehören meist zum auditiven Typ – einige von ihnen können beispielsweise keine Noten lesen.

Verbale (und tonale) Informationen werden also von diesem Typ besser memoriert als visuelle.

Motorischer Lerntyp
Tasten und Fühlen, das sind die Stichworte für diesen Typ. Etwas erfühlen, ertasten. In die Hand nehmen, damit man es “begreift” (daher auch das Synonym “begreifen” für “verstehen”). Dieser Typus ist wohl eher im einstelligen Prozentbereich anzusiedeln.

So. Nun habe ich die drei Idealtypen vorgestellt.
Welcher Lerntyp seid ihr?
Überlegt mal. Wenn ihr beispielsweise an das Vokabel-Lernen denkt.
Lernt ihr besser, wenn ihr die Vokabeln laut vorsagt?
Oder reicht euch aus, wenn ihr sie einfach lest?
Oder müsst ihr die Dinge begreifen?

Meist ist es eine Kombination aus zwei der drei Lerntypen, die man einsetzt.
Testet es mal aus.

Allerdings stellt sich die Frage: Was nützt es mir, zu wissen, welcher Lerntyp ich bin, wenn es trotzdem nicht im Gedächtnis haften bleibt…
Zu wissen, welcher Lerntyp man ist, oder welcher “Aufnahmekanal” der bessere ist, reicht bei weitem nicht aus, um effektiv und gut zu lernen.

Man braucht auch ein Gedächtnis, das das Gelernte speichert.


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